Dokumentation zur KomponenteOptimierung

 

Die Optimierung im PP/DS setzen Sie im Anschluss an einen infiniten MRP-Lauf ein. Bei der Optimierung führt das System eine finite Planung aus, um einen machbaren Produktionsplan zu erstellen.

Einführungshinweise

Um die Optimierung im PP/DS einsetzen zu können, müssen Sie zunächst folgende IMG-Aktivitäten ausführen:

  • Im Customizing der Basis-Einstellungen haben Sie unter Anfang des Navigationspfads Optimierung Navigationsschritt Grundfunktionen Ende des Navigationspfadsdie Stammdaten für die Optimierung eingestellt (z.B. die Netzwerkverbindungen zum Optimierungsserver und die maximale Anzahl von Benutzern).

  • Sie haben ein Optimierungsprofil im Customizing der Feinplanung definiert oder unter Anfang des Navigationspfads Produktionsplanung Navigationsschritt Umfeld Navigationsschritt Lfd.Einstellungen Navigationsschritt Optimierungsprofile pflegen Ende des Navigationspfads.

    Im Optimierungsprofil legen Sie die gesamten Kriterien für die Durchführung und Steuerung der Optimierung im PP/DS fest. Detaillierte Informationen zu den Einstellungsmöglichkeiten finden Sie in den F1-Hilfen der Optimierungsparameter im Optimierungsprofil und in der Dokumentation zur IMG-Aktivität im Customizing der Feinplanungsplantafel.

Integration

Die Optimierung ist in folgende Anwendungen integriert:

In den Plantafeln führen Sie die Optimierung interaktiv durch, im Produktionsplanungslauf im Hintergrund.

Wenn Sie die Optimierung in der Feinplanungsplantafel oder in der Produktplantafel aufgerufen haben, übernimmt das System beim Beenden der Optimierung die optimierte Planung in die aktuelle simulative Planung. Wenn Sie die Optimierung im Produktionsplanungslauf oder in der Feinplanungsplantafel durchführen, können Sie das Planungsergebnis wahlweise als Simulationsversion oder in der Planversion sichern.

Die SAP-Hinweise 1171154 und 712066 enthalten weitere Informationen und zusätzliche Einschränkungen.

Funktionsumfang

Optimierungskriterien

Mit der Optimierung können Sie die Produktionstermine und die Ressourcenzuordnung von Vorgängen im Hinblick auf folgende Kriterien, die Sie im Optimierungsprofil einstellen, optimieren:

Die Optimierung ermittelt für die Planung im Optimierungsfenster eine Planung, in der das gewünschte Ergebnis, z.B. minimale Rüstzeiten, so gut wie möglich realisiert ist. Dazu variiert das System die Starttermine und die Ressourcenzuordnung der Vorgänge.

Optimierungsprinzip

Die Optimierung bewertet eine Planung, d.h. die Termine, Ressourcenzuordnung und Reihenfolge von Aktivitäten, anhand der Zielfunktion. Die Zielfunktion ist die Summe der obengenannten gewichteten Zeiten und Kosten (Optimierungskriterien), die für die Planung besonders kritisch sind. Im Laufe der Optimierung versucht das System, den Wert der Zielfunktion zu reduzieren, d.h. eine Planung zu finden, in der die verschiedenen Zeiten und Kosten entsprechend ihrer Gewichtung so klein wie möglich sind. Im Allgemeinen ist es nicht möglich, alle Planungsziele gleich gut zu erreichen. Eine Verkürzung der Rüstzeiten kann z.B. zu einer Verlängerung der Produktionsspanne führen.

Mit welchen Gewichtungen für die Optimierungskriterien Sie gute Lösungen erreichen, ist abhängig von der Planungssituation und den Unternehmenszielen. Grundsätzlich entscheiden Sie die Qualität der Lösung über die Rechenzeit, die Sie für die Optimierung einstellen. Als Faustregeln gelten:

  • Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto besser ist die Lösung.

  • Je umfangreicher und komplexer das Problem ist, desto mehr Zeit wird benötigt.

Randbedingungen für die Optimierung

Das System berücksichtigt bei der Optimierung verschiedene Randbedingungen der Planung. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen harten Randbedingungen, die das System auf jeden Fall einhalten muss, und weichen Randbedingungen, die das System versucht einzuhalten, die es aber ggf. verletzt, um eine Lösung zu finden, welche die harten Randbedingungen einhält. Die Arbeitszeiten einer Ressource sind z.B. eine harte Randbedingung: Das System darf Aktivitäten nur in Arbeitszeiten einplanen. Bedarfstermine von Kundenaufträgen sind weiche Randbedingungen. Das System darf Zugänge auch nach dem Bedarfstermin einplanen. Diese Verspätungen können aber im Rahmen der Optimierung minimiert werden.

Frühester Starttermin für die optimierte Belegung

Sie legen vor der Optimierung fest, ab welchem Termin die Optimierungsfunktion die Aktivitäten frühestens einplanen kann. Sie dürfen als frühesten möglichen Starttermin kein Datum angeben, das in der Vergangenheit liegt.

Kampagnenoptimierung

Im Rahmen der Optimierung können Sie auch eine Kampagnenoptimierung durchführen.

Simulative Optimierung

Sie können die Optimierung simulativ durchführen und die optimierte Planung in die operative Planversion übertragen.

Protokolle

Wenn Sie die Transaktion /N/SAPAPO/OPT11 wählen, dann erhalten Sie eine Liste mit allen Optimierungsläufen. Die PP/DS-Optimierungsläufe werden für die Komponente DPS erstellt. Für jeden PP/DS-Optimierungslauf können Sie die Ergebnisse in folgenden Protokollen anzeigen: