Multiple Output Planning Das
Multiple Output Planning
(MOP) ergänzt die Auftragsgenerierung im Bereich der
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
, indem sie die Planung einer Produktion ermöglicht, in der ein Produkt in mehrere andere Produkte geteilt (geschnitten, gespalten usw.) wird.


Innerhalb Ihrer Produktion für Folien werden Folienrollen mit den Maßen 3 m x 10.000 m (sogenannte
Jumbos
) in
Spulrollen
von 3 m x 500 m geteilt.
Im Vergleich zur Standardfunktion der
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
bietet das
Multiple Output Planning
folgende Vorteile:
optimierte Auswahl der Produktionszugänge, die den Bedarf eines Auftrags decken sollen
Resteermittlung
bewertete Merkmale von zusätzlichen Zugängen
Damit Sie das
Multiple Output Planning
einsetzen können, benötigen Sie folgende Systeme:
SAP-R/3-System mit mindestens Release 4.7, der Branchenlösung
SAP Mill Products Release DIMP 4.71
und mindestens das Plug-In
PI 2004.1
SAP-APO-System mit mindestens Release
SAP SCM 4.1
MOP-Heuristik /SAPAPO/EOG_HEU_PLAN_MOP
Sie können das
Multiple Output Planning
bei der Auftragsgenerierung innerhalb der
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
einsetzen. Wenn Sie die
Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
direkt aus der ATP-Prüfung starten, dann können Sie das
Multiple Output Planning
auch innerhalb der ATP-Prüfung nutzen.

Wählen Sie dazu im Customizing der
Globalen Verfügbarkeitsprüfung (Globale ATP-Prüfung)
unter
Allgemeine
Einstellungen
→
Prüfvorschrift pflegen
für
Produktion starten
die EinstellungProduktion direkt
Mit dem
Multiple Output Planning
können Sie Aufträge mit einer speziellen Struktur erzeugen. Diese ist für die Planung einer Produktion erforderlich, in der durch Teilung eines Produktes ein anderes gefertigt wird.
Ein Auftrag des
Multiple Output Planning
(MOP-Auftrag) kann genau einen Vorgang – zur Teilung
eines Produktes – und einen für die Teilung relevanten Bedarf beinhalten, da nur die Merkmale eines Zugangs in Fertigungsrichtung propagiert werden können (siehe
Bottom-up-Merkmalspropagierung
). Wenn durch die Teilung eines Produktes neben dem zu produzierenden Produkt auch Reste anfallen, hat ein MOP-Auftrag meist mehr als einen Zugangsknoten. Die Reste werden im Fertigungsauftrag des SAP-R/3-Systems als Kuppelprodukte mit negativen Mengen abgebildet.
Das
Multiple Output Planning
umfasst folgende Einzelfunktionen:
Zugangssuche im Multiple Output Planning
Über die Zugangssuche im
Multiple Output Planning
ermittelt das System Produktzugänge, die aufgrund ihrer Merkmalsbewertungen zur Produktion des benötigten Produktes geeignet sind.
Bedarfs-/Zugangsgegenüberstellung
Mit Hilfe der Bedarfs-/Zugangsgegenüberstellung prüft das System – unter Berücksichtigung der durch kundeneigene Logik vorgegebenen Anforderungen – Zugänge, die den bewerteten Bedarf decken können. Gefundene Zugänge stellt es in einem iterativen Verfahren dem Bedarf gegenüber und ermittelt auf Basis der Merkmale von Bedarf und gefundenen Zugängen, inwieweit ein Zugang zur Deckung eines Bedarfs ausreicht bzw. nicht ausreicht.

Mit der Heuristik
Manuelle Anlage MOP-Auftrag
(/SAPAPO/EOGM_HEUR) können Sie einen MOP-Auftrag anlegen und dabei die zu deckenden Bedarfe und die zu verwendenden Produktzugänge entsprechend auszuwählen.
Bottom-up-Merkmalspropagierung
Mit der Bottom-up-Merkmalspropagierung gibt das SAP-APO-System Merkmalsbewertungen vom Bedarf an die Zugänge weiter. Diese Art der Merkmalspropagierung ermöglicht z.B. die Berechnung von möglicherweise entstehenden Resten.
Mit dieser Funktion kann das SAP-APO-System aufgrund entsprechender Merkmalsbewertungen in der Produktion Reste berechnen.
Weitere Informationen zum Prozess erhalten Sie in Ablauf des Multiple Output Planning .
Für das
Multiple Output Planning
gibt es folgende Einschränkungen:
Sie können keine manuellen Mengenänderungen durchführen, weder an Output-Knoten noch an Input-Knoten. Auch das Hinzufügen eines Knotens ist nicht möglich. Ebenso können Sie die Anzahl und Art der Aktivitäten sowie der Bedarfs- und Zugangsknoten nicht manuell ändern.
In einem MOP-Auftrag kann nur ein Produkt geteilt werden, da mit der Bottom-up-Merkmalspropagierung nur die Merkmale eines Zugangs in Fertigungsrichtung propagiert werden können.
In einem MOP-Auftrag sind keine parallel ablaufenden Vorgänge möglich.
Nach einer Materialzuordnung im Rahmen der Chargenfindung im SAP-R/3-System wird der Auftrag im SAP-APO-System nicht automatisch überarbeitet.
Termine können Sie nur über die Plantafel manuell ändern, nicht in der Produktsicht.