
Mit der Funktion Sicherung im aktiven Zustand können Sie Anwendungen während deren Sicherung weiterverwenden.
Ab dem Betriebssystem-Release IBM i5/OS V5R3M0 steht diese Funktion auf zwei Arten zur Verfügung:
Sichern von Datenbankobjekten bei Erreichen einer Transaktionsgrenze
Wenn Sie diese Option auswählen, müssen alle Workprozesse eine Transaktionsgrenze erreicht haben, damit die Sicherung beginnen kann. Diese Funktion ist für alle Betriebssystem-Releases verfügbar. Wenn die Sicherung zurückgeladen wird, ist diese garantiert in einem konsistenten Zustand. Sehr lange laufende Transaktionen können jedoch eventuell verhindern, dass einige Workprozesse eine Transaktionsgrenze in dem Zeitrahmen erreichen, der für die Sicherung zulässig ist. In diesem Fall können bei der Sicherung Fehler auftreten.
Sichern von Datenbankobjekten mit Teiltransaktionen
Diese Option ist neu ab IBM i5/OS V5R3M0. Mit dieser Option können Sie Objekte auch dann sichern, wenn die Workprozesse keine Transaktionsgrenze erreicht haben. Tabellen, die mit dieser Option gesichert werden, können Daten enthalten, für die noch kein COMMIT durchgeführt wurde. Es ist daher unbedingt erforderlich, Journaländerungen nach dem Zurückladen der Sicherung einzuspielen, um unvollständige Transaktionen abzuschließen oder für diese einen ROLLBACK durchzuführen und die Konsistenz der Datenbank zu gewährleisten. Beachten Sie, dass unvollständige Transationen nur DML-Anweisungen (INSERT, UPDATE, DELETE) enthalten können, für die noch kein COMMIT durchgeführt wurde, um eine Sicherung zu ermöglichen. Für Transaktionen, die DDL-Anweisungen (wie z.B. ALTER TABLE) enthalten, müssen Sie einen COMMIT oder ROLLBACK durchführen, bevor Sie die Sicherung durchführen können. Sie sollten nach Möglichkeit keine Onlinesicherung durchführen, während Transporte, die ABAP-Dictionary-Änderungen enthalten, in das System importiert werden.
Um die Funktion Sicherung im aktiven Zustand ausführen zu können, geben Sie in den Sicherungsbefehlen SAVLIB und SAVOBJ den Parameter SAVACT(*SYNCLIB) an. Wenn Sie Objekte an einer Transaktionsgrenze sichern, geben Sie im Parameter SAVACTWAIT(3600) die Wartezeit (z.B. eine Stunde) an und übernehmen Sie die restlichen Vorschlagswerte. Wenn Sie Objekte mit einer Teiltransaktion sichern, machen Sie für den Parameter eine Eingabe im Feld Anstehende Satzänderungen, z.B. SAVACTWAIT(3600 *NOCMTBDY *LOCKWAIT). Wenn Sie dieses Feld verwenden, können Sie nicht auf ein Ziel-Release vor V5R3M0 sichern.
Weitere Informationen über die Funktion Sicherung im aktiven Zustand finden Sie im IBM Information Center. Wählen Sie Ihr Release aus und navigieren Sie, z.B. in V6R1, zum Abschnitt .