Allgemeine Richtlinien für optimalen Druckerdurchsatz
Die folgenden allgemeinen Richtlinien sollen Sie dabei unterstützen, einen optimalen Druckerdurchsatz in Ihrem SAP-System zu erzielen.
Sie haben die Druckanforderungen wie in Abschnitt Planung der SAP-Druckarchitektur beschrieben ermittelt.
Je nachdem, ob es sich um zeitkritische Produktionsdrucker, Massendrucker oder nichtkritische Drucker handelt, gelten folgende Richtlinien:
Zeitkritische Drucker sollten in der Regel für den lokalen Druck (Koppelarten C, L und E) eingerichtet werden. Beim lokalen Druck verwenden Sie zeitkritische Drucker von Rechnern aus, auf denen sich sowohl die Spool-Workprozesse oder der Spool-Service als auch das Host-Spool-System befinden.
Da beim lokalen Druck keine räumliche Trennung zwischen Spool-Workprozess und Host-Spool-System besteht, d. h. kein Netzwerk zwischengeschaltet ist, sind die Übertragungswege kurz und der lokale Druck schnell.
Hinweis
Da die Ausgabe mit den entfernten Koppelarten U und S langsamer ist, sollten diese nur verwendet werden, wenn das Host-System folgende Voraussetzungen erfüllt:
hohe Zuverlässigkeit
hoher Datendurchsatz im Netz zwischen Spool-Workprozess und Host-Spool-System
Diese Voraussetzungen erfüllen z. B. UNIX-Workstations als Printserver in einem zuverlässigen LAN-Netzwerk. Daher werden sie im SAP-System mit der Koppelart U definiert. Weitere Informationen finden Sie unter: Entfernter Druck (Koppelarten S und U).
Treten bei einem Drucker mit den Koppelarten U oder S Probleme auf, wirkt sich dies im allgemeinen auf die Performance aller Drucker aus, die vom gleichen Aufbereitungsserver betreut werden.
Beispiel
Ein Drucker mit Koppelart U oder S ist nicht erreichbar, da das Hostsystem nicht gestartet wurde oder die Netzwerkverbindung zum Host-System unterbrochen wurde.
Wenn der Spool-Workprozess versucht, einen Ausgabeauftrag an den Drucker zu senden, muss er warten, bis der Verbindungsaufbau durch die Zeitüberschreitung abgebrochen wird. Erst dann kann der Aufbereitungsserver andere Ausgabeaufträge verarbeiten.
Sie können dieses Problem verringern, indem Sie an Ihren Servern mehrere Spool-Workprozesse definieren.
Jede Koppelart kann verwendet werden. Empfohlen wird jedoch aus Performance-Gründen die lokale Koppelart.
Für die Verwendung entfernter Koppelarten benötigen Sie ein schnelles Netzwerk und einen zuverlässigen Printerserver als Kommunikationspartner.
Richten Sie einen eigenen Aufbereitungsserver ein, sodass die Verarbeitung langer Listen die Ausgabe der anderen Ausgabeaufträge nicht beeinträchtigt.
Für nichtkritische Drucker gelten folgende Richtlinien:
Richten Sie einen eigenen Aufbereitungsserver ein, damit die Druckaufträge verschiedener Drucker sich nicht gegenseitig beeinträchtigen.
Wenn Sie z. B. nichtkritische Drucker und Massendrucker dem gleichen Aufbereitungsserver zuweisen, kann die Verarbeitung umfangreicher Ausgabeaufträge die Ausgabe von kleineren Druckaufträgen verzögern.
Ein Aufbereitungsserver sollte auf keinen Fall sowohl für zeitkritische als auch für nichtkritische Drucker zuständig sein, da die nichtkritischen Ausgabeaufträge die Verarbeitung der zeitkritischen Ausgabeaufträge blockieren könnten.
Ist ein nichtkritischer Drucker, für den Sie die Koppelart U oder S gewählt haben, nicht erreichbar, kann dies die Ausgabe der zeitkritischen Dokumente erheblich verzögern.
Wenn mehrere Anwendungsserver in Ihrem SAP-System vorhanden sind, sollten Sie jeden Anwendungsserver als Spool-Server einrichten und die Ausgabegeräte diesen Servern zuweisen.
Um die Ausgabegeschwindigkeit zu optimieren, deaktivieren Sie die Statusabfrage über das Host-Spool-System und den Druckmanager.
Markieren Sie dazu in der entsprechenden Gerätedefinition die Option Druckaufträge nicht beim Hostspooler nachfragen
.
Deaktivieren Sie ggf. im Benutzerstammsatz die Option Löschen nach Ausgabe
, mit der korrekt ausgegebene Ausgabeaufträge automatisch gelöscht werden. Zum Benutzerstammsatz gelangen Sie über .
Hinweis
Wenn Sie die Option Löschen nach Ausgabe
deaktiviert haben, empfiehlt es sich, regelmäßig korrekt ausgegebene Spool-Aufträge im Hintergrund zu löschen.