FunktionsdokumentationLohnbearbeitung

 

Lohnbearbeitung ist eine Form der Beschaffung, bei der das zu beschaffende Produkt durch einen Lieferanten (den Lohnbearbeiter) gefertigt wird und dieser hierzu von der beschaffenden Instanz die benötigten Komponenten erhält. Dabei benötigt der Lohnbearbeiter Komponenten, die vom Besteller (Ihrem Werk) oder einem anderen Lieferanten beigestellt werden. Nach Fertigstellung liefert der Lohnbearbeiter das bestellte Produkt an den Besteller zurück.

In SAP Advanced Planning and Optimization (SAP APO) können Sie in der Produktions- und Feinplanung (PP/DS) und im Supply Network Planning (SNP) den Lohnbearbeitungsprozess planen. Dabei haben Sie folgende Möglichkeiten:

Die Capable-to-Match-Planung (CTM) unterstützt die Lohnbearbeitung mit Quelllokation im PP/DS und in SNP und die Lohnbearbeitung mit Streckenbeistellung im PP/DS und in SNP.

Produktionsdatenstruktur (PDS) versus Produktionsprozessmodell (PPM)

Wenn Sie in SAP SCM 410 die Lohnbearbeitung mit PP/DS- bzw. SNP-Heuristik neu einführen, empfehlen wir, anstelle des Produktionsprozessmodells die Produktionsdatenstruktur zu verwenden. Dies bietet Ihnen eine verbesserte Integration aller für den Prozess notwendigen Stammdaten. Für die Lohnbearbeitung mit dem SNP-Optimierer gelten Einschränkungen hinsichtlich der Kostenpflege, wenn Sie die Produktionsdatenstruktur verwenden.

Voraussetzungen

Die Lohnbearbeitung mit mehreren Fertigungsversionen wird unterstützt. Die Integration in ein SAP-ERP-System erfordert jedoch mindestens SAP ERP 2005 mit Erweiterungspaket 03.

Funktionsumfang

Einschränkungen

Der Sekundärbedarf für Lohnbearbeitungsbestellanforderungen kann in SAP APO nicht geändert werden.

Die Lohnbearbeitung in SAP APO wird mit zwei Aufträgen abgebildet. Ein Planauftrag in der Lohnbearbeiterlokation produziert das Material in dieser Lokation und eine Umlagerungsbestellanforderung lagert das Material von der Lohnbearbeiterlokation in die Bedarfslokation um. Sie können weder den Umlagerungsbedarf für das Fertigprodukt in der Lohnbearbeiterlokation noch den Komponentenbedarf in der Lohnbearbeiterlokation ändern.