BAPI-Parameter filtern 
Die Parameterfilterung ermöglicht es, über Filterobjekte im ALE-Verteilungmodell den Umfang der zu replizierenden Datenmenge in der Schnittstelle eines BAPIs zu steuern. Die Parameterfilterung bezieht sich auf die Tabellenparameter eines BAPIs. Dabei werden die Zeilen der BAPI-Tabellenparameter herausgefiltert, die den definierten Verteilungsbedingungen nicht entsprechen. Die herausgefilterten Tabellenzeilen werden nicht repliziert.
Beispiel
Das logische System Q4VCLNT800 ist der BAPI-Server für das BAPI RetailMaterial.Clone. Zu diesem System sollen durch die Parameterfilterung nur die Werksdaten vom Werk 001 eines Materials repliziert werden.
Die Voraussetzung für diese Filterung ist, dass dem entsprechenden BAPI Ihrer SAP-Anwendungen ein Filterobjekttyp zugeordnet ist. Für manche BAPIs wurden durch SAP bereits Filterobjekttypen definiert und diesen zugeordnet. Sie können auch eigene Filterobjekttypen definieren und zuordnen.
Die zulässigen Filterobjektwerte müssen Sie im Verteilungsmodell definieren. Einzelheiten dazu erfahren Sie im Einführungsleitfaden (IMG) unter .
Die BAPI-Parameterfilterung ist vorerst nur für die Verteilung von Stammdaten über asynchron aufgerufene BAPIs relevant. Deshalb ist das notwendige ALE-Customizing für die Parameterfilterung nur für asynchron aufgerufene BAPIs mit einer ALE-IDoc Schnittstelle zulässig.
Eine Parameterfilterung für die Verteilung von Bewegungsdaten über asynchrone BAPIs ist zulässig, aber in den meisten Fällen nicht sinnvoll.
Die BAPI-Parameterfilterung für asynchrone BAPIs ist grundsätzlich optional. Sie müssen diese explizit über ein Ankreuzfeld aktivieren, wenn Sie die BAPI-IDoc-Schnittstelle generieren. Andernfalls wird kein Programmcode in der BAPI-IDoc-Schnittstelle generiert.
Falls eine BAPI-IDoc-Schnittstelle ohne Parameterfilterung generiert wurde, können Sie nachträglich keine Parameterfilterung im ALE-Customizing einstellen.
Die Parameterfilterung erfolgt dynamisch zur Laufzeit anhand der aktuellen Daten in den BAPI-Tabellenparametern und den Verteilungsbedingungen im ALE-Verteilungsmodell:
Lesen der definierten Parameter-Filterobjekte im Verteilungsmodell
Lesen der Schnittstellendefinition des BAPIs
Lesen der Tabellen-Feldwerte eines Tabelleneintrages für die zugehörigen Filterobjekte
Verteilungsbedingung mit den gelesenen Filterobjektwerten vergleichen und Wert des logischen Ausdrucks bestimmen
Tabelleneintrag löschen
Hierarchisch abhängige BAPI-Parameter untersuchen und ggf. abhängige Tabelleneinträge löschen
Für synchrone BAPIs: enstprechenden Funktionsbaustein aufrufen und gefilterte Parameter übergeben
Für asynchrone BAPIs: die generierte BAPI-ALE-Schnittstelle aufrufen und gefilterte Parameter übergeben
Die BAPI-Parameterfilterung kann zusätzlich eine hierarchische Abhängigkeit zwischen den BAPI-Tabellenparametern berücksichtigen (siehe Hierarchien zwischen BAPI-Parametern definieren). Solche hierarchischen Abhängigkeiten müssen Sie vor der Generierung der BAPI-ALE-Schnittstelle des BAPIs festlegen. Die festgelegte Hierarchie wird während der Generierung ausgewertet und in den Code der Schnittstelle eingebunden. Folglich macht jede nachträgliche Änderung der Hierarchie eine Nachgenerierung der BAPI-ALE-Schnittstelle erforderlich.
Nach der Freigabe des generierten IDoc-Typs kann die festgelegte Hierarchie des asynchron aufrufbaren BAPIs aus Kompatibilitätsgründen nicht mehr verändert werden.