Logische Pfad- und Dateinamen definieren
Um festzulegen, unter welchem plattformspezifischen physischen Pfad und Dateinamen die bei der Archivierung mit einem Archivierungsobjekt erzeugten Archivdateien im Dateisystem abzulegen sind, definieren Sie einen logischen Pfad- und Dateinamen und ordnen diesen dem Archivierungsobjekt zu.
Hinweis
Das System verwendet standardmäßig den logischen Dateinamen ARCHIVE_DATA_FILE und den logischen Pfadnamen ARCHIVE_GLOBAL_PATH. Diese decken die meisten Anwendungsfälle ab und müssen daher nur geändert werden, wenn sie spezifischen Belangen angepasst werden sollen.
Falls Sie beabsichtigen, die Archivdateien über die Content Management Infrastructure (beinhaltet auch die ArchiveLink/CMS-Schnittstelle) an ein Ablagesystem zu übergeben, müssen Sie sicherstellen, dass dieses Ablagesystem Zugriff auf die Archivdateien hat.
Bei HSM-Systemen muss gewährleistet sein, dass die Archivdateien in das Dateisystem des HSM-Systems geschrieben werden können.
Rufen Sie die Transaktion FILE
auf.
Alternativ kommen Sie aus dem Einstiegsbild der Archivadministration (Transaktion SARA
) über in diese Transaktion.
Markieren Sie einen bereits vorhandenen Pfadnamen, z.B. ARCHIVE_GLOBAL_PATH, oder wählen Sie Neue Einträge
, um einen neuen Pfadnamen einzugeben. Dieser sollte möglichst sprechend sein.
Doppelklicken Sie in der Dialogstruktur Definition von logischen Dateipfaden
auf die Unterstruktur Zuordnung physischer Pfad logische Pfade.
Wählen Sie per Doppelklick eine Syntaxgruppe aus bzw. legen Sie eine neue Syntaxgruppe an.
Ordnen Sie dem logischen Pfadnamen einen physischen Pfadnamen zu.
Achtung
Bei der Zuordnung der Pfadnamen muss am Ende des physischen Pfadnamens immer das Symbol <FILENAME> stehen. Dieses Symbol wird zur Laufzeit durch den physischen Dateinamen (ohne Pfadnamen) ersetzt. Es dürfen keine Bestandteile des physischen Dateinamens im Pfadnamen definiert sein.
Empfehlung
Wenn Sie Ihre Archivdateien ablegen wollen, sollten Sie den Platzhalter <F=ARCHIVELINK> im logischen Pfad angeben. Mit <F=ARCHIVELINK><FILENAME> werden die Dateien sofort im Basispfad des dem Archivierungsobjekt zugeordneten Content-Repository erzeugt und beim Ablegen entfällt ein interner Kopiervorgang.
Empfehlung
Sie haben für Archivdateien im globalen Verzeichnis das Unterverzeichnis "data_archiving" angelegt. Dann geben Sie als physischen Pfadnamen an:
· <P=DIR_GLOBAL>/data_archiving/<FILENAME> (Syntaxgruppe UNIX)
· <P=DIR_GLOBAL>\data_archiving\<FILENAME> (Syntaxgruppe WINDOWS NT)
In einer heterogenen Systemlandschaft (z.B. UNIX- und Windows NT-Server) müssen alle systemspezifischen Syntaxgruppen gepflegt werden. Stellen Sie sicher, dass die Definitionen zu den verschiedenen Syntaxgruppen auf dasselbe Verzeichnis zeigen.
Sichern Sie Ihre Eingabe.
Hinweis
Logische Dateinamen können mandantenabhängig (Transaktion SF01
) oder -unabhängig (Transaktion FILE
) definiert werden. Eine mandantenabhängige Definition übersteuert stets eine mandantenunabhängige Definition. Stellen Sie daher in jedem Mandanten sicher, dass eventuell vorhandene, aber nicht gewünschte mandantenabhängige Definitionen gelöscht werden.
Im Folgenden wird die Vorgehensweise für die mandantenunabhängige Definition mit Hilfe der Transaktion FILE
beschrieben. Die mandantenabhängige Definition erfolgt analog über die Transaktion SF01
.
Rufen Sie die Transaktion FILE
für mandantenunabhängige Dateinamen auf.
Alternativ kommen Sie aus dem Einstiegsbild der Archivadministration über in diese Transaktion.
Zu der mandantenabhängigen Definition gelangen Sie auch aus dem Einstiegsbild der Archivadministration über
Markieren Sie einen bereits vorhandenen Dateinamen, z.B. ARCHIVE_DATA_FILE, oder wählen Sie Neue Einträge
, um einen neuen Dateinamen einzugeben. Dieser sollte möglichst sprechend sein.
Doppelklicken Sie auf die Dialogstruktur Definition von logischen Dateinamen mandantenunabhängig.
Sie gelangen auf das Bild Sicht "Definition logische Dateinamen mandantenunabhängig" ändern: Übersicht.
Pflegen Sie die Felder phys. Datei
und log. Pfad
.
Im Feld phys. Datei
tragen Sie den gewünschten physischen Dateinamen ein.
Von besonderem Interesse sind hier folgende Parameter:
PARAM_1: Zweistelliges Applikationskürzel (z.B. HR; CO, MM) zur Klassifizierung der Archivdateien im System. Der Wert wird zur Laufzeit der Definition des betreffenden Archivierungsobjekts entnommen.
PARAM_2: Einstelliges alphanumerisches Zeichen (0-9, A-Z). Dieser Wert wird vom ADK beim Anlegen einer neuen Archivdatei hochgezählt, wenn eine bereits existierende Datei mit identischem physischen Namen einen Konflikt verursachen würde. Er muss daher immer Bestandteil des physischen Namens sein.
PARAM_3: Dieser Parameter wird zur Laufzeit mit dem Namen des Archivierungsobjekts belegt. In der Archivverwaltung ermöglicht dies Rückschlüsse auf den Dateiinhalt bzw. eine nach Archivierungsobjekten geordnete Ablage der Archivdateien.
Empfehlung
Damit ein möglichst großer Namensraum für die Archivdateien vorhanden ist, wird in diesem Feld folgender Eintrag empfohlen:
<PARAM_1>_<DATE>_<TIME>_<PARAM_2>.ARCHIVE
Im Feld log. Pfad
ordnen Sie den vorher definierten logischen Pfadnamen dem vorliegenden logischen Dateinamen zu. Einen logischen Pfadnamen können Sie mehreren logischen Dateinamen zuweisen.
Sichern Sie Ihre Eingabe.
Nach der Definition des logischen Pfad- und Dateinamens muss noch dem Archivierungsobjekt der logische Dateiname zugeordnet werden. Gehen Sie wie folgt vor:
Geben Sie im Einstiegsbild der Archivadministration den Namen des Archivierungsobjekts ein und wählen Sie Customizing.
Wählen Sie unter dem archivierungsobjektspezifischen Customizing die Option Technische Einstellungen.
Tragen Sie im Feld Log. Dateiname
den gewünschten logischen Dateinamen ein.
Sichern Sie.