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 Festlegung der betriebswirtschaftlichen Ziele

Verwendung

Wenn Sie einen optimierungsbasierten Produktionsplan mit der Funktion Automatische Kostengenerierung erstellen möchten, legen Sie zunächst Ihre betriebswirtschaftlichen Ziele für die Planung fest. Das System generiert dann anhand dieser Ziele automatisch die entsprechenden Lenkungskosten, auf deren Basis der Optimierer die Planungsentscheidungen trifft.

Hauptziel der Planung ist die Maximierung des Lieferbereitschaftsgrads. Außerdem können Sie die folgenden weiteren Ziele festlegen:

  • Berücksichtigung von Bedarfs- und Produktprioritäten

  • Berücksichtigung von Beschaffungsprioritäten

Sie definieren diese Ziele im SNP- oder Deployment-Optimiererprofil auf der Registerkarte Automatische Kostengenerierung .

Funktionsumfang

Berücksichtigung von Bedarfs- und Produktprioritäten

Sie können Prioritäten für drei verschiedene Prioritätsklassen des Bedarfsund den Sicherheitsbestand festlegen:

  • Kundenbedarf

  • Korrigierte Bedarfsprognose

  • Bedarfsprognose

  • Sicherheitsbestand

Die Standardeinstellung ist, dass alle Prioritätsklassen und der Sicherheitsbestand die gleiche Priorität besitzen.

Zusätzlich können Sie festlegen, dass das System auch die Priorität von Produkten berücksichtigt. Diese Priorität können Sie in den Stammdaten des Lokationsprodukts auf der Registerkarte SNP 2 angeben. Die Produktpriorität wird vom System in Kombination mit der Bedarfspriorität berücksichtigt. Sie können festlegen, welche Priorität wichtiger ist und vom System zuerst berücksichtigt werden soll.

Zur Vereinfachung dieser Kombination aus beiden Prioritätsarten müssen Sie die Produktprioritäten außerdem noch in drei Klassen von A-, B- und C-Produkten unterteilen.

Die folgende Grafik zeigt, wie das System genau vorgeht, wenn die Bedarfspriorität wichtiger als die Produktpriorität ist oder umgekehrt:

Wenn die Bedarfspriorität wichtiger als die Produktpriorität ist, deckt das System zunächst alle Bedarfe der Prioritätsklasse 1 (z.B. Kundenbedarf) für alle Lokationsprodukte, dann alle Bedarfe der Prioritätsklasse 2 usw. Wenn die Produktpriorität wichtiger ist, deckt das System zunächst alle Bedarfe aller Prioritätsklassen für die Lokationsprodukte der Klasse A, dann alle Bedarfe für die Lokationsprodukte der Klasse B usw.

Berücksichtigung von Beschaffungsprioritäten

Sie können festlegen, dass das System die Beschaffungsprioritäten von Produktionsprozessmodellen (PPMs) oder Produktionsdatenstrukturen (PDS) sowie Transportbeziehungen berücksichtigt. Diese Priorität legen Sie in den Stammdaten der PPMs/PDS und Transportbeziehungen (produktspezifisch) fest. Dabei ist die Beschaffungspriorität von Eigenfertigungsbezugsquellen immer wichtiger als die von Fremdbeschaffungsbezugsquellen (analog zum Verfahren der SNP-Heuristik).

Das System deckt möglichst immer zuerst alle Bedarfe einer Periode mit Zugängen aus allen in dieser Periode zur Verfügung stehenden Bezugsquellen (in der Reihenfolge der Beschaffungspriorität dieser Bezugsquellen). Erst dann versucht das System, die Bedarfe mit Zugängen aus Bezugsquellen einer früheren Periode zu decken. Wenn das System in eine frühere oder spätere Periode ausweichen muss, kann es das beschriebene Prinzip in dieser Periode nicht mehr unbedingt einhalten.