APO-Serienfertigung Diese Komponente können Sie zur Produktionsplanung und Produktionsrückmeldung im Rahmen der Serien- und Fließfertigung einsetzen:
Sie können die Serienfertigung inSAP APO als Planungsinstrument für nicht konfigurierbare Produkte, die Sie mit der Strategie Lagerfertigung planen, einsetzen. Die Funktionen der Fertigungssteuerung, wie z.B. Materialbereitstellung und Istdatenerfassung, werden dabei mit Hilfe der Serienfertigung im R/3 ausgeführt.
Sie können die Serienfertigung in SAP APO auch für die Planung von Produkten, deren Stammdaten Sie mit dem integrierten Produkt- und Prozess-Engineering verwalten, einsetzen. Die Produktionsrückmeldung führen Sie in diesem Fall in SAP APO durch.
Sie können dabei konfigurierbare Produkte mit hohem Auftragsvolumen, wie dies z.B. in der Automobilindustrie vorkommt, planen und die Rückmeldung in SAP APO durchführen.
Die Planung und Rückmeldung ist jedoch auch für nicht konfigurierbare Produkte möglich.
Die Funktionen der Fertigungssteuerung, wie z.B. Kanban, Materialbereitstellung usw. werden dabei mit Hilfe des angeschlossenen DI-Systems ausgeführt.
Sie können die Serienfertigung im APO in Verbindung mit einem R/3-System oder mit einem DI-System (ab 4.6B) nutzen.
Hinweis
Sie können die Produktionsrückmeldung nur in Verbindung mit einem DI-System einsetzen.
Weitere Informationen zur Verwendung der APO-Serienfertigung mit einem R/3-System oder einem DI-System finden Sie unter Prozesse in der Serienfertigung sowie unter Pflegen der Stammdaten für die APO-Serienfertigung .
Die APO-Serienfertigung ist vollständig in die APO-Produktions- und Feinplanung (PP/DS) integriert. Dadurch können Sie alle wichtigen Planungsfunktionen des PP/DS nun auch für dieSerienfertigung nutzen. Dies sind im einzelnen:
Alert-basierte Planung
Mit Hilfe des Alert-Monitor erhalten Sie automatisch alle wichtigen Ausnahmemeldungen und können sofort Ihre Planung anpassen.
Mit der Optimierung können Sie die Belegung einer Ressource bezüglich bestimmter Kriterien optimieren, die Planungssituation verbessern und bestimmte Einplanungsprobleme lösen.
Sie können festlegen, daß der APO die Produkte automatisch plant, sobald Sie im APO oder im angeschlossenen System Aufträge oder planungsrelevante Daten ändern.
Finite Planung
Mit Hilfe der finiten Planung können Sie APO-Planaufträge unter Berücksichtigung der bestehenden Ressourcenbelastung einplanen. Auf diese Weise können Sie Ressourcenüberlastung vermeiden, da ein Auftrag nur dann eingeplant wird, wenn auf der Ressource noch ausreichend freie Kapazitäten zur Verfügung stehen. Siehe auch: Feinplanungsstrategien
Für die Planung und Produktionsrückmeldung von konfigurierbaren Produkten mit vielen Kundenaufträgen stehen folgende Komponenten zur Verfügung:
Die Modell-Mix-Planung nutzen Sie zur Optimierung der Auftragssequenzen in der getakteten Fließfertigung.
Mit der Modell-Mix-Planung können Sie Planaufträge passend zu den Kundenaufträgen erzeugen und eine Auftragsreihenfolge mit Start- und Endterminenermitteln, die unter Berücksichtigung von Restriktionen und Kundenwunschterminen bestimmte betriebswirtschaftliche Ziele erreicht.
Mit Hilfe der Planungsmatrix können Sie sehr schnell die Komponentenbedarfe für die Endmontage variantenreicher Produkte mit hohem Auftragsvolumen planen.
Einzelauflösung des integrierten Produkt- und Prozeß-Engineerings (iPPE)
Alternativ zur Planungsmatrix können Sie die Produktionsplanung auch mit einer Einzelauflösung des iPPE durchführen, um die erforderlichen Komponenten zu ermitteln.
Die Produktionsrückmeldung im APO setzen Sie ein, wenn für Ihre Produktion ein hohes Auftragsvolumen mit geringen Auftragsmengen - häufig nur ein Stück - typisch ist (kundenauftragsorientierte Serienfertigung). Die Erfassung der Rückmeldung erfolgt dabei im APO. Die Folgeverarbeitung, das heißt die Durchführung der Bestandsbuchungen, erfolgt entkoppelt von der Erfassung im DI-System.
Planung von nicht konfigurierbaren Produkten :
Planungsläufe und Heuristiken
Heuristiken verwenden Sie zur Durchführung von Planungsläufen im APO. Speziell für die Serienfertigung werden zwei Heuristiken angeboten. Beide Heuristiken erzeugen für die vorhandenen Bedarfe APO-Planaufträge unter Berücksichtigung der pro Periode zur Verfügung stehenden freien Ressourcenkapazitäten. Ggf. können Sie für den Planungslauf zusätzlich weitere Heuristiken für die Planung der untergeordneten Stücklistenstufen vorgeben, so daß Sie mit einem Planungslauf alle Stücklistenstufen planen können. Die Planung wird jedoch nur für die Komponenten durchgeführt, für die Sie die weitere Planung im APO festgelegt haben. In diesem Fall erzeugt der APO auch für die Sekundärbedarfe passende Planaufträge. Siehe auch: Heuristik Multilinienplanung (gleichmäßig) und Heuristik Multilinienplanung (Primärressource) .
Auflösung des Produktionsprozeßmodells (PPM)
Um die Bedarfe der erforderlichen Komponenten zu ermitteln, können Sie festlegen, daß beim Planungslauf das Produktionsprozeßmodell aufgelöst werden soll.
Einzelauflösung des integrierten Produkt- und Prozeß-Engineerings (iPPE)
Um die Bedarfe der erforderlichen Komponenten zu ermitteln, können Sie festlegen, daß beim Planungslauf das iPPE einzeln aufgelöst werden soll.
Die Produktplantafel dient zur Auswertung der Ergebnisse aus den Planungsläufen. Sie können die Produktionsmengen und Bedarfe jedoch auch manuell in die Produktplantafel eingeben. Besonders für die Serienfertigung ist die Produktplantafel ein sinnvolles Werkzeug, da mit ihr Materialien und die Auslastung der Linien geplant werden können. Sie können mit der Produktplantafel auch fremdbeschaffte Produkte planen.
Man unterscheidet die automatisierte Aktionssteuerung , die während der Produktion selbst genutzt wird, und die manuelle Aktionssteuerung , die vor der eigentlichen Produktion genutzt wird.
Sie setzen die automatisierte Aktionssteuerung dann ein, wenn immer wiederkehrende Produktionsschritte systemseitig immer dieselben Aktionen erfordern (Druck von Dokumenten, Produktionstracking, Rückmeldung etc.).
Sie setzen die manuelle Aktionssteuerung dann ein, wenn Sie für einzelne APO-Aufträge in einer komfortablen Arbeitsumgebung und in betriebswirtschaftlich kontrollierter Form produktionsvorbereitende Schritte im APO-System durchführen wollen (ATP-Prüfung für Komponenten durchführen, Aufträge freigeben etc.).