FunktionsdokumentationFrontend-Druck über SAP GUI for Windows

 

Beim Frontend-Druck unter Windows wird ein Drucker angesprochen, der im Windows-Betriebssystem des Frontend-PCs definiert ist.

Daher empfiehlt sich der Frontend-Druck über Windows besonders in folgenden Fällen:

  • Benutzer möchten direkt an ihrem Arbeitsplatz drucken, ohne eine für dieses Gerät spezifische Gerätedefinition im SAP-System anlegen zu müssen. Das ist besonders bei Benutzern der Fall, die sich häufig an verschiedenen Arbeitsplätzen oder mobil am SAP-System anmelden und an ihrem jeweiligen Standort drucken möchten.

  • Im Gegensatz zu den Koppelarten anderer Druckmethoden, benötigt die Koppelart G des Frontend-Drucks keine feste IP-Adresse. Dadurch kann der Standarddrucker jedes Windows-PCs generisch angesprochen werden.

  • Administratoren möchten aufwendige Verwaltungsarbeiten vermeiden, indem sie die Frontend-Drucker nicht einzeln als entfernte Drucker einrichten müssen. Die Definition eines generischen Ausgabegeräts ist jedoch ausreichend.

Ab SAP NetWeaver 7.0 EHP1 ersetzt der Frontend-Druck mit der Control-Technologie, die Koppelart G verwendet, die herkömmliche Art des Frontend-Drucks mit Koppelart F. SAPlpd ist nicht mehr erforderlich. Es erfolgt keine Anzeige der Druckerauswahl mehr im SAP-System. Stattdessen wird aus dem Control direkt ein Windows-Druckerauswahlfenster aufgerufen. Die Restriktion bei der Länge der Drucknamen entfällt daher.

Voraussetzungen

Berechtigungen

Neben den allgemeinen Druckberechtigungen benötigt jeder Benutzer für den Frontend-Druck folgende Berechtigungen:

  • Berechtigungsobjekt S_SPO_DEV, Berechtigungsfeld SPODEVICE, Berechtigung %LOC

    Berechtigungsobjekt S_RFC:

    Feld

    Wert

    RFC_TYPE

    FUGR

    RFC_NAME

    LPRF

    ACTVT

    16

Architekturvoraussetzungen
  • Es muss mindestens ein Drucker definiert sein.

  • Das Host-Spool-System (Betriebssystem-Spooler) muss sich auf dem Frontend-PC befinden.

  • Es muss eine aktive Verbindung zum Frontend-PC bestehen, d. h. der Benutzer muss zum Zeitpunkt des Ausdrucks am SAP-System angemeldet sein.

    Hinweis Hinweis

    Frontend-Druck aus dem Hintergrund ist nicht möglich, da kein aktive Verbindung zum Frontend besteht.

    Ende des Hinweises
  • Für den Datentransfer zum Frontend wird ein zusätzlicher SAP GUI-Modus benötigt; daher dürfen nur fünf Modi in Verwendung sein.

  • Es ist unerheblich, ob der Drucker lokal oder entfernt mit dem Frontend verbunden ist.

  • Für den Frontend-Druck ohne SAPlpd (Koppelart G) finden Sie weitere Voraussetzungen unter Frontend-Druck mit Control-Technologie.

SAP-System-Voraussetzungen

Um die Frontend-Drucker der Benutzer aus dem SAP-System ansprechen zu können, muss die entsprechende Gerätedefinition folgende Angaben enthalten:

  • Wenn Sie ein Ausgabegerät in einem SAP-System definieren, geben Sie an, über welche Art der Verbindung das Ausgabegerät angesprochen werden soll. Diese Verbindungsart wird Koppelart genannt und ist durch einen Buchstaben gekennzeichnet.

    Beim Ausgabegerät für den Frontend-Druck ist dies die Koppelart G für den Frontend-Druck mit Control-Technologie.

  • Damit an jedem Rechner primär der Standarddrucker angesprochen werden kann, können Sie in der Gerätedefinition den Host-Drucker __DEFAULT (2 Unterstriche) angeben. __DEFAULT spricht den jeweiligen Standarddruckernamen an. Standardmäßig ist die Option Keine Auswahl der Geräte am Frontend deaktiviert. In diesem Fall wird das Druckerauswahlfenster des Windows-Betriebssystems angezeigt, aus dem Sie auch einen anderen als den Standarddrucker auswählen können.

  • Wenn die Option Keine Auswahl der Geräte am Frontend gewählt wurde, erscheint das Windows-Druckerauswahlfenster nicht. In diesem Fall wird der Standarddrucker des Benutzers oder ein beliebiger Drucker in der Gerätedefinition angesprochen.

  • Damit ein Druckdatenformat gesendet wird, das ein beliebiger Windows-Treiber interpretieren kann, wird empfohlen, in der Gerätedefinition den Gerätetyp SWIN oder SAPWIN bzw. die entsprechende sprachabhängige SAPWIN-Version anzugeben (siehe Hinweis 423003 im SAP Service Marketplace).

    Sie können aber auch jeden anderen SAP-Gerätetyp für den Frontend-Druck verwenden.

Aktivitäten

Wenn Sie beim Drucken aus dem SAP-System einen Drucker mit der Koppelart G auswählen, tritt einer der beiden folgenden Fälle ein:

  • Es erscheint entweder unter Windows die Windows-Auswahlbox, aus der Sie einen an Ihrem Frontend definierten Drucker auswählen können. Die Option Keine Auswahl der Geräte am Frontend muss dafür deaktiviert sein.

  • Oder Ihr Standarddrucker oder ein beliebiger Drucker in der Gerätedefinition wird angesprochen.