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ObjektdokumentationSAP Speichertypen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Das Memory-Management-System weist einem Workprozess Speicher zu; hierbei werden die folgenden Typen unterschieden.

  • SAP-Rollbereich

  • SAP Erweiterungsspeicher (Extended Memory)

  • Privater Speicher

Die Allokationsreihenfolge hängt vom Workprozesstyp und der Konfiguration ab.

Weitere Informationen: Allokierung von Speicher für Benutzerkontexte (UNIX)

Der direkt zugreifbare Bereich eines Benutzerkontextes wird jetzt nach Bedarf erweitert, wenn der Benutzerkontext sich vergrößert.

Weitere Informationen: Benutzerkontext

 

Rollbereich

Der Rollbereich wird sowohl für den Initialspeicher verwendet, der einem Benutzerkontext zugewiesen wird als auch für zusätzlichen Speicher (falls verfügbar), wenn der Erweiterungsspeicher voll belegt ist. Die Quoten lassen sich mittels Profilparameter einstellen.

Erweiterungsspeicher

Der Großteil des Benutzerkontextes wird im Erweiterungsspeicher (Extended Memory, EM) abgelegt. Die Seitenverwaltung dieses Speichers als Stack wird nicht vom Betriebssystem übernommen, sondern direkt vom SAP-System durchgeführt. Dieser Erweiterungsspeicher ist als Anonymous (Unnamed) Mapped File implementiert (auf AIX und optional auf HP-UX als Shared Memory), d.h. der Adressraum nutzt als Hintergrundspeicher das Pagingfile bzw. den Swap Space des Betriebssystems. Weitere Informationen erhalten Sie im plattformspezifischen Teil der Dokumentation.

Der Benutzerkontext, der im Erweiterungsspeicher liegt, wird beim Kontextwechsel nicht wie beim Rollbereich kopiert, sondern durch Mapping-Operationen wechselnden Workprozessen zugeordnet. Der Rollbereich kann verkleinert werden; die Folge ist ein schnellerer Kontextwechsel, weil weniger Daten kopiert werden und der Aufwand beim Mapping des Erweiterungsbereichs sehr gering ist.

Alle internen Tabellen und ABAP-Variablen liegen in vollem Umfang im direkt adressierbaren Bereich eines Benutzerkontextes. Kopier- und Ein/Ausgabeoperationen beim Zugriff auf interne Tabellen und Listen entfallen. Die Folge ist ein geringerer CPU-Bedarf und kürzere Zugriffszeiten.

Privater Speicher

Wenn der Erweiterungsspeicher aufgebraucht ist oder die Quote für den Workprozess überschritten ist, alokiert der Workprozess Heapspeicher. Dieser wird privater Speicher genannt, weil er prozesslokal ist und der Benutzerkontext dann nicht mehr von einem anderen Workprozess bearbeitet werden kann (PRIV-Modus).

Achtung Achtung

Die Vorteile des Memory-Management-Systems erfordern einen erhöhten Bedarf an Swap Space und Hauptspeicher. Der Swap Space-Bedarf steigt an, weil die internen Tabellen und Listen in voller Größe im Adreßraum liegen und damit Swap Space beanspruchen. Der Hauptspeicherbedarf kann ansteigen, um infolge des vergrößerten Swap Space-Bedarfs ein exzessives Betriebssystem-Paging zu verhindern.

Weitere Informationen: Swap Space-Bedarf

Ende der Warnung.