Prognose

Verwendung

Die Prognose in der Ersatzteilplanung zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Sie können flexibel auf geänderte Bedarfe reagieren.

  • Sie können das optimale Prognosemodell für ein Lokationsprodukt ermitteln und Stabilitätsregeln für den Wechsel des Prognosemodells nutzen.

  • Sie können eine effiziente und detaillierte Parameterpflege durchführen.

Die Prognose umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Produkts und berücksichtigt Fälle von Produktaustauschbarkeit. Außerdem gewährleistet sie eine hohe Automatisierung für die Massenverarbeitung von Lokationsprodukten.

Die Prognose für aktiv geplante Lokationsprodukte umfasst sowohl die Bedarfe in absoluter Stückzahl, als auch eine Prognose der Anzahl der Auftragspositionen und eine Prognose des durchschnittlichen Bedarfs pro Auftragsposition.

Die Planungsservices der Prognosefunktion können Sie entweder im Planungsservice-Managers (PSM) einplanen oder mit der Funktion der interaktiven Prognose manuell ausführen.

Weitere Informationen darüber, wie Sie die Prognoseservices im PSM einplanen, finden Sie unter Nutzung des Planungsservice-Managers für die Ersatzteilplanung und unter PSM-Services für die Prognose .

Voraussetzungen

Sie haben die allgemeinen Einstellungen zur Prognose ausgeführt. Weitere Informationen finden Sie unter Allgemeine Einstellungen für die Prognose .

Funktionsumfang

Die Prognose in der Ersatzteilplanung umfasst folgende Funktionen:

Prognoseprofil

Im Prognoseprofil können Sie Steuerungsparameter für die Prognose definieren, überprüfen und ändern. So können Sie im Prognoseprofil z.B. jedem Lokationsprodukt eine Prognosestrategie zuordnen. Ein Prognoseprofil können Sie manuell anlegen oder automatisch vom Planungsservice-Manager (PSM) erzeugen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Vererbung von Prognoseprofilen .

Prognoselauf

Den Prognoselauf können Sie entweder als regelmäßigen PSM-Planungsservice einplanen oder im Bild Prognose interaktiv manuell starten. Beim Prognoselauf berechnet das System auf Lokationsproduktebene Prognoseergebnisse. Wenn Sie mit diesen Ergebnissen nicht zufrieden sind, können Sie Korrekturen oder Anpassungen an der Absatzhistorie, Prognoseprofilen und PSM-Serviceprofilen vornehmen und den Prognoselauf erneut starten.

Standardabweichung und mittlere absolute Abweichung (MAD)

Das System berechnet für jedes Lokationsprodukt die Standardabweichung und die MAD . Diese Berechnung ist als PSM-Planungsservice realisiert.

Automatische Modellbewertung

Die automatische Modellbewertung besteht aus Triggs Tracking Signal und Tripping. Triggs Tracking Signal prüft, ob ein Prognosemodell noch optimal ist, oder ob ein systematischer Prognosefehler vorliegt. Tripping initialisiert Basiswerte und die Abweichung eines bestehenden Prognosemodells neu und verkürzt die zur Prognoseerstellung verwendete Absatzhistorie. Triggs Tracking Signal und Tripping können Sie im Rahmen des Prognoseservices jeweils separat im Prognoseserviceprofil einplanen. Beide Funktionen sind jedoch auch in der kombinierten Prognose enthalten.

Weitere Informationen über die kombinierte Prognose finden Sie unter Planungsservices für die Prognose .

Automatische Modellauswahl

Mit der automatischen Modellauswahl können Sie automatisch das am Besten geeignete Prognosemodell für ein Lokationsprodukt ermitteln. Die automatische Modellauswahl können Sie sowohl manuell starten, als auch im PSM einplanen. Wenn Sie die automatische Modellauswahl im PSM einplanen möchten, können Sie sie im Rahmen des Prognoseservices separat im Prognoseserviceprofil einplanen. Die automatische Modellauswahl ist jedoch auch in der kombinierten Prognose enthalten.

Grobabstimmung und Feinabstimmung

Für die Prognosemodelle, die bei der Prognoseerstellung Glättungsfaktoren berücksichtigen, können Sie diese Glättungsfaktoren in der Grob- und der Feinabstimmung automatisch optimieren. Die Grobabstimmung können Sie im Rahmen des Prognoseservices separat im Prognoseserviceprofil einplanen. Sie ist jedoch auch in der kombinierten Prognose enthalten. Die Feinabstimmung können Sie nur manuell starten.

Prognosedisaggregation

Das System berechnet die Prognose auf der Basis der aggregierten Absatzhistorie, d.h. auf Eingangslokationsebene. Danach disaggregiert es die Prognoseergebnisse auf die Unterlokationen der Eingangslokationen. Die Prognosedisaggregation ist als eigenständiger PSM-Planungsservice realisiert. Das System führt die Prognosedisaggregation jedoch auch durch, wenn Sie Prognoseergebnisse im Bild Prognose interaktiv manuell sichern.

Prognosefreigabe

Die Prognosefreigabe ermittelt für jedes Lokationsprodukt die finale Prognose und prüft nach von Ihnen definierten Regeln, welche Prognoseergebnisse einer manuellen Freigabe bedürfen. Alle anderen Prognoseergebnisse gibt das System automatisch frei und stellt diese Ergebnisse weiteren Planungsservices der Ersatzteilplanung zur Verfügung. Die Prognosefreigabe ist als PSM-Planungsservice realisiert. Das System führt die Prognosefreigabe jedoch auch durch, wenn Sie Prognoseergebnisse im Bild Prognose interaktiv manuell sichern.

Vergangene Prognosen

Um eine exakte Planung zu gewährleisten, zeichnet das System alle ermittelten Prognoseergebnisse als vergangene Prognosen auf. Zusätzlich können Sie den PSM-Planungsservice Neuberechnung der Prognose in der Vergangenheit einplanen. Wenn sich das Prognosemodell ändert, triggert das System diesen Planungsservice, so dass er für die neue Kombination aus Lokationsprodukt und Prognosemodell nachträglich vergangene Prognosen erstellt.

Prognoseergebnisse anzeigen

Prognoseergebnisse für einzelne Lokationsprodukte können Sie im Bild Prognose interaktiv anzeigen .

Prognose nach Leitindikator

Zusätzlich zur Prognose, die das System auf der Basis vergangener Bedarfe eines Lokationsprodukts erstellt, können Sie eine Prognose nach Leitindikator durchführen. Die Basis für diese Art der Prognose bilden Leitindikatoren, die sich aus Ihren Equipments ergeben, in denen Ihre Ersatzeile eingesetzt sind.Mögliche Leitindikatoren sind beispielsweise Ihre Installationen selbst, also die Gesamtheit aller Ihrer Equipments, die Betriebszeit der einzelnen Equipments oder die Anzahl an Einsätzen der einzelnen Equipments.

Phase-in-Planung

Die Phase-in-Planung berechnet auf der Basis von Erfahrungswerten Prognosewerte für neue Produkte, die noch keine eigenen Vergangenheitsdaten besitzen. Die Phase-in-Planung ist als PSM-Planungsservice realisiert.

Phase-out-Planung

Die Phase-out-Planung berechnet auf Eingangslokationsebene Prognosewerte für Produkte im Auslauf. Die Phase-out-Planung ist als PSM-Planungsservice realisiert.