Beispiele für optimale Druckerkonfiguration
Je nachdem, ob es sich um Produktionsdrucker (zeitkritische Drucker), Massendrucker oder nichtkritische Drucker handelt, muss die Druckerkonfiguration unterschiedlich aussehen.
Im Folgenden sind Beispiele zur Konfiguration unterschiedlicher Druckerarten aufgeführt:
Produktionsdrucker sind zeitkritische Drucker und werden für Dokumente verwendet, die zeitgerecht ausgegeben werden müssen, beispielsweise für Versandbelege oder Quittungen.
Für diese Drucker werden nur die beiden lokalen Koppelarten L und C empfohlen. Das heißt, der SAP-Aufbereitungsserver (Anwendungsserver mit Spool-Workprozess) und das für die Drucker zuständige Host-Spool-System (Betriebssystem-Spooler) müssen auf dem gleichen Hostsystem laufen.
Folgende Abbildung zeigt die Anbindung über ein AIX-System mit der Koppelart L:

In diesem Beispiel werden die Drucker vom SAP-Aufbereitungsserver (Anwendungsserver mit Spool-Workprozess) mit der Bezeichnung AIX_C11_11 auf dem Hostsystem AIX betreut.
Auf den Produktionsdrucker wird direkt über das Host-Spool-System zugegriffen. Da sich der Aufbereitungsserver und das Host-Spool-System auf demselben Host befinden, wird die lokale Koppelart L (lokaler Druck auf einem UNIX/AIX-Hostsystem) verwendet. Wenn es sich um ein Windows NT/2000-Host-System handelt, ist die Koppelart C (direkter Betriebssystemaufruf).
Hinweis
Es ist unerheblich, ob der Drucker direkt an den Rechner angeschlossen ist oder ob es sich um einen gemeinsam verwendeten Netzwerkdrucker handelt. Für die Einrichtung der Ausgabegeräte im SAP-System spielt nur eine Rolle, ob sich der Aufbereitungsserver auf demselben Rechner befindet wie das Host-Spool-System (Betriebssystem-Spooler) oder nicht.
Nichtkritische Drucker sind in der Regel Abteilungsdrucker für kleine Druckmengen.
Für nichtkritische Drucker können Sie alle Koppelarten verwenden, wobei jedoch aus Performance-Gründen die lokale Koppelart vorzuziehen ist. Siehe dazu Allgemeine Richtlinien für optimalen Druckerdurchsatz.
Die folgende Abbildung zeigt die Konfiguration bei entferntem Druck, d. h. der SAP-Aufbereitungsserver (Anwendungsserver mit Spool-Workprozess) befindet sich auf einem anderen Rechner als das Host-Spool-System (Betriebssystem-Spooler).

Der nichtkritische Drucker wird vom SAP-Aufbereitungsserver (Anwendungsserver mit Spool-Workprozess) mit der Bezeichnung HPX_C11_11
auf dem Hostsystem HPX betreut.
Für den Zugriff auf den Drucker wird das UNIX-Hostsystem PSERV0
verwendet. Daher wird in dieser Konfiguration die Netzwerk-Koppelart U verwendet, um die Ausgabedaten vom SAP-Aufbereitungsserver an das Host-Spool-System weiterzugeben.
Wenn sich das Host-Spool-System auf einem Windows-Rechner befindet, werden die Daten entweder mit der Koppelart S oder U über SAPSprint-Service weitergeleitet oder mit der Koppelart U über den TCP/IP Print Server. Ein Beispiel hierzu finden Sie unter
Massendrucker sind Drucker, die große Druckmengen verarbeiten, z. B. Zeilendrucker in einer zentralen Druckerabteilung. Sie werden für umfangreiche Druckaufträge verwendet, wie z. B. für lange ABAP-Listen.
Es können sowohl entfernte als auch lokale Koppelarten verwendet werden (siehe Abbildungen oben). Empfohlen wird jedoch aus Performance-Gründen die lokale Koppelart.
Für die Verwendung entfernter Koppelarten benötigen Sie ein schnelles Netzwerk und einen zuverlässigen Printerserver als Kommunikationspartner, z. B. einen UNIX-Printserver.