Bestandsverteilung Mit dieser Funktion können Sie separat oder direkt im Anschluss an einen
Capable-to-Match
-Planungslauf
(CTM
-Planungslauf
)
überschüssige Zugänge und Bestände in andere Lokationen in Ihrem Supply-Chain-Modell umlagern und damit in diesen Lokationen verfügbar machen.
Sie haben für die Quelllokation des Produkts ausgehende Quotierungen festgelegt. Der Zugang oder Bestand, den die Bestandsverteilung umlagert, liegt im Gültigkeitszeitraum der Quotierung.
Die Bestandsverteilung selektiert alle Zugänge und Bestände, die nicht über eine Pegging-Beziehung mit einem Bedarf verknüpft sind. Wenn die Teilmenge eines Zugangs oder Bestands bereits über eine Pegging-Beziehung mit einem Bedarf verknüpft ist, ist die restliche Menge frei verfügbar, die nicht verknüpft ist.
Die Bestandsverteilung legt für die frei verfügbare Menge Umlagerungen an. Zugänge oder Bestände desselben Lokationsprodukts mit demselben Verfügbarkeitstermin fasst die Bestandsverteilung intern zusammen und behandelt sie als einen einzelnen Zugang oder Bestand. Die ursprünglichen Aufträge verändert die Bestandsverteilung jedoch nicht. Beim Anlegen von Umlagerungen führt das System keine weitere Aggregierung durch.
Die Bestandsverteilung verwendet nur Transportbeziehungen. Für die Umlagerung auf die entsprechenden Lokationen wertet die Bestandsverteilung die ausgehenden Quotierungen aus. Wenn für das Quelllokationsprodukt mehrere Transportbeziehungen existieren, legt die Bestandsverteilung gemäß den angegebenen Quotierungen für jeden zusammengefassten Zugang die entsprechenden Umlagerungen an.
Hinweis
Für Transportbeziehungen vom Typ
Lohnbearbeitung
kann das System keine Bestandsverteilung durchführen.
Die Bestandsverteilung arbeitet einstufig. Wenn Sie z.B. frei verfügbare Zugänge oder Bestände zunächst auf die eine Lokation und anschließend auf eine weitere Lokation umlagern möchten, müssen Sie die Bestandsverteilung mehrfach aufrufen.
Die Bestandsverteilung verwendet den Versand-, Transport- und Empfangskalender sowie Transport- und Handlingressourcen. Ausgehend vom Verfügbarkeitstermin der Zugänge oder Bestände führt die Bestandsverteilung eine Vorwärtsterminierung durch. Das System legt die Umlagerungen zum frühestmöglichen Termin ab Verfügbarkeit des entsprechenden Zugangs oder Bestands an.
Die Einstellungen zur Bestandsverteilung finden Sie im CTM-Profil auf der Registerkarte
Bestandsverteilung.
Wenn das
System die Bestandsverteilung direkt im Anschluss an den Planungslauf ausführen soll, setzen Sie das entsprechende Kennzeichen. Wenn Sie die Bestandsverteilung separat durchführen möchten, wählen Sie
Bestandsverteilung starten
.
Sie haben für Produkt Pauf Lokation Leine Transportbeziehung zum Distributionszentrum Lokation L1und eine Transportbeziehung zum Distributionszentrum Lokation L2festgelegt. Die ausgehenden Quotierungen für Produkt Phaben Sie folgendermaßen festgelegt:
Lokation L -> Lokation L1
:
25%
Lokation L -> Lokation L2:75%
Nach dem CTM-Planungslauf ergibt sich für Produkt Pauf Lokation Lfolgende Bestandssituation:
Auftrag 1 über 100 Stück. 80 Stück sind bereits über eine Pegging-Beziehung mit einem Bedarf verknüpft.
Auftrag 2 und Auftrag 3mit demselben Verfügbarkeitstermin über jeweils 20 Stück.
Die Bestandverteilung, die Sie anschließend starten, erzeugt folgende Umlagerungen:
Von Auftrag 1erzeugt die Bestandsverteilung nur für die frei verfügbaren 20 Stück Umlagerungen. Auf Grund der Quotierung erzeugt das System zwei Umlagerungen mit fünf Stück für Lokation L1und 15 Stück für Lokation L
Die Aufträge
2
und 3fasst die Bestandsverteilung zunächst intern zusammen, da sie denselben Verfügbarkeitstermin besitzen. Für die Gesamtmenge von 40 Stück erzeugt das System zwei Umlagerungen mit zehn Stück für Lokation L1und 30 Stück für Lokation L2.