Längenorientierte Planung
Diese Komponente erweitert die Produktions- und Feinplanung (PP/DS)
und die Globale Verfügbarkeitsprüfung
, sodass Sie bei der Auftragsgenerierung Bedarfe längenorientierter Materialien über längenorientierte Planungsfunktionen decken können. Zusätzlich können Sie Bedarfe durch Schneiden von längeren Beständen oder Zugängen decken. Das Schneiden von Beständen kann mit und ohne Aufträge erfolgen.
Die Längenorientierte Planung (LOP)
umfasst folgende Funktionen:
Längenorientierte Planungsheuristik /SAPAPO/EOGL_LENGTH_01
Die Heuristik erstellt neue Zugangselemente zur Deckung von Produktbedarfen wie Kundenaufträgen, Vorplanungsbedarfen, Transportbedarfen oder Sekundärbedarfen. Dabei können Sie nicht fixierte Planaufträge wiederverwenden, und Planaufträge mit mehreren, verschiedenen Längen bilden. Eine ein-/ausschaltbare Schneidfunktionalität erlaubt die Deckung von Bedarfen durch Schneiden auch von längeren Beständen oder Zugängen als im Bedarf spezifiziert. Das Schneiden von Beständen kann mit oder ohne Aufträge erfolgen.
Achtung
Die Einstellung Komponenten planen
kann Performance-Probleme mit sich bringen. Wenn Sie Interesse an dieser Einstellung haben, wenden Sie sich an SAP.
Längenrechnung
Bei der Berechnung der Zugangsmengen werden Parameter aus dem Produktstamm und der PP/DS-Produktionsdatenstruktur (PP/DS-PDS) durch die Längenrechnung berücksichtigt.
Im Wesentlichen beinhaltet die Längenrechnung zwei Funktionen:
die erweiterte Berechnung der Vorgangsmenge auf der Basis der Vorgangslängen
die erweiterte Berechnung der Komponentenmenge und der Komponentenlängenkonfiguration (Länge und Längentoleranz) auf der Basis der Ausgangslängen
Längenorientierte Nettobedarfsrechnung
Beim Anlegen von Planaufträgen können Sie eine Nettobedarfsrechnung starten, die die Bedarfe längenorientierter Materialien berücksichtigt.
Planung mit LOP- und Nicht-LOP-Materialien
Wenn Sie die Längenorientierte Planung einsetzen, können Sie auch Abhängigkeiten zwischen LOP- und Nicht-LOP-Materialien berücksichtigen.
Mit dem BAdIs /SAPAPO/EOGL_ADJ_QUAN legen Sie fest, wie das System bei der längenorientierten Planung die Komponentenmenge von Nicht-LOP-Materialien an eine erhöhte Menge des produzierten LOP-Materials anpassen soll. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie die Menge des produzierten LOP-Materials erhöhen, werden meistens auch höhere Einsatzmengen für alle Komponenten (LOP- und Nicht-LOP-Materialien) benötigt. Das System ordnet die Einsatzmengen den einzelnen Vorgängen im Arbeitsplan zu. Die Längenrechnung passt die Komponentenmenge von LOP-Materialien an die veränderte Menge des produzierten LOP-Materials an. Beachten Sie, dass das System für Nicht-LOP-Material keine Ausschüsse berücksichtigt.
Weitere Informationen über das BAdI /SAPAPO/EOGL_ADJ_QUAN finden Sie im Customizing des .
Damit Sie die Längenorientierte Planung
einsetzen können, benötigen Sie folgende Systeme:
SAP-ERP-System mit mindestens Release ECC 5.0, der Branchenlösung SAP Mill Products Release ECC-DIMP 5.00 und mindestens das Plug-In PI 2004.1
SCM-System mit mindestens Release SAP SCM 4.1
Sie können die Längenorientierte Planung
innerhalb der Produktions- und Feinplanung (PP/DS) einsetzen.
Sie legen Aufträge im ERP-System an. Diese werden dann über das Core Interface CIF
ans SCM-System übertragen.
Die Längenrechnung findet nur im SCM-System statt. Wenn Sie Fertigungsaufträge im ERP-System ändern, findet keine erneute Längenrechnung statt.
Sie können keine manuellen Mengenänderungen in Planaufträgen durchführen, weder an den Input-Knoten noch an den Output-Knoten. Auch das Hinzufügen eines Input-Knotens ist nicht erlaubt.
Sie können nur von Stückchargen schneiden.