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Dokumentation zur VorgehensweiseAlle SAP-Komponenten zurückladen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Diese Vorgehensweise beschreibt, wie Sie die Komponenten eines SAP-Systems zurückladen. Sie berücksichtigt Komponenten der Installationen des SAP NetWeaver AS ABAP und Java. Wenn Sie eine Installation verwenden, die nur auf ABAP oder auf Java basiert, sind nicht alle erwähnten Bibliotheken in Ihrer Sicherung enthalten. ABAP-Komponenten verwenden die Bibliotheken R3<SID>DATA und R3<SID>JRN, Java-Komponenten verwenden die Bibliotheken SAP<SID>DB und SAP<SID>JRN. Weitere Informationen zu den verwendeten Befehlen und deren Parameter finden Sie in der IBM-Informationszentrale unter http://publib.boulder.ibm.com/iseries.

Achtung Achtung

Die Reihenfolge des Zurückladens ist wichtig. Stellen Sie sicher, dass die Journalempfängerbibliotheken R3<SID>JRN und SAP<SID>JRN vor den Datenbankbibliotheken zurückgeladen werden. Wenn die Datenbankbibliotheken zuerst zurückgeladen werden, befinden sich neue Journalempfänger in den Datenbankbibliotheken und nicht in den Journalempfängerbibliotheken.

Ende der Warnung.

Voraussetzungen

  • Die SAP-Benutzerprofile (<SID>OWNER, R3GROUP und SAP<SID>DB) sind im System vorhanden.

  • SAP-Programmdateien, wie z.B. die Kernel-Bibliothek und die Betriebssystembibliotheken für Java wurden zurückgeladen oder von einer Kernel-DVD installiert.

  • Wenn die Sicherung der Datenbankbibliothek mit der Option *NOCMTBDY des Parameters SAVACTWAIT durchgeführt wurde, sind genug Journalempfänger für die Wiederherstellung aller offenen Transaktionen verfügbar oder werden zur gleichen Zeit zurückgeladen.

  • Wenn Sie Daten in ein vorhandenes SAP-System zurückladen, müssen alle lokalen und entfernten Instanzen dieses Systems beendet sein.

  • Wenn Sie Daten in eine vorhandene SAP-Datenbankbibliothek zurückladen, müssen Sie zuerst den Inhalt der alten Datenbankbibliothek löschen.

    Vorteile

    Nachteile

    Es treten keine Fehler auf, die auf doppelte Objektnamen aufgrund der asynchronen Verarbeitung der Systemkataloge zurückzuführen sind.

    Das Löschen der Objekte aus den Bibliotheken benötigt Zeit.

    Sie müssen sich nicht mit eventuell beschädigten SAP-Systemobjekten in den Bibliotheken befassen.

    Das Zurückladen dauert länger, wenn Objekte aus den Bibliotheken gelöscht wurden, weil die Zugriffspfade neu aufgebaut werden müssen.

Vorgehensweise

  1. Laden Sie Ihre Sicherungsmedien mit der letzten Sicherung Ihrer SAP-Systemdaten.

  2. Wenn die Journalempfänger und deren Bibliotheken (R3<SID>JRN oder SAP<SID>JRN) nicht zurückgeladen werden müssen, z.B. weil sie in einem Benutzer-ASP abgelegt wurden, fahren Sie mit Schritt 4 fort.

  3. Um die Journalempfängerbibliotheken R3<SID>JRN und SAP<SID>JRN (wenn verfügbar) zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RSTLIB SAVLIB(<Bibliothek>) DEV(<Sicherungseinheit>) OPTION(*NEW) RSTASP(*SAVASP)

  4. Um die Datenbankbibliotheken R3<SID>DATA und SAP<SID>DB (wenn verfügbar) zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RSTLIB SAVLIB(<Bibliothek>) DEV(<Sicherungseinheit>) OPTION(*ALL) RSTASP(*SAVASP)

  5. Prüfen Sie die Fertigmeldung der RSTLIB-Befehle. Um die Meldungen vor der Fertigmeldung anzuzeigen, geben Sie den Befehl DSPJOBLOG ein. Wenn während des Zurückladens Fehler aufgetreten sind und Objekte nicht zurückgeladen wurden, beheben Sie diese Fehler, bevor Sie mit den nächsten Schritten fortfahren.

  6. Um Objekte in Verzeichnissen für das SAP-System zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RST DEV(<Sicherungseinheit>) OBJ(('/usr/sap/<SID>/*') ('/sapmnt/<SID>/*'))

    Hinweis Hinweis

    Der Parameter Einheit muss wie folgt angegeben werden: '/QSYS.LIB/<Name der Einheit>.DEVD'

    Ende des Hinweises
  7. Wenn Sie das allgemeine Transportverzeichnis zurückladen müssen, das oft von mehreren SAP-Systemen gemeinsam verwendet wird, laden Sie die zugehörigen Verzeichnisse mit folgendem Befehl zurück:

    RST DEV(<Sicherungseinheit>) OBJ(('/usr/sap/<SID>/*') ('/sapmnt/<SID>/*'))

    Hinweis Hinweis

    Der Parameter Einheit muss wie folgt angegeben werden: '/QSYS.LIB/<Name der Einheit>.DEVD'

    Ende des Hinweises
  8. Wenn Ihre SAP-Daten in einem unabhängigen ASP abgelegt sind, wie im SAP-Hinweis 568820 beschrieben, laden Sie die Verzeichnisse, die in dem unabhängigen ASP abgelegt sind, mit folgendem Befehl zurück:

    RST DEV(<Sicherungseinheit>) OBJ(('/<ASP-Einheit>/usr/sap/<SID>/*') ('/<ASP-Einheit>/sapmnt/<SID>/*') ('/<ASP-Einheit>/sapmnt/trans/*'))

  9. Um Datenbankänderungen anhand der Einträgen in den Journalempfängern zurückzuladen, siehe Änderungen am SAP-System seit der letzten Sicherung wiederherstellen.

    Hinweis Hinweis

    Dieser Schritt ist obligatorisch, wenn die Sicherung mit der Option *NOCMTBDY des Parameters SAVACTWAIT durchgeführt wurde.

    Ende des Hinweises