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Hintergrunddokumentation Abbildungen auf Sperrobjekttypen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Anlegen von Sperrobjekttypen (Tabelle CSL_EOTY)

Die Abbildungen von Standard-Sperrobjekten auf einen Sperrobjekttyp müssen Entwickler zur Entwicklungszeit im Customizing hinterlegen. Dazu tragen sie die Sperrobjekttypen in der Customizing-Tabelle CSL_EOTY ein (für Kunden ist der Namensraum Z* reserviert). Die Einträge werden mit ausgeliefert und dienen unter anderem als Selektionskriterium im Monitor.

Achtung

Die Einträge in der CSL_EOTY müssen zur Entwicklungszeit festgelegt werden - nach Inbetriebnahme eines Systemverbundes, das heißt wenn Token vorhanden sind, sind sie nicht mehr problemlos zu ändern.

Beispiel

Folgende Sperrobjekttypen sind zum SAP Web AS 6.10 im System vorhanden:

Sperrobjekttyp

Bedeutung

SALES_DOCUMENT

Auftrag

PURCHASING_DOCUMENT

Bestellung

DELIVERY

Lieferung

 

Anlegen von Abbildungsvorschriften (Tabelle CSL_EOME)

Die Abbildungsvorschriften werden in der Datenbanktabelle CSL_EOME eingetragen:

Hinweis

Abbildungsvorschriften werden auch als Mappings bezeichnet.

Felder der Customizing-Tabelle CSL_EOME

Feld

Bedeutung

Beispiel

EOMPKY

Name des Mappings. Der Name sollte mit dem Komponentennamen übereinstimmen, für den das Mapping gilt. Nach einem Transport oder dem Replizieren der Tabelle in andere Systeme kann die CSL dann über die im System vorhandenen Komponenten das richtige Mapping auswählen (siehe unten).

SAP_APPL

EOTYKY

Sperrobjekttyp aus Tabelle CSL_EOTY

SALES_DOCUMENT

EODDKY

Name des Standard-Sperrobjekts aus dem ABAP Dictionary

EVVBAKE

Beispiel (Fortsetzung)

Betrachten Sie folgende Standard-Sperrobjekte, die Teil der Auslieferung des SAP Web AS 6.10 sind:

Standard-Sperrobjekt (ABAP Dictionary)

Bedeutung

EVVBAKE

Verkaufsbeleg exklusiv (Auftrag)

EMEKKOE

Einkaufsbeleg exklusiv (Bestellung)

EVVBLKE

Lieferung exklusiv

Diese Standard-Sperrobjekte werden auf folgende Sperrobjekttypen über die Tabelle CSL_EOME abgebildet:

EOMPKY (Mapping)

EOTKY (Sperrobjekttyp)

EODDKY (Standard-Sperrobjekt)

SAP_APPL

DELIVERY

EVVBLKE

SAP_APPL

PURCHASING_DOCUMENT

EMEKKOE

SAP_APPL

SALES_DOCUMENT

EVVBAKE

SAP_DEFAULT

DELIVERY

EVVBLKE

SAP_DEFAULT

PURCHASING_DOCUMENT

EMEKKOE

SAP_DEFAULT

SALES_DOCUMENT

EVVBAKE

 

Es gibt also zwei Abbildungsvorschriften für die Sperrobjekttypen: SAP_APPL und SAP_DEFAULT.

Auswahl der Abbildungsvorschrift

Bei mehreren abgelegten Abbildungsvorschriften muß die CSL eines zur Laufzeit auswählen. Es gibt zwei Konfigurationsmöglichkeiten im Customizing, um die Auswahl zu bestimmen:

Hinweis

Die Komponentennamen sind von SAP festgelegt. Die beteiligten Entwicklungsgruppen eines komponentenübergreifenden Szenarios sollten sich auf die Komponenten und Suchordnungen einigen, damit die CSL in jedem System das richtige Mapping auswählt.

Abhängig von diesen Tabellen-Einträgen wählt die CSL ein Mapping aus:

  1. In Aufrufen von Funktionsbausteinen der CSL steckt im Schlüssel des Token immer der Name eines Standard-Sperrobjektes. Die CSL holt sich alle definierten Mappings zu diesem Objekt aus der Customizing Tabelle CSL_EOME.
  2. Dann prüft die CSL über die Tabelle CSL_MEOM, ob ein Mapping explizit dem im Aufruf übergebenem Token-Manager zugewiesen wurde. Wenn ja, wird dieses Mapping genommen.
  3. Wenn auf diese Weise kein Mapping bestimmt werden konnte, geht die CSL die Einträge in der Tabelle CSL_EOMP (Komponenten und Suchreihenfolge) in der Suchreihenfolge 1 bis n durch. Das erste Mapping, das auf Grund der Namensgleichheit auch in der Tabelle der Software-Komponenten CVERS zu finden ist, wird ausgewählt.
  4. Kann die CSL auf diese Weise keine Abbildungsvorschrift bestimmen, ist das Mapping SAP_DEFAULT aktiv. Für dieses Mapping ist als Suchordnung 0 eingestellt damit die CSL erkennt, daß es sich nicht um eine Komponente handelt. Es wird daher nicht geprüft, ob SAP_DEFAULT in der CVERS eingetragen ist.

 

 

 

 

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