Daten zwischen Partnern
austauschen
Planungsmappendaten können direkt zwischen zwei APO-Systemen ausgetauscht werden. In diesem Schritt übertragen Sie Planungsdaten, die in einer Planungsmappe des einen APO-Systems gespeichert sind, in ein anderes System. Diese Art des Datentransfers können Sie in folgenden kooperationsbasierten („collaborative“) Szenarios verwenden:
● CPFR - konsensbasierte Prognose zwischen Herstellern und Kunden
● Austausch von Bestandsdaten zwischen Hersteller und Lieferant
● Austausch von Bestandsdaten zwischen Hersteller und Lieferant
Die folgenden Funktionen können Sie zum Austausch von periodenbasierten Kennzahlen entweder zwischen zwei APO-Systemen oder zwischen einem APO- und einem Drittsystem verwenden:
● Versenden von Daten (Push-Aktivität)
Mit der Funktion Zeitreihen versenden können Sie die Planungsdaten einer Planungsmappe aus Ihrem System an ein anderes System übertragen.

● Anfordern von Daten (Pull-Aktivität)


Weitere Information finden Sie in der Dokumentation der entsprechenden BAPIs zum Business-Objekt PlanningBookAPS (BUS10030):
■ PlanningBookAPS.GetDetail
■ PlanningBookAPS.ChangeKeyfigureValue
■ PlanningBookAPS.ReceiveDetail
■ PlanningBookAPS.RequestDetail
· Die Zeitraster der zu versendenden Daten muss mit den Zeitrastern der Zielplanungsmappe übereinstimmen.
· Im logischen System können Kennzahlwerte nur für Kennzahlen geändert werden, die in InfoCubes oder in Zeitreihen im liveCache gespeichert sind. Mit Ausnahme von zwei Kennzahlen (Planaufträge und Bestellanforderungen) können Kennzahlen, die im Auftrags-liveCache gespeichert sind, nicht geändert werden.
· Die Merkmalswertekombinationen, mit denen Sie planen möchten, müssen in beiden Systemen vorhanden sein.
...
1. Wählen Sie hierzu Supply Chain Collaboration → Kooperierende Absatz- und Beschaffungsplanung → Zeitreihenbasierte kooperierende Planung → Zeitreihen versenden oder Zeitreihen einlesen.
2. Pflegen Sie die Parameter, wie in der Tabelle unten beschrieben. Der Unterschied zwischen den beiden Transaktionen ist die Richtung des Datenaustauschs.
Parameterpflege für die Datenquelle
In dieses Feld ... |
Geben Sie ein... |
Planungsmappe |
Geben Sie die Quelle der zu lesenden Daten ein. |
Selektion |
Definieren Sie die Selektion, die die zu lesenden Daten ermittelt. Weitere Informationen finden Sie unter Kooperierende Absatz- und Beschaffungsplanung. |
Partner |
Geben Sie die Partner-ID für das Datenquellsystem ein. Weitere Informationen zu den Kooperationspartnern finden Sie unter Pflege der Kooperationspartnereinstellungen. Weitere Informationen über die Parameterdefinition finden Sie unten. |
Kennzahlen |
Definieren Sie die Kennzahlen für den Transfer. |
Anzahl Wochen |
Anzahl Wochen, in denen die Daten ausgetauscht werden sollen |
Anzahl Tage |
Anzahl Tage, in denen die Daten ausgetauscht werden sollen |
Ausgleichshorizont |
Wählen Sie Offset, wenn der Zeithorizont für den Datenaustausch nicht heute beginnen soll. Kann in Tagen oder Wochen definiert werden. |
Parameterpflege für das Datenziel
In dieses Feld ... |
Geben Sie ein... |
Planungsmappe |
Geben Sie die Planungsmappe ein, in der die Daten gespeichert werden sollen. |
Selektion
|
Definieren Sie, welche Daten durch die Quelldaten überschrieben werden sollen. Im Zielsystem wird diese Selektion für das Lesen von Planungsmappendaten verwendet. Die Daten werden dann von den übertragenen Daten überschrieben, und das Ergebnis wird in der Zielplanungsmappe gespeichert. |
Partner |
Geben Sie die Partner-ID für das Datenzielsystem ein. Weitere Informationen zu den Kooperationspartnern finden Sie unter Pflege der Kooperationspartnereinstellungen. Weitere Informationen über die Parameterdefinition finden Sie unten. |
Merkmale zur Datenaggregation (Gruppieren nach)
In dieses Feld ... |
Geben Sie ein... |
Merkmale |
In diesem Feld können Sie die Merkmale zur Datenaggregation definieren. Die Wahl der Merkmale bestimmt die Ebene des Datenaustauschs. Die Kennzahlwerte, die Sie in der Datenquelle definiert haben, werden entsprechend den unterschiedlichen Merkmalskombinationen, die Sie hier ausgewählt haben, aggregiert und in das Zielsystem übertragen. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit die Prognosewerte für eine Lokation, die nach Produkten gruppiert ist, zu übertragen. Dies bedeutet, dass Sie die Prognose für jedes einzelne Produkt in dieser Lokation erhalten.
Wenn Sie hier keinen Eintrag gepflegt haben, dann werden die Daten vollständig aggregiert und als ein Wert pro Periode und Kennzahl übertragen. In Abhängigkeit von den Disaggregationseinstellungen in beiden Systemen kann dies dazu führen, dass die Werte auf der Detailebene in beiden Systemen unterschiedlich sind. |
Kennzahlzuordnung (optional)
In dieses Feld ... |
Geben Sie ein... |
Kennzahlen von Datenquelle und Datenziel |
Werte, wenn die Daten im Zielsystem in einer anderen Kennzahl gespeichert werden sollen als im Quellsystem. Dies kann verwendet werden, um den geplanten Verteilungsbedarf aus einem System zu lesen und ihn als Prognose in einem anderen System zu speichern. |
Merkmalszuordnung (optional)
In dieses Feld ... |
Geben Sie ein... |
Merkmale von Datenquelle und Datenziel |
Werte, wenn die Daten im Zielsystem in einem anderen Merkmal gespeichert werden sollen als im Quellsystem. Die gleichen Merkmalswertekombinationen sollten in beiden Systemen vorhanden sein. Eine Informationsmeldung ist im Anwendungsprotokoll für jede Merkmalskombination gespeichert, die nicht im Zielsystem vorhanden ist. Dies bedeutet, dass selbst dann, wenn Sie den Namen des Merkmals ändern, sein Wert in beiden Systemen derselbe bleiben muss. |
Die folgenden Tabellen stellen die nötigen Kooperationspartnereinstellungen für Push- und Pull_Szenarios mit und ohne SAP-Connector dar.
Das APO-System A überträgt die Planungsdaten an den Connector A. Dieser übergibt die Daten an den Connector B. Anschließend überträgt dieser wiederum die Planungsdaten an das APO-System B.
● Definieren Sie im APO-System A eine RFC-Destination und ein entsprechendes logisches System für den Connector A.
● Pflegen Sie im Feld Empfänger für Routing-Regel die ID des empfangenden Connectors B, damit der angeschlossene Connector A eine entsprechende Verbindung aufbauen kann.

Der Connector B muss im Connector A bekannt sein.
Einstellungen für Push-Szenario mit Connector
Einstellungen im APO-System A |
Definition |
Partner APO_A |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Partner APO_B |
... 1. Definieren Sie einen Kooperationspartner. 2. Definieren Sie die folgenden Kommunikationseinstellungen: § Wählen Sie das Kooperationsszenario Absatz- und Beschaffungsplanung. § Aktivieren Sie den Datentransfer. § Wählen Sie die Kommunikationsart Verwendung des Business Connectors. § Geben Sie das logische System für Connector A ein. § Geben Sie den Routing-Empfänger von Connector B an, der innerhalb von Connector A für das Routing der RFC-Verbindung verwendet werden soll. |
Einstellungen im APO-System B |
Definition |
Partner APO_A |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Partner APO_B |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Das APO-System A überträgt die Planungsdaten an das APO-System B.

Dieses Szenario ist nur innerhalb der Firewall möglich.
Einstellungen für Push-Szenario ohne Connector
Einstellungen im APO-System A |
Definition |
Partner APO_A |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Partner APO_B |
... 1. Definieren Sie einen Kooperationspartner. 2. Definieren Sie die folgenden Kommunikationseinstellungen: § Wählen Sie das Kooperationsszenario Absatz- und Beschaffungsplanung. § Aktivieren Sie den Datentransfer. § Wählen Sie die Kommunikationsart Verwendung von RFC (synchron) oder Verwendung von tRFC (asynchron). § Geben Sie das logische System für APO-System B ein. |
Einstellungen im APO-System B |
Definition |
Partner APO_A |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Partner APO_B |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Das APO-System A sendet über den Connector A und den Connector B eine Anforderung bzgl. Planungsdaten an das APO-System B. Das APO-System B gibt die gewünschten Daten über den Connector B und den Connector A an das APO-System A zurück.
· Beide Kooperationspartner müssen in ihrem APO-System eine RFC-Destination und ein entsprechendes logisches System für Ihren Connector definieren. Das heißt, dass im APO-System A das logische System des Connectors A und im APO-System B das logische System für Connector B gepflegt sein muss.
· Beide Kooperationspartner müssen im Feld Empfänger für Routing-Regel die ID des empfangenden Connectors pflegen, damit der angeschlossene Connector eine entsprechende Verbindung aufbauen kann. Das heißt, dass im APO-System A die ID des Connectors B und im APO-System B die ID des Connectors A gepflegt sein muss.
· Beide Partner müssen die Routing-Information für den jeweiligen Connector definieren.
Einstellungen für Pull-Szenario mit Connector
Einstellungen im APO-System A |
Definition |
Partner APO_A |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Partner APO_B |
... 1. Definieren Sie einen Kooperationspartner. 2. Definieren Sie die folgenden Kommunikationseinstellungen: § Wählen Sie das Kooperationsszenario Absatz- und Beschaffungsplanung. § Aktivieren Sie den Datentransfer. § Wählen Sie die Kommunikationsart Verwendung des Business Connectors. § Geben Sie das logische System für Connector A ein. § Geben Sie den Routing-Empfänger von Connector B an, der innerhalb von Connector A für das Routing der RFC-Verbindung verwendet werden soll. |
Einstellungen im APO-System B |
Definition |
Partner APO_A |
... 1. Definieren Sie einen Kooperationspartner. 2. Definieren Sie die folgenden Kommunikationseinstellungen: § Wählen Sie das Kooperationsszenario Absatz- und Beschaffungsplanung. § Aktivieren Sie den Datentransfer. § Wählen Sie die Kommunikationsart Verwendung des Business Connectors. § Geben Sie das logische System für Connector B ein. § Geben Sie den Routing-Empfänger von Connector A an, der innerhalb von Connector B für das Routing der RFC-Verbindung verwendet werden soll.
|
Partner APO_B |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Das APO-System A fordert die Planungsdaten vom APO-System B an. Das APO-System B überträgt die Planungsdaten an das APO-System A.

Dieses Szenario ist nur innerhalb der Firewall möglich.
Einstellungen für Pull-Szenario ohne Connector
Einstellungen im APO-System A |
Definition |
Partner APO_A |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |
Partner APO_B |
... 1. Definieren Sie einen Kooperationspartner. 2. Definieren Sie die folgenden Kommunikationseinstellungen: § Wählen Sie das Kooperationsszenario Absatz- und Beschaffungsplanung. § Aktivieren Sie den Datentransfer. § Wählen Sie die Kommunikationsart Verwendung von RFC (synchron) oder Verwendung von tRFC (asynchron). § Geben Sie das logische System für APO-System B ein. |
Einstellungen im APO-System B |
Definition |
Partner APO_A |
... 1. Definieren Sie einen Kooperationspartner. 2. Definieren Sie die folgenden Kommunikationseinstellungen: § Wählen Sie das Kooperationsszenario Absatz- und Beschaffungsplanung. § Aktivieren Sie den Datentransfer. § Wählen Sie die Kommunikationsart Verwendung von RFC (synchron) oder Verwendung von tRFC (asynchron). § Geben Sie das logische System für APO-System A ein. |
Partner APO_B |
Definieren Sie einen Kooperationspartner.
Für diesen Kooperationspartner sind keine Kommunikationseinstellungen erforderlich. |