Programmierung im Implementierungsprogramm (BOR) 
Die Angaben zu den BOR-Objekttypkomponenten haben nur verbindlich beschreibenden Charakter. Attributzugriffe und Methodenaufrufe werden im Implementierungsprogramm des Objekttyps programmiert. Dieses Programm wird vom System zur Laufzeit aufgerufen und ausgeführt.
Während der Objekttypdefinition wählen Sie Programm, um in den ABAP Editor zu verzweigen. Dabei wechseln Sie gezielt zu den Zeilen im Implementierungsprogramm, die den entsprechenden Quelltext zur ausgewählten Methode oder zum ausgewählten Attribut enthalten.
Zur Unterstützung der Implementierung können Sie sich Teile des Quelltexts automatisch generieren lassen. Der Quelltext wird aufgrund Ihrer Angaben bei der Definition des Objekttyps und der Objekttypkomponenten generiert und in das Implementierungsprogramm eingefügt.
Hinweis
Damit diese automatische Programmgenerierung zufriedenstellend arbeitet, müssen Sie zunächst den neuen Objekttyp mit allen seinen Objekttypkomponenten vollständig definieren.
Nachdem Sie den automatischen Teil der Programmgenerierung beendet haben, müssen Sie das Programm noch auf seine Richtigkeit prüfen, da die automatische Programmgenerierung nur Schablonen liefern kann.
Änderungen an Objekttypkomponenten bewirken keine automatischen Änderungen im Programm, d.h. Sie müssen alle nachträglichen Änderungen an Attributen und Methoden manuell in das Implementierungsprogramm einarbeiten.
Nur bei den folgenden Operationen wird der Quelltext im Implementierungsprogramm automatisch angepasst:
Löschen von Methoden
Der zugehörige Quelltext wird gelöscht.
Löschen von virtuellen Attributen
Der zugehörige Quelltext wird gelöscht.
Umbenennen von Methoden
Die Methodenkennung im Quelltext wird angepasst.
Umbenennen von virtuellen Attributen
Die Attributkennung im Quelltext wird angepasst. Die Verwendung der Variablen OBJECT-<ATTRIBUT> hingegen muss manuell angepasst werden.
Im Implementierungsprogramm werden Makrobefehle zur Containerbearbeitung und zum Zugriff auf Objekte verwendet. Die Makrobefehle stehen zur Verfügung, wenn das Makro <OBJECT> mit dem Befehl INCLUDE in das Implementierungsprogramm eingebunden worden ist:
* Einbinden der Makrobefehle ************************************************************ INCLUDE <OBJECT>.
Bei der automatischen Programmgenerierung ist der obige Quelltext bereits vorhanden.
Die Makrobefehle zur Bearbeitung des Containers können Sie auch außerhalb des Implementierungsprogramms verwenden, und Sie können damit den Container des Implementierungsprogramms bearbeiten. Dieser hat immer den Namen CONTAINER und enthält folgende Containerelemente:
für alle Methoden jeweils die Methodenparameter und das Ergebnis
alle virtuellen Attribute
Die Namen der Containerelemente entsprechen den Namen der Parameter und Attribute. Das Ergebnis wird im Containerelement _RESULT abgelegt. Sie müssen zu folgenden Gelegenheiten mit diesen Makrobefehlen auf den Container zugreifen:
zum Lesen der Importparameter einer Methode
zum Schreiben der Exportparameter und des Ergebnisses einer synchronen Methode
zum Lesen und Schreiben der virtuellen Attribute
Die Makrobefehle zum Zugriff auf Objekte, Attribute und Methoden können Sie nur innerhalb des Implementierungsprogramms verwenden.