Service-Loss-Analyse
Die Service-Loss-Analyse ermittelt automatisch Gründe, warum Sie die Mengen, die der Service-Fill-Monitor als Service-Loss bewertet hat, nicht rechtzeitig liefern konnten.
Sie haben folgende Einstellungen für die Service-Loss-Analyse vorgenommen:
Sie haben im Customizing des SAP Supply Chain Management (SAP SCM) eingestellt, welche Service-Loss-Gründe das System prüfen soll und in welcher Reihenfolge die Prüfungen erfolgen sollen.
Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des SAP SCM unter .
Sie haben für den Planungsservice-Manager ein Planungsprofil angelegt,
das den PSM-Service SPP: Service-Loss-Analyse
(SPP_SRVLOSS)
enthält.
Um ein Planungsprofil anzulegen, gehen Sie z. B. folgendermaßen vor:
Legen Sie das Prozessprofil ZPR_SL mit den folgenden Werten an:
Methode zur Paketbildung: SO_LOCATIONPRODUCT_PROD_INC (Kundenaufträge)
Maximale Paketgröße: 100
Legen sie die Selektion ZPS_SRVLOSS mit dem Selektionstyp Lokation
an.
Selektieren Sie alle Lokationen, für die Sie die Service-Loss-Analyse ausführen möchten.
Legen Sie das Planungsprofil ZPP_SRVLOSS mit den folgenden Werten an:
Selektionsprofil (des Prozessblocks): ZPS_SRVLOSS
Prozessprofil: ZPR_SL
Planungsversion: 000
Die Serviceliste enthält nur den Planungsservice SPP_SRVLOSS. Ein Serviceprofil ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen finden Sie unter Nutzung des Planungsservice-Managers für die Ersatzteilplanung.
Die Service-Loss-Analyse ermittelt Service-Loss-Gründe für Kundenauftragseinteilungen,
die der Service-Fill-Monitor den Service-Fill-Kategorien Standard
oder Geplant weitergeleitet
zugeordnet hat, und für die in der Verspätungsperiode T0
nicht die komplette Menge geliefert wurde.
Die Service-Loss-Analyse berücksichtigt dabei die Selektion nach der ersten bestandsführenden Lokation in der Kundenwunschposition. Allerdings berücksichtigt die Service-Loss-Analyse nur die Kundenauftragspositionen, deren spätmöglichster Warenausgangstermin zwischen dem letzten Planungslauf und dem aktuellen Datum liegt.
Empfehlung
Da der letzte Planungslauf als Selektionskriterium für den aktuellen
Planungslauf dient, empfehlen wir Ihnen, entweder nicht mit mehreren Selektionen
zu arbeiten oder die Zeitpuffer im Customizing groß genug zu definieren. Weitere
Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Advanced
Planning and Optimization
unter .
Wenn das Kundenwunschprodukt durch Nachfolgerprodukte ersetzt wird, ermittelt die Service-Loss-Analyse nicht nur für die Service-Loss-Menge des Kundenwunschprodukts Service-Loss-Gründe, sondern auch für die Service-Loss-Menge der Nachfolgerprodukte. Weitere Informationen finden Sie unter Service-Loss-Analyse für Ersatzprodukte.
Service-Loss-Gründe können mengenbegrenzt sein. Die Mengenbegrenzung gibt an, wie hoch die Menge ist, die das System diesem Service-Loss-Grund zuordnen kann. Ein mengenbegrenzter Service-Loss-Grund ist z. B. der Service-Loss-Grund Überfällige Bestellungen, Aufträge und Einteilungen, da das System dem Service-Loss-Grund nur die Menge eines Produkts zuschreiben kann, die in Verzug ist. Ein nicht mengenbegrenzter Service-Loss-Grund ist z. B. der Service-Loss-Grund Bedarf überschreitet Prognose, da keine Mengenbegrenzung existiert, um wie viel der Bedarf die Prognose überschreiten kann.
Service-Loss-Gründe werden in Service-Loss-Kategorien gruppiert. Sie finden einen Überblick über alle Service-Loss-Gründe und den Service-Loss-Kategorien, zu denen sie gehören, unter Service-Loss-Gründe und Service-Loss-Kategorien.
Für jeden Service-Loss-Grund können Sie Detailanalysen durchführen, um untergeordnete Service-Loss-Gründe zu ermitteln. Weitere Informationen finden Sie unter Untergeordnete Service-Loss-Gründe.
Wenn das System Service-Loss-Gründe ermittelt, berücksichtigt es die Durchlaufzeiten der Distributionsstruktur (BOD). Wenn es z. B. ermittelt, welche Änderungen an Bestellungen und Lieferplanabrufen für den Service-Loss-Grund Lieferplanabruf- und Bestelländerung herangezogen werden können, muss es für die gesamte BOD von der Eingangslokation bis zur ersten bestandsführenden Lokation die Durchlaufzeit ermitteln.
Die Service-Loss-Analyse ermittelt die Service-Loss-Gründe zum Zeitpunkt der Ausführung des PSM-Services für die Service-Loss-Analyse. Zur Auswertung extrahiert das System die Ergebnisse der Service-Loss-Analyse (Service-Loss-Gründe und Detailinformationen, wie z. B. untergeordnete Service-Loss-Gründe) in das angeschlossene SAP NetWeaver Verwendungsart Business Intelligence (BI-System).
Die Service-Loss-Analyse liefert nur dann gültige Informationen, wenn sie zeitnah zur Service-Fill-Monitor-Auswertung erfolgt (z. B. innerhalb von 24 Stunden).