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Korrekturanleitung einbauenLocate this document in the navigation structure

Kontext

Sie können die in einem Hinweis enthaltenen Korrekturanleitungen einbauen lassen. Außerdem können Sie die Korrekturen an ABAP-Quelltext an Ihre Modifikationen anpassen, falls Sie die zu korrigierenden Objekte zuvor selbst modifiziert haben.

Achtung

Lesen Sie den Langtext der Hinweise, auch den der vorausgesetzten Hinweise, sorgfältig durch. Es können Vor-, Nacharbeiten oder Wechselwirkungen mit anderen Korrekturanleitungen beschrieben sein, die Sie zusätzlich zum Korrekturanleitungseinbau beachten müssen.

Das System kann nur Änderungen an einigen Objekttypen automatisch einbauen. Siehe auch: Technische Details zu Korrekturanleitungen.

Vorgehensweise


  1. Um die Korrekturanleitungen eines Hinweises in Ihr System einzubauen, stellen Sie im Einstiegsbild des Note Assistant den Cursor auf den entsprechenden Hinweis und wählen Hinweis einbauen.

    Das System prüft zunächst, welche Korrekturanleitung aus dem Hinweis zum Release-Stand und Support Package Level Ihres Systems passt.

    Weiterhin prüft das System, ob Korrekturen aus anderen Hinweisen Voraussetzung für den Einbau der vorliegenden Korrektur sind. Ist dies der Fall, zeigt das System diese Hinweise auf einem Dialogfeld an.

    • Wenn Sie eine RFC-Verbindung zu SAP haben, dann können Sie diese Hinweise automatisch herunterladen, indem Sie das Dialogfeld bestätigen.

    • Anderenfalls laden Sie die vorausgesetzten Hinweise aus dem SAP Service Marketplace und führen im Note Assistant einen Upload der Hinweise durch.

    Wenn die Korrekturen aus den Hinweisen für Ihr System relevant sind und als Voraussetzung eingebaut werden müssen, sind diese anschließend in der einzubauenden Reihenfolge aufgeführt. (Siehe auch: Korrekturanleitungs-Queue). Wenn die vorausgesetzten Korrekturen nicht relevant sind (z. B. weil sie bereits durch ein Support Package eingespielt wurden) und nicht eingebaut werden müssen, so vergibt der Note Assistant automatisch den entsprechenden Status und zeigt die zugehörigen Hinweise nicht in der Liste an. Sie finden diese Hinweise, wenn Sie den Hinweis-Browser aufrufen und nach dem Bearbeitungsstatus Nicht relevant selektieren.

  2. Wenn das System mehr als eine Korrekturanleitung einbauen muss, gelangen Sie in die Korrekturanleitungs-Queue. Wenn die Queue manuelle Vorarbeiten enthält, dann führen Sie diese vor dem Einbau der automatischen Korrekturanleitungen durch, bestätigen Sie die Durchführung, und wählen Sie Weiter.

  3. Bauen Sie die automatischen Korrekturanleitungen ein.

    Bevor das System die Objekte korrigiert, sendet es ein Dialogfenster für die Auswahl des Änderungsauftrags.

  4. Wenn Sie bereits für manuelle Vorarbeiten einen Änderungsauftrag angelegt haben, wählen Sie diesen. Anderenfalls wählen Sie einen geeigneten Änderungsauftrag aus, oder legen Sie einen neuen an.

    In diesen Auftrag wird der Hinweis (R3TR NOTE) inklusive aller Korrekturanleitungen (R3TR CINS) und alle geänderten Objekte eingetragen. Sie können die Korrekturen damit in Folgesysteme transportieren.

    Beachten Sie, dass alle zu korrigierenden Objekte zusammen mit den Hinweisdaten in einen Auftrag eingetragen sein müssen. Nur so ist gewährleistet, dass die Korrekturen vollständig in die Folgesysteme gelangen.

    Hinweis

    Zum automatischen Einbau von Hinweiskorrekturen ist kein SSCR-Schlüssel nötig.

  5. Sie gelangen auf ein Dialogfenster, auf dem alle zu ändernden Objekte verzeichnet sind.

    Durch ein Ampelsymbol sehen Sie, ob das System die Korrektur automatisch einbauen kann. (Siehe auch: Korrektureinbau bestätigen)

    Durch Anklicken des Objektnamens gelangen Sie in die Änderungsanzeige, die Ihnen die Änderungen darstellt.

    Falls Sie die zu korrigierenden Quelltexte zuvor selbst modifiziert haben, erhält der Hinweis eine gelbe Ampel. Sie können die Korrekturen an Ihre Modifikationen anpassen. (Siehe auch: Splitscreen-Editor)

    Bei nicht quelltextartigen Repository-Objekten oder Teilobjekten ist ein solcher Abgleich beim Hinweiseinbau nicht möglich. Eventuell erforderliche Abgleiche müssen Sie vor oder nach dem Hinweiseinbau im jeweiligen Objekteditor durchführen.

    Wenn Sie beim Hinweiseinbau manuelle Änderungen vornehmen, kann das System nicht beurteilen, ob die Korrekturen dadurch sinngemäß richtig eingebaut sind. Deshalb müssen Sie in diesem Fall auf einem weiteren Dialogfenster bestätigen, dass die Korrekturen als vollständig eingebaut gelten sollen.

    Hinweis

    Wenn das System eine Korrektur nicht automatisch einbauen kann, obwohl Sie die betroffenen Objekte zuvor nicht modifiziert haben, sollten Sie zunächst ebenfalls versuchen, den Hinweis über den Splitscreen-Editor einzubauen. In vielen Fällen scheitert der automatische Einbau an kleinen Unterschieden im Quelltext.

    Ist der Einbau trotzdem nicht möglich, ist der Hinweis wahrscheinlich fehlerhaft. Wenden Sie sich in diesem Fall an den SAP-Support, indem Sie eine Problemmeldung für die Komponente des Hinweises (z.B. FI-AR-CR) öffnen.

  6. Wenn Sie das Dialogfenster mit der Liste der zu korrigierenden Repository-Objekte bestätigen, sichert das System die geänderten Objekte zunächst nur als inaktive Fassungen in der Datenbank. Im folgenden Dialogschritt fordert das System Sie auf, die geänderten Objekte zu aktivieren. Erst durch die Aktivierung werden die Korrekturen in Ihrem System wirksam.

    Bei der Aktivierung prüft das System die Syntax der geänderten Objekte. Zeigt sich dabei ein Fehler, so bricht das System die Aktivierung ab. Solche Syntaxfehler können entweder durch Modifikationen oder durch einen fehlerhaften Hinweis verursacht werden. Wenden Sie sich im letzteren Fall an den SAP Support.

  7. Wenn die Korrekturanleitungs-Queue manuelle Nacharbeiten enthält, die nach dem Einbau der automatischen Korrekturanleitungen durchgeführt werden müssen, führen Sie diese durch, bestätigen Sie die Durchführung, und wählen Sie Weiter. Verwenden Sie für die manuellen Nacharbeiten den selben Änderungsauftrag wie für die automatischen Korrekturanleitungen.

  8. Testen Sie nach dem Einbau der Korrekturen die durch den Hinweis korrigierte Funktion, und überprüfen Sie, ob das ursprünglich festgestellte Problem behoben ist.

    Sie können sich alle Objekte, die mit automatischen Korrekturanleitungen korrigiert wurden, anzeigen lassen. Rufen Sie dazu über Korrigierte Objekte den Modifikations-Browser auf.

  9. Setzen Sie den Bearbeitungsstatus auf Erledigt.

    Hinweis

    In Ausnahmefällen können Sie eingebaute Korrekturanleitungen auch wieder ausbauen. Die eingebauten Änderungen werden dabei zurückgenommen. Der Hinweis bleibt in Ihrem System erhalten und wird auf den Status vor dem Einbau zurückgesetzt.

    Wählen Sie dazu Hinweiseinbau zurücknehmen.

    Falls Sie manuelle Tätigkeiten durchgeführt haben, werden diese beim Ausbau nicht zurückgenommen. Wenn nötig und falls möglich, setzen Sie die manuellen Tätigkeiten manuell zurück.

  10. Wenn Sie Ihr Problem mit Hilfe des Hinweises behoben haben, geben Sie den Änderungsauftrag frei, der beim Einbau der Korrekturanleitung erzeugt wurde.

    Dadurch werden die Korrekturen zusammen mit den Hinweisdaten in die Folgesysteme Ihrer Systemlandschaft transportiert.

    Achtung

    Falls Sie manuelle Tätigkeiten durchgeführt haben, die nicht transportierbar sind, müssen Sie diese Tätigkeiten in den Folgesystemen erneut durchführen. Manuelle Vorarbeiten müssen Sie vor dem Import des Auftrags in die Folgesysteme durchführen, manuelle Nacharbeiten nach dem Import. Um den Hinweis in den Folgesystemen als vollständig eingebaut zu klassifizieren, starten Sie in den Folgesystemen den Hinweiseinbau mit dem Note Assistant erneut. Nur die nicht transportierbaren manuellen Tätigkeiten werden angezeigt. Bestätigen Sie, dass Sie diese durchgeführt haben, und wählen Sie Weiter.