Transportanschluss für die SAP-Regionalstruktur
Die SAP Regionalstruktur verfügt über einen Transportanschluss für den Transport von Customizing-Daten in einem System oder Mandanten in ein anderes System oder einen anderen Mandanten. Dies ist von entscheidender Bedeutung, weil die Customizing-Objekte der SAP-Regionalstruktur von einem bestimmten System bzw. Mandanten abhängen. In vielen Fällen möchten Sie möglicherweise Änderungen an Customizing-Objekten in Ihrer Systemlandschaft nur in einem bestimmten Customizing- oder Quellsystem vornehmen, und daraufhin Ihre Zielsysteme entsprechend aktualisieren. Der Transportanschluss der SAP-Regionalstruktur ermöglicht Ihnen die Synchronisation von Customizing-Daten in Ihren Quell- und Zielsystemen und unterstützt auf diese Weise die systemübergreifenden Prozesse.
Das Customizing der SAP-Regionalstruktur wird mit Hilfe des SAP Solution Manager synchronisiert. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Sie haben den SAP Solution Manager gemäß dem Konfigurationsleitfaden für das Szenario Implementation and Distribution
konfiguriert. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Um alle Funktionen des Transportanschlusses der SAP-Regionalstruktur nutzen zu können, müssen Sie Release SAP Web AS 6.40 oder ein höheres Release installiert haben.
Die Customizing-Objekte der SAP-Regionalstruktur bestehen aus:
den Tabellen ADRPSTCODE, ADRCITY, ADRCITYT, ADRPCDCITY, ADRPOBOX, ADRCITYPRT, ADRSTREET, ADRSTREETT und ADRSTRPCD für die postalischen Referenzdaten. Diese Tabellen enthalten die Objekte 'Postleitzahlen’, 'Orte’, 'Postfach’, 'Ortsteile’, 'Straßen’ und deren Beziehungen zueinander.
den Differenztabellen ADRDIFINFO, ADRDIF_PC, ADRDIF_CT, ADRDIF_PO, ADRDIF_CP und ADRDIF_ST für den Quartalsabgleich.
Alle diese Tabellen können entweder manuell über die Transaktionen SR10, SR11, SR12, SR20, SR21, SR22, SR30, SR31 und SR32 oder über Massen-Updates mit Hilfe des Reports RSADRLSM02. Die Einträge in den Differenztabellen werden immer automatisch geschrieben.
Ungeachtet dessen, wie die Tabellen gefüllt werden, kann ihr gesamter Inhalt mit Hilfe des SAP Solution Manager initial verteilt werden. Im Quellsystem werden keine Transportaufträge angelegt. Stattdessen wird der gesamte Inhalt dieser Tabellen mit Hilfe von definierten Synchronisationsobjekten über den Solution Manager in die angeschlossenen Zielsysteme verteilt.
Hinweis
Dies trifft nicht auf Filtereinstellungen zu, die Sie erfasst haben. Weitere Informationen zu Filterbedingungen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Der Solution Manager legt dann die erforderlichen Transportaufträge in den Zielsystemen an, so dass die Folgesysteme der Transportschiene mit Daten versorgt werden können.
Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Nach der Initialverteilung können Sie Customizing-Änderungen auch mit Hilfe einer automatischen Customizing-Verteilung im Quellsystem verteilen. Wenn Änderungen vorgenommen wurden, werden die entsprechenden Tabelleneinträge in einen Transportauftrag im Zielsystem geschrieben und mit Hilfe der automatischen Customizing-Verteilung des SAP Solution Manager in das Zielsystem übernommen. Diese Funktion wird nur für die Daten unterstützt, die über die Transaktionen SR10, SR11, SR12, SR20, SR21, SR22, SR30, SR31 und SR32 gepflegt wurden.
Falls Daten mit Hilfe des Reports RSADRLSM02 gepflegt wurden, wird die Initialverteilung vom Transportanschluss der Regionalstruktur genutzt, um neue und geänderte Daten zu verteilen.
Weitere Informationen über die automatische Customizing-Verteilung finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Hinweis
Beachten Sie, dass sowohl für die Initialverteilung als auch für die automatische Customizing-Verteilung nur die oben unter 'Funktionsumfang’ erwähnten Customizing-Tabellen synchronisiert werden. Dies gilt nicht für die abhängige Tabelle ADRC, da es sich dabei nicht um eine Customizing-Tabelle, sondern eine Anwendungstabelle der Auslieferungsklasse 'A’ handelt. Sie muss daher für jedes System und jeden Mandanten über den Quartalsabgleich einzeln synchronisiert werden. Aus diesem Grund wird das Feld CAMUPDATED, dass angibt, ob der Quartalsabgleich für die laufende Nummer bereits durchgeführt wurde, in der Differenztabelle ADRDIFINFO in jedem Zielsystem initialisiert, auch wenn der Quartalsabgleich bereits im Quellsystem durchgeführt wurde.
Sie stellen das Customizing für die Regionalstruktur mit Hilfe des SAP Solution Manager ein:
Nehmen Sie die gewünschten Systemeinstellungen vor. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Legen Sie eine Synchronisationsgruppe für die Regionalstruktur an. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Laden Sie die Synchronisationsobjekte der Regionalstruktur in den SAP Solution Manager hoch. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Inkludieren Sie die vordefinierten Synchronisationsobjekte BC_BC_ADDR_REGSTRUC_PART_1 und BC_BC_ADDR_REGSTRUC_PART_2 in der Synchronisationsgruppe. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Sie können Filterbedingungen für die Synchronisationsgruppe festlegen, wie z.B. das Aktivieren oder Deaktivieren der Verteilung für bestimmte Länder. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .
Richten Sie die initiale oder automatische Customizing-Verteilung ein. Weitere Informationen finden Sie in der SAP-Bibliothek unter .