Grundlagen zur RFC-Verbindung zwischen TREX- und SAP-Systemen 
Wenn ein TREX-System an ein SAP-System angeschlossen ist, kommunizieren beide über eine RFC-Verbindung miteinander.
An einer RFC-Verbindung sind mehrere Kommunikationspartner beteiligt. Das SAP-System sendet seine Requests zunächst an ein SAP-Gateway. Das SAP-Gateway leitet die Requests an einen TREX-RFC-Server weiter. Der TREX-RFC-Server leitet die Requests TREX-intern weiter. Die folgende Grafik stellt dies dar:

Es gibt verschiedene Arten von RFC-Verbindungen. Für den Anschluss eines TREX-Systems wird die Aktivierungsart 'Registrierung' unterstützt. Bei dieser Aktivierungsart registrieren sich ein oder mehrere TREX-RFC-Server am SAP-Gateway und unterhalten eine ständige Verbindung dorthin.
Bezüglich des SAP-Gateways gibt es zwei Varianten:
Die Kommunikation erfolgt über die lokalen SAP-Gateways der Anwendungsserver.
Die Kommunikation erfolgt über ein zentrales SAP-Gateway.
Bei dieser Variante sendet jeder Anwendungsserver die Requests an sein lokales SAP-Gateway. Auf TREX-Seite sind TREX-RFC-Server an jedem lokalen SAP-Gateway registriert. Die TREX-Konfiguration hängt von der Struktur des SAP-Systems ab. Bei der Konfiguration ist zudem zwischen dem TREX-RFC-Server im Single- und Multit-Tread-Modus zu unterscheiden:
Beim TREX-RFC-Server im Single-Thread-Modus laufen auf jedem TREX-Rechner mindestens so viele RFC-Server (Instanzen/Prozesse), wie es Anwendungsserver gibt. Jede RFC-Server-Instanz konnektiert sich über ein SAP Gateway, das lokal auf jedem Anwendungsserver läuft. Die folgende Grafik stellt dies dar:

Beim TREX-RFC-Server im Multi-Thread-Modus läuft auf jedem TREX-Rechner genau nur ein RFC-Server (eine Instanz/ein Prozess) und innerhalb dieses einen RFC-Servers werden mindestens soviele Threads gestartet, wie es Anwendungsserver gibt. Die folgende Grafik stellt dies dar:

Hinweis
Für den TREX-RFC-Server wird der Multi-Thread-Modus empfohlen. Eine einzelne RFC-Server-Instanz, die im Multi-Thread-Modus mehrere Threads startet, verbraucht weniger Speicher, als viele RFC-Server-Instanzen im Single-Thread-Modus. (Einzelheiten zur Konfiguration finden Sie unter Anzahl RFC-Server-Instanzen oder -Threads ändern. Bei einer initialen TREX-Installation ist der TREX-RFC-Server standardmäßig für den Multi-Thread-Modus konfiguriert, so dass Sie keine Änderungen vornehmen müssen.
Die TREX-Konfiguration hängt von der Struktur des SAP-Systems ab. Auf jedem TREX-Rechner laufen mindestens so viele TREX-RFC-Server, wie es Anwendungsserver gibt. Wenn im SAP-System Anwendungsserver hinzukommen oder wegfallen, muss die TREX-Konfiguration geändert werden.
Bei einem verteilten TREX-System ist jeder TREX-Rechner mit jedem Anwendungsserver des SAP-Systems verbunden. Die folgende Grafik stellt dies dar:

Die Verwendung der lokalen SAP-Gateways hat folgende Vorteile:
Die lokalen SAP-Gateways verarbeiten die Requests schneller als ein zentrales SAP-Gateway.
Das SAP-Gateway ist kein "Single Point of Failure". Fällt ein Anwendungsserver mit seinem lokalen SAP-Gateway aus, werden die Requests auf die übrigen Anwendungsserver verteilt und gelangen nach wie vor zum TREX-System.
Bei dieser Variante erfolgt die Kommunikation über ein einziges SAP-Gateway. Das SAP-Gateway kann auf einem beliebigen Rechner laufen. Das SAP-System sendet alle Requests an das zentrale SAP-Gateway. Auf TREX-Seite ist in der Standardkonfiguration ein TREX-RFC-Server an diesem SAP-Gateway registriert. Die folgende Grafik stellt dies dar:

Die TREX-Konfiguration hängt nicht von der Struktur des SAP-Systems ab. Wenn im SAP-System Anwendungsserver hinzukommen oder wegfallen, hat dies keine Auswirkungen auf die TREX-Konfiguration.
Die Variante hat den Nachteil, dass das zentrale SAP-Gateway ein "Single Point of Failure" ist. Wenn es ausfällt, fällt die Verbindung zwischen SAP-System und TREX-System aus.