Prozess der Absatzplanung

Einsatzmöglichkeiten

Dieser Prozess beschreibt die einzelnen Aktivitäten des Absatzplanungszyklus (DP-Zyklus). Generell können Sie davon ausgehen, dass die Reihenfolge der hier dargestellten Prozesse der Folge entspricht, in der Sie den DP-Zyklus durchlaufen sollten. Da die Absatzplanung (DP) jedoch als Zyklus und nicht als linearer Pfad abgebildet ist, entscheiden Sie ggf., bestimmte Aktivitäten zu wiederholen oder in einer anderen Reihenfolge vorzugehen.

Ablauf

Das folgende Diagramm zeigt den Zyklus der Absatzplanung.

  1. Sie führen die Schritte aus, die zur Konfiguration Ihres Planungsbereichs erforderlich sind. Der Planungsbereich bildet die Grundlage für sämtliche in der APO-Absatzplanung stattfindenden Aktivitäten. Er stellt eine Sammlung von Parametern dar, die den Umfang sämtlicher Planungsaufgaben festlegen. Der Planungsbereich ist mit dem Data-Mart verknüpft. In den Data-Mart laden Sie die Istdaten der Vergangenheit (z.B. Buchungen, Lieferungen oder Rechnungen), die zum Anlegen der DP-Stammdaten (Stammdaten der Absatzplanung) und Generieren der Absatzprognosen genutzt werden. Siehe Administration des Planungsbereichs .

  2. Für Planungszwecke bilden Sie die Struktur Ihres Unternehmens (z.B. Regionen, Sparten, Marken, Produkte und Kunden) in den DP-Stammdaten ab. Siehe Konfigurieren der Stammdaten

  3. Sie konfigurieren das Layout der Planungsbilder für verschiedene Funktionsbereiche Ihres Unternehmens (Fachabteilungen, Management, Sparten etc.), die durch das Anlegen von Planungsmappen an der Absatzplanung beteiligt sind. Sie definieren Makros zur Durchführung von Berechnungen, von Tests und zur Ausgabe von Warnungen in Ausnahmesituationen. Siehe Gestalten einer Planungsmappe

  4. Sie definieren Prognosemodelle für Zeitreihenprognosen, Kausalanalysen und/oder kombinierte Prognosen. Siehe Definition/Neudefinition von Prognosemodellen .

  5. Sie erstellen eine Prognose entsprechend der Marktnachfrage und verwenden hierzu die Top-Down-, Middle-Out- oder Bottom-Up-Technik. Sie wählen aus einer Vielzahl verschiedener Prognosemethoden und –verfahren. Siehe Erstellen der Absatzprognose .

  6. Sie prognostizieren neue und auslaufende Produkte durch Anwendung der Lebenszyklusplanung und „Like“-Modellierung. Siehe Lebenszyklusplanung .

  7. Sie planen Promotions (auch als „Werbemaßnahmen“ oder „Aktionen“ bezeichnet) und andere Ereignisse. Beispiele für Promotions sind Zeitschriftenbeilagen, Gutscheine, Rabatte, Sichtverkauf, Messen, Händlerprovisionen, Verlosungen und Werbung. Siehe Promotion-Planung .

  8. Sie unterziehen den Absatzplan einem Fine-Tuning, indem Sie Änderungen einbringen, u.a. solche, die auf Management-Vorgaben basieren. Siehe Feineinstellung des Absatzplans .

  9. Sie stimmen die Absatzpläne verschiedener Abteilungen miteinander ab, so dass Sie als Ergebnis eine gemeinsame, auf Konsens beruhende Prognose erhalten. Siehe Abstimmen von Absatzplänen .

  10. Sie führen eine Simulation verschiedener Planungsszenarios durch. Siehe Simulation .

  11. Ausnahme- oder kritische Situationen überwachen Sie mit Hilfe des Alert Monitors. Siehe Überwachen von Alerts der Absatzplanung (DP) .

  12. Durch Freigabe des Absatzplans stellen Sie ihn Supply Network Planning zur Verfügung. Der Absatzplan unterliegt generell keinen Restriktionen (Constraints) durch Produktion oder Distribution. Dieser Schritt kann entweder vom Absatzplaner oder SNP-Planer ausgeführt werden. Siehe Freigeben des Absatzplans an Supply Network Planning .

  13. Durch Freigabe des SNP-Plans stellen Sie ihn der Absatzplanung zur Verfügung. Der SNP-Plan berücksichtigt Restriktionen (Constraints), die möglicherweise durch die Produktion oder Distribution gegeben sind. Ein Abgleich der beiden Pläne könnte z.B. zur Eröffnung einer neuen Fabrik führen, damit die Nachfrage in einer neuen Marktregion gedeckt werden kann. Siehe Freigeben des SNP-Plans an die Absatzplanung .

  14. Sie speichern die zu unterschiedlichen Zeitpunkten für eine Periode erstellten Prognosen. Siehe Speichern von Progosen und Weiterverarbeitung in anderen Systemen .

  15. Sie schreiben die Istdaten fort. Siehe Fortschreiben von Vergangenheitsdaten .

  16. Sie prüfen die Genauigkeit der Prognose, z.B. indem Sie die Restriktionen berücksichtigende (“constrained“) Prognose aus SNP mit Istdaten und mit anderen Absatzplanungsversionen, die Sie nicht an SNP freigegeben haben, vergleichen. Siehe Überwachen der Prognosegenauigkeit .

  17. Sie überarbeiten die Stammdaten, so dass diese das Hinzukommen neuer Produkte, Kunden etc. abbilden. Siehe Überarbeiten der Stammdaten .

  18. Anhand Ihrer durch Prognosegenauigkeitsprüfungen gewonnenen Kenntnisse runden Sie die Prognosemodelle weiter ab. Ggf. nehmen Sie für neue Produkte und Produktlinien neue Modelle auf. Siehe Definition/Neudefinition von Prognosemodellen .

Ergebnis

Das Ergebnis der Absatzplanung ist der Absatzplan.