Integration von Stammdaten Anlegen und Bearbeiten der Stammdaten erfolgt in der Regel im ausführenden System. Damit diese Stammdaten in den Planungsfunktionen des
SAP Advanced Planning and Optimization
(SAP APO) zur Verfügung zu stehen, müssen Sie die Stammdaten sowie eventuelle Stammdatenänderungen an SAP APO übertragen. Die Übertragung erfolgt über das Core Interface (CIF). Die übertragenen Stammdaten können Sie auch in anderen SCM-Komponenten, wie z. B. dem
Inventory Collaboration Hub
(ICH) verwenden.
Die Datenübertragung führen Sie durch, bevor Sie mit der Arbeit in SAP APO beginnen, um eine einheitliche Planungssituation zwischen beiden Systemen herzustellen.
Sie verwenden SAP R/3 3.1I oder höher.
Wenn Sie mit PM/SM – PPM arbeiten, müssen Sie SAP R/3 4.5A oder höher verwenden.
Sie legen im Integrationsmodell fest, welche Stammdatenobjekte in SAP APO übertragen werden sollen. Folgende Stammdaten können Sie übertragen:
Werk (Lokation)
Material (Produkt)
Kunde (Lokation)
Lieferant (Lokation)
Stückliste und Arbeitsplan/Rezept (Produktionsprozessmodell)
PP/PI
: Sie müssen im Materialstammsatz eine Fertigungsversion festlegen und im Feld
Gruppe
der Feinplanung oder der Ratenplanung die Arbeitsplannummer eingeben. Dadurch wird erreicht, dass durch die Verknüpfung von Stückliste und Arbeitsplan ein Produktionsprozessmodell in SAP APO erzeugt werden kann.
PM/SM
: Für Produktionsprozessmodell aus dem Service-Management (PM/SM) spielt die Fertigungsversion keine Rolle. Für diese Modelle wird ein gültiger Arbeitsplan über die Serviceprodukttabelle (T399A) gefunden. Die Zuordnung einer Stückliste ist hier nicht vorgesehen. Die spätere Materialzuordnung im PPM erfolgt nach einer anderen Logik.
Arbeitsplatz (Ressource)
Sie übertragen die Daten an SAP APO.
SAP APO legt die entsprechenden Stammdaten an. Detaillierte Informationen über die Schnittstelle und die Datenübertragung finden Sie im Dokument Technische Sicht der Integration .
Sie überprüfen die übertragenen Stammdaten in SAP APO. Sollten bei der Übertragung Probleme aufgetreten sein, können Sie weitere Details aus dem Übertragungsprotokoll entnehmen. Wählen Sie vom Bild
SAP Easy Access mySAP Supply Chain Management
aus APO-Administration
→ Integration
→ Monitor
→
Anwendungslog
→
Einträge anzeigen
.
Sie bearbeiten die übertragenen Materialstammdaten im SAP-APO-Produktstamm nach.

Beachten Sie, dass das System nur Produktionsprozessmodelle für die Produktions- und Feinplanung (PP/DS) anlegt.
Folgende Daten müssen Sie im Produktstamm ergänzen:
Legen Sie im Bild
PP/DS
fest, ob das System mit automatischer Planung oder mit manueller Planung arbeiten soll.
Legen Sie im Bild
PP/DS
fest, ob bei der Produktionsplanung das SAP-APO-Produktionsprozessmodell oder die Stückliste in SAP R/3 aufgelöst werden soll. Legen Sie für die eigengefertigten Produkte ein Produktionsprozessmodell an, wenn Sie die Stückliste, den Arbeitsplan und die Arbeitsplätze nicht vom SAP-R/3-System übernommen haben. Wenn Sie für die Auflösung des PPMs die SAP-R/3-Stückliste verwenden, müssen Sie im Produktionsprozessmodell nur die Vorgänge eingeben.
Sie legen im
Integrationsmodell
fest, welche Plan-, Fertigungsaufträge, Bestellungen oder Bestände Sie an SAP APO übertragen wollen, und führen die Datenübertragung durch.
Für die Übertragung zur Erzeugung von Produktionsprozessmodellen müssen Sie im
Integrationsmodell
festlegen, ob es sich um Daten aus dem Bereich PP/PI oder Service-Management (PM/SM) handelt.
Ferner besteht bei der Übertragung von Arbeitsplänen der Serienfertigung zur Erzeugung von Produktionsprozessmodellen die Möglichkeit festzulegen, ob es sich um Arbeitspläne auf Ratenebene oder auf Feinterminierungsebene handelt.
Die Planaufträge aus SAP R/3, die für Eigenfertigung vorgesehen sind, werden entsprechend den Einstellungen, die Sie im Strategieprofil für die SAP-R/3-Integration gepflegt haben, in SAP APO eingeplant.
Weitere Informationen zur Integration von Planaufträgen finden Sie unter Planauftrag .

Bei der Übertragung der Planaufträge werden keine Kapazitätsbedarfe aus dem SAP-R/3-System übernommen. Die Ermittlung der Kapazitätsbedarfe erfolgt anhand der Vorgänge, die Sie im Produktionsprozessmodell eingegeben haben.
Weitere Informationen zu den einzelnen Stammdaten finden Sie unter: