FunktionsdokumentationRegelbasierte Verfügbarkeitsprüfung

 

Sie setzen die regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung ein, um die Entscheidungsfindung zwischen verschiedenen Ersetzungen mittels vordefinierter Regeln automatisch oder manuell zu optimieren (siehe Regel).

Voraussetzungen

  • Sie haben Produkte und Lokationen angelegt.

  • Sie haben die allgemeinen Einstellungen für die globale Verfügbarkeitsprüfung vorgenommen (siehe Einstellungen der Globalen ATP).

  • Sie haben die Einstellungen für die regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung vorgenommen (siehe Einstellungen der regelbasierten Verfügbarkeitsprüfung ).

  • Sie haben in der Prüfvorschrift die Einstellungen für die regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung vorgenommen. Sie pflegen die Prüfvorschrift im Customizing der Globalen Verfügbarkeitsprüfung (Globale ATP-Prüfung) unter Anfang des Navigationspfads Allgemeine Einstellungen Navigationsschritt Prüfvorschrift Ende des Navigationspfads .

  • Die ATP-Zeitreihen müssen im SAP liveCache abgelegt sein.

  • Sie haben im OLTP-System einen Geschäftsvorfall definiert und einer Auftragsart zugeordnet.

Funktionsumfang

Die regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung ist ein iterativer Prozess, d.h. jeder Schritt definiert anhand der im System hinterlegten Regeln den nächsten Prüfschritt. Dabei wird in jedem Schritt Folgendes festgelegt:

  • die Prüfmethoden, die ausgeführt werden sollen

  • die Bedarfsgruppen, für die der nächste Prüfschritt ausgeführt werden soll

  • die Kriterien, nach denen die Ergebnisse des Prüfschrittes gebildet werden sollen

Nachdem ein Prüfschritt vom System durchgeführt worden ist, wird anhand der Prüfergebnisse und in Abhängigkeit von Aktivierungsparametern (technische Vorgangsart, Geschäftsvorfall und Vorgangsart) und Werten der Schlüsselkombinationen wie z.B. Kunde, Verkaufsorganisation, Lokationsprodukt, Produktgruppe, festgelegt, ob die regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung weitergeführt werden muss. Die neue Regel legt dann den nächsten Prüfschritt fest.

Unterpositionen (ERP-Kundenaufträge)

Bei einem Kundenauftrag aus dem ERP-System kann das System für die Ersetzungen, die die regelbasierte ATP-Prüfung ermittelt hat, Unterpositionen anlegen (abhängig von der Prüfvorschrift). Jede Unterposition repräsentiert einen Bedarf für eine bestimmte Lokation-Produkt-Kombination. Wenn Sie für eine Position mit Unterpositionen die regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung wiederholen, löscht das System die Unterpositionen, die noch nicht oder nur teilweise beliefert wurden. Die neue ATP-Prüfung wird für die offene Menge durchgeführt und erzeugt ggf. neue Unterpositionen.

Hinweis Hinweis

Sie können im ERP-System Unterpositionsdaten ändern (z.B. den Preis). In der Standardkonfiguration des ERP-Systems gehen bei einer Wiederholung der regelbasierten Verfügbarkeitsprüfung mit dem Löschen der Unterspositionen auch die geänderten Unterpositionsdaten verloren. Im SAP Hinweis 1676482Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen finden Sie Informationen darüber, wie bestimmte Unterpositionsdaten (z.B. Preisdaten) erhalten werden können.

Ende des Hinweises

Hinweis Hinweis

Für Unterpositionen des ERP-Kundenauftrags kann keine regelbasierte ATP-Prüfung durchgeführt werden.

Ende des Hinweises

Beispiel

Regel I besagt Folgendes:

  1. Suche eine andere Ersatzlokation.

  2. Wenn keine Ersatzlokation vorhanden ist, suche eine andere Beschaffungsmethode.

Regel II besagt Folgendes:

  1. Suche ein anderes Ersatzprodukt.

  2. Wenn das Ersatzprodukt nicht vorhanden ist, suche das Ersatzprodukt in einer anderen Ersatzlokation,

  3. Wenn das Ersatzprodukt auch in der Ersatzlokation nicht vorhanden ist, suche eine andere Beschaffungsmethode.

Die Regeln werden in der folgenden Grafik dargestellt:

Weitere Informationen

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