
Mit dem Document Relationship Browser (DRB) können Sie verknüpfte Objekte bzw. Belege anzeigen.
In der Regel handelt es sich dabei um Belege, die bei einem gemeinsamen Geschäftsvorfall entstanden sind oder die zu einem gemeinsamen Prozess gehören. Der DRB gruppiert die Belege anwendungsübergreifend.
In mySAP ERP sind typische Belege des Rechnungswesens und der Logistik sowie der Workflow und die Idocs eingebunden. Sämtliche Belege sind so in den DRB eingebunden, dass auch ein Zugriff auf archivierte Belege möglich ist.
Weitere Informationen finden Sie in SAP-Hinweis
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DRB und Datenarchivierung
DRB und DatenarchivierungSämtliche Objekttypen (Belege) sind so in den DRB eingebunden, dass alle Funktionen des DRB auch für archivierte Daten möglich sind. Der Endbenutzer kann mit Hilfe des DRB herausfinden, ob sich die Daten in der Datenbank oder im Archiv befinden.
DRB und verteilte Systeme (ALE)
DRB und verteilte Systeme (ALE)Mit dem DRB können Sie Prozessketten oder Geschäftsvorfälle auch dann nachvollziehen, wenn diese über mehrere Systeme verteilt sind. Dies gilt für die Ermittlung verknüpfter Belege und für deren Anzeige.
Für den Einsatz des DRB sind keine weiteren Voraussetzungen notwendig, falls keine archivierten Daten beteiligt sind.
Für das Lesen vom Archiv müssen Sie in der Regel Einstellungen im Archivinformationssystem (AS) vornehmen. Für Archivzugriffe liegt in den Anwendungskomponenten in den meisten Fällen das Archivinformationssystem zugrunde. Voraussetzung ist meist, dass eine Infostruktur zu einem bestimmten Feldkatalog aktiv und aufgebaut sein muss. Der Name des Feldkatalogs und welche Felder in der Infostruktur enthalten sein müssen, hängt vom Objekttyp ab. In der Regel handelt es sich dabei um von SAP ausgelieferte Feldkataloge (Namensgebung: SAP_<FELDKATALOGNAME>).
Informationen zu den Voraussetzungen für die korrekte Anzeige der einzelnen Objekttypen (einschließlich Archivzugriff) finden Sie in der anwendungsspezifischen Dokumentation zum DRB. Weitere Informationen finden Sie unter
Der
DRB in den Anwendungskomponenten sowie in SAP-Hinweis
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Die Funktionen des DRB umfassen:
die Ermittlung der miteinander verknüpften Objekte
die Darstellung der miteinander verknüpften Objekte
die Anzeige eines Objekts.
Die Funktionen zum Einstieg in den DRB sind Teil der Anwendungen wie z.B. die Einzelpostenanzeige der Kostenrechnung, die den DRB aufrufen. Einige dieser Funktionen sind in der Rolle SAP_DRB zusammengefasst. Diese Rolle wird mit mySAP ERP ausgeliefert. Sie ist nicht Bestandteil von SAP NetWeaver.
Die aufgeführten Funktionen des DRB erfordern Informationen aus den jeweiligen Anwendungen. Sie sind so implementiert, dass jeweils entsprechende Funktionen der Anwendung aufgerufen werden. Der Kern des DRB agiert in diesen Fällen meist nur als Dispatcher.
Ermittlung der Verknüpfungen
Ermittlung der VerknüpfungenAusgehend von einem Einstiegsobjekt, welches der Benutzer in einer entsprechenden Funktion der Anwendung festlegt, ermittelt der DRB zuerst die direkt mit diesem Objekt verknüpften Objekte. In der jeweiligen Anwendung ist festgelegt, was "direkt verknüpft" bedeutet.
Im Rechnungswesen gilt der Ursprungsbeleg eines Geschäftsvorfalls mit allen anderen zu diesem Geschäftsvorfall gehörenden Belegen des Rechnungswesens als direkt verknüpft. Der DRB ermittelt für jedes dieser so ermittelten Objekte wieder alle direkt verknüpften Objekte und so weiter. Dabei werden Objekte, die bereits ermittelt wurden, nicht weiter betrachtet. Die weitere Ermittlung verknüpfter Objekte muss durch den Benutzer angestoßen werden.
Der Kern des DRB greift bei der Ermittlung der verknüpften Objekte nicht selbst auf archivierte Daten zu. Diese Aufgabe liegt bei den vom DRB aufgerufenen Funktionen der Anwendung. In diesen Funktionen wird meist über das Archivinformationssystem (SAP AS) nach archivierten verknüpften Belegen gesucht.
Ermittelt eine der Funktionen der Anwendung einen verknüpften Beleg aus einem anderen logischen System, so fährt der DRB automatisch mit der Ermittlung verknüpfter Objekte in diesem System fort. Auf diese Weise ist die ALE-Integration automatisch gewährleistet.
Darstellung der miteinander verknüpften Objekte
Darstellung der miteinander verknüpften ObjekteDie Übersicht der miteinander verknüpften Objekte konzentriert sich auf die Objekte und nicht auf die Verknüpfungen. Es findet keine Gewichtung oder Bewertung der Beziehungen statt. Im DRB ist es nicht ersichtlich, ob ein Beleg Vorgänger oder Nachfolger eines anderen Belegs ist, sondern nur, dass eine Verbindung zwischen den Belegen besteht. Verknüpfungen werden nicht dargestellt, wenn sie zu Objekten führen, die bereits in der Darstellung vorhanden sind.
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Objekt A zwar die Verknüpfung zu einem Objekt B kennt. Aus Sicht von Objekt B ist diese Beziehung allerdings nicht bekannt. Abhängig vom Einstiegsobjekt wird die Verknüpfung angezeigt oder nicht.
In Abhängigkeit vom gewählten Einstiegsobjekt und von der Reihenfolge in welcher Sie durch den Verknüpfungsbaum navigieren kann die Darstellung variieren. Die Menge der im Verknüpfungsbaum dargestellten Objekte bleibt konstant.
Außer den aufbereiteten Schlüsseln der miteinander verknüpften Objekte kann in der Übersicht auch dargestellt werden, aus welchem logischen System das jeweilige Objekt stammt und ob das Objekt in der Datenbank liegt oder bereits archiviert wurde.
Anzeige eines Objekts
Anzeige eines ObjektsDurch Doppelklick auf den Schlüssel eines Objekts kann der Anwender in die Anzeige des entsprechenden Objekts verzweigen. Diese Anzeige ist anwendungsabhängig implementiert, daher können die Ausprägungen dieser Anzeige für die einzelnen Objekttypen stark voneinander abweichen. Wie bei der Ermittlung der verknüpften Objekte ist auch hier die Anbindung an archivierte Daten anwendungsabhängig implementiert, während die Integration verteilter Systemlandschaften automatisch abläuft.
Nach dem Einstieg über das von ihnen bestimmte Objekt (z.B. über einen Kundenauftrag), zeigt das System welche Objekte mit diesem Objekt verknüpft sind (bei einem Kundenauftrag können das Bestellung, Kundenangebot und Kundeneinzelfaktura sein). Im ersten Schritt werden nur die Objekte angezeigt, die direkt mit dem Einstiegsobjekt verknüpft sind. Sind weitere Objekte mit diesen Objekten verknüpft, so wird dies in der Darstellung durch ein entsprechendes Symbol dargestellt. Durch Klicken auf dieses Symbol wird die Darstellung um weitere verknüpfte Objekte erweitert. Durch Doppelklick auf einen Objektschlüssel (z.B. Belegnummer) gelangen Sie zur Anzeige des Objekts.
Aufgrund eines Materialbelegs entstanden ein Buchhaltungsbeleg und ein Kostenrechnungsbeleg. Über die Beleganzeige der Buchhaltung (Transaktion FB03) wird der DRB gestartet. Der Document Relationship Browser stellt im Verknüpfungsbaum die Verknüpfung dar:
