Lokale Sperren für Customizing-Objekte
einfügen
Mittels lokaler Sperren haben Sie die Möglichkeit, Standard-Customizing-Objekte (Views, Viewcluster, Tabellen mit Texttabellen) in den Komponentensystemen gegen weitere Pflege zu sperren. Die zu sperrenden Customizing-Objekte legen Sie im Rahmen einer Synchronisationsgruppe fest und verteilen die Information an die zu sperrenden Systeme. Lokale Sperren haben den Vorteil, dass Sie unabhängig von der Verfügbarkeit des SAP Solution Manager einsetzbar sind.
Folgende Einsatzszenarien sind denkbar:
· Sie nutzen die Customizing-Verteilung und die Sperrfunktionalität gekoppelt. So können Sie ein- und dieselbe Synchronisationsgruppe sowohl für die Customizing-Verteilung verwenden als auch für das lokale Sperren der in der Synchronisationsgruppe enthaltenen Customizing-Objekte. Customizing gelangt in diesem Fall nur zentral über die Customizing-Verteilung in das Komponentensystem.
· Sie nutzen ausschließlich die lokalen Sperren – ohne den Einsatz der Customizing-Verteilung.

Für alle Szenarien können Sie das lokal nicht pflegbare Customizing für
Schlüsselfelder auch über Filter eingrenzen.
Weitere Informationen zur Interaktion der verschiedenen Sperrmechanismen der
Customizing-Verteilung finden Sie unter: Sperrlogik in der
Customizing-Verteilung
Für das Einrichten der lokalen Sperren haben Sie ausgeprägte Berechtigungen für den Systemadministrator als auch für den Customizer im SAP-Solution-Manager- und in den Komponentensystemen
Beachten Sie hierzu auch folgende Hinweise:
Hinweis Nr. |
Berechtigung im System |
Berechtigungen |
566922 |
Satellitensystem |
Für Customizing Scout und Systemlandschaft |
625773 |
SAP-Solution-Manager-System |
Rolle SAP_SOL_AC_COMP mindestens jedoch Teilrolle SAP_SCDT_ALL |

Beachten Sie, die Berechtigungen entsprechend den unternehmensinternen
Maßgaben auszuprägen.
...
1. Definieren Sie im Synchronisationsgruppen-Editor die Synchronisationsgruppe mit den Objekten, die gesperrt oder explizit freigegeben werden sollen. Wenn Sie die Synchronisationsgruppe ausschließlich für die Sperren nutzen, so können Sie in den Quell- und Ziel-Referenzsystemen jeweils dasselbe logische System für das zu sperrende Ziel eingeben.

Nur Standard-Customizing-Objekte können gesperrt werden.
2. Wählen Sie im Einstiegsbild der Customizing-Verteilung Springen → Customizing-Sperren einrichten.
3. Wählen Sie die Synchronisationsgruppe.
4.
Wählen Sie die Ziele für die Sperren
aus.
Die in der Synchronisationsgruppe vorhandenen Standard-Customizing-Objekte
werden im Zielsystem gegen Änderungen gesperrt. Wenn Sie die
Customizing-Objekte mit Filtern belegen, so werden nur die gefilterten
Einträge gesperrt (Verhalten analog zur Customizing-Verteilung).
5. Sichern Sie Ihre Eingaben.

Wenn Sie nach dem Aktivieren eine Sperre die betreffende Synchronisationsgruppe ändern (z.B. durch das Hinzufügen eines neuen Objektes oder das Einfügen eines Filters), so wird die Sperre automatisch aktualisiert.
Aktiv gesperrte Objekte können Sie jederzeit einsehen, indem Sie den Sperreintrag markieren und im Menü Springen → Im Zielsystem aktive Sperren anzeigen wählen. Bei Sperren gemäß Filter können Sie per Doppelklick auf das entsprechende Feld den Filter einsehen. Per Doppelklick auf die IMG-Aktivität navigieren Sie in die IMG-Aktivität des Zielsystems, in dem das Customizing-Objekt eingebunden ist.
Nicht- oder nur teilweise sperrbare Objekte innerhalb einer Synchronisationsgruppe können Sie über Springen -> Synchronisationsgruppe anzeigen einsehen.