Show TOC

ProzessEiltransportentscheidung treffen

 

Wenn der Nettobedarf einer Lokation bestimmte priorisierte Nettobedarfe beinhaltet, führt das System mehrere Prüfungen durch und ermittelt so, ob es sinnvoll ist, diese priorisierten Bedarfe per Eiltransport zu liefern.

Sonderfall

Bei Push-Deployment vom Lieferanten zieht das System keinen Eiltransport in Erwägung.

Voraussetzungen

Sie haben in den Produktstammdaten auf der Registerkarte Mengeneinheiten für die Basismengeneinheit Angaben in folgenden Feldern gemacht:

  • Bruttogewicht

  • Volumen

  • Länge

  • Breite

  • Höhe

Prozess

  1. Das System prüft die Anzahl der Prioritätsstufen, für die eine Eiltransportentscheidung ansteht. Diese Anzahl können Sie im Customizing des Advanced Planning and Optimizationunter Anfang des Navigationspfads Supply-Chain-Planung Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Deployment Navigationsschritt Serviceprofil für Deployment definieren Ende des Navigationspfads im Feld Anzahl der Prioritätsstufen für Eiltrans angeben.

    • Wenn Sie in diesem Feld keinen Eintrag vorgenommen haben, verwendet das System ausschließlich Normaltransport.

    • Wenn an einer Lokation über die von Ihnen definierte Anzahl der Prioritätsstufen ein kumulierter Nettobedarf besteht, so zieht das System einen Eiltransport in Erwägung und fährt mit Schritt 2 fort.

  2. Das System prüft, ob Sie in den Produktstammdaten auf der Registerkarte Eigenschaften SPP das Kennzeichen kein Eiltransport gesetzt haben. Nur wenn Sie dieses Kennzeichen nicht gesetzt haben, fährt das System mit Schritt 3 fort.

  3. Das System ermittelt die ungerundete Eiltransportmenge. Diese ergibt sich aus den Bedarfen der ersten x Prioritätsstufen. x ist die Anzahl, die Sie im Feld Anzahl der Prioritätsstufen für Eiltrans angegeben haben.

    • Wenn die verteilbare Menge kleiner ist als die Summe der Nettobedarfe der ersten x Prioritätsstufen, zieht das System für die gesamte verteilbare Menge Eiltransport in Erwägung. Welche der priorisierten Bedarfe das System deckt, ermittelt es anhand der Fair-Share-Aufteilung.

    • Wenn die verteilbare Menge größer ist als die Summe der Bedarfe der ersten x Prioritätsstufen, ergibt sich die Menge, für die das System einen Eiltransport in Erwägung zieht, aus dem ungerundeten kumulierten Nettobedarf der ersten x Prioritätsstufen plus einem Puffer. Der Puffer ergibt sich aus den nächsten y Perioden der Prognose des Bedarfs. y können Sie in den Lokationsproduktstammdaten auf der Registerkarte SPP Deployment im Feld BedMultipl. Eiltrans. definieren.

  4. Das System prüft, ob Sie für die entsprechende Transportbeziehung mehr als ein Transportmittel angelegt haben.

    • Wenn dies nicht der Fall ist, zieht das System keinen Eiltransport in Erwägung und benutzt ausschließlich Normaltransport.

    • Wenn Sie mindestens zwei Transportmittel angelegt haben, prüft das System, ob das Transportmittel, das Sie zusätzlich zum Standardtransportmittel angelegt haben, auch das schnellere Transportmittel ist.

      Wenn dies nicht der Fall ist, verwendet das System ausschließlich Normaltransport. Wenn dies der Fall ist, fährt das System mit Schritt 5 fort.

      Hinweis Hinweis

      Das Standardtransportmittel ermittelt das System folgendermaßen:

      Es wählt die produktspezifische Transportbeziehung mit der höchsten Beschaffungspriorität aus. Für diese produktspezifische Transportbeziehung mit der höchsten Beschaffungspriorität ermittelt das System das günstigste Transportmittel als Standardtransportmittel. Die Beschaffungspriorität haben Sie in den Transportbeziehungsstammdaten im Bereich Produktspezifische Transportbeziehung im Feld BPriorität angegeben, die Transportkosten im Bereich Transportmittel im Feld TrKosten.

      Ende des Hinweises
  5. Das System prüft, ob es sich bei dem entsprechenden Produkt um Gefahrgut handelt. Dafür prüft es Ihren Eintrag in den Produktstammdaten auf der Registerkarte Lagerdaten im Feld GefSt. lagerrelevant.

    • Wenn es sich bei dem entsprechenden Produkt nicht um Gefahrgut handelt, fährt das System mit Schritt 6 fort.

    • Wenn es sich bei dem entsprechenden Produkt um Gefahrgut handelt, prüft das System, ob das für den Eiltransport vorgesehene Transportmittel Gefahrgut transportieren darf. Welche Transportmittel kein Gefahrgut transportieren dürfen, können Sie im Customizing des Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Supply-Chain-Planung Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Deployment Navigationsschritt Transportmittel bei Eiltransport von Gefahrgut ausschließen Ende des Navigationspfadsangeben. Wenn das vorgesehene Transportmittel kein Gefahrgut transportieren darf, zieht das System keinen Eiltransport in Erwägung und benutzt ausschließlich Normaltransport. Wenn das vorgesehene Transportmittel Gefahrgut transportieren darf, fährt das System mit Schritt 6 fort.

  6. Das System rundet die Eiltransportmenge auf Transportgrößen. Dazu prüft es, ob Sie im Customizing des Advanced Planning and Optimization unter Anfang des Navigationspfads Supply-Chain-Planung Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Deployment Navigationsschritt Allgemeine Einstellungen für Deployment vornehmen Ende des Navigationspfads das Kennzeichen Eiltrans: GesMenge gesetzt haben.

    • Wenn Sie das Kennzeichen gesetzt haben, steht bei der Rundung die gesamte verteilbare Menge zur Verfügung. So hat das System bei der Rundung einen größeren Spielraum, und die einzelnen Lokationen können bessere Rundungsergebnisse, d. h. wirtschaftlichere Packungsgrößen, erzielen.

    • Wenn Sie das Kennzeichen nicht gesetzt haben, steht bei der Rundung als maximal verfügbare Menge lediglich die Summe aller ermittelten Eiltransportmengen zur Verfügung.

  7. Das System prüft, ob die Eiltransportmenge die Grenzwerte bezüglich Gewicht, Volumen und Abmessung, die Sie in den Kopfdaten der Transportbeziehungsstammdaten unter Deployment in den Feldern Max. Gew. für Eiltransport, Max. Vol. für Eiltransport und Max. Abm. für Eiltransport angeben haben, überschreitet. Wenn die Eiltransportmenge einen dieser Grenzwerte überschreitet, reduziert das System die Eiltransportmenge unter Berücksichtigung der Mindestpackungsgröße auf den entsprechenden Grenzwert. Wenn Sie in diesen Feldern keine Werte angegeben haben, führt das System diese Prüfung nicht durch.

    Hinweis Hinweis

    Diese Prüfung der Eiltransportmenge entspricht der Standardimplementierung des Business Add-Ins (BAdIs) /SAPAPO/DEPL_EXPED_SHIP_LIMITS. In diesem BAdI können Sie auch eine eigene Logik definieren, nach der das System die Eiltransportmenge prüft. Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden des Advanced Planning and Optimization unter Anfang des Navigationspfads Supply-Chain-Planung Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Business Add-Ins (BAdIs) für Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt BAdIs für Deployment Ende des Navigationspfads.

    Ende des Hinweises
  8. Das System legt Umlagerungsbestellungen für die Eiltransportmengen an und zieht die Eiltransportmengen von den kumulierten Bedarfen ab. Wenn von der verteilbaren Deployment-Menge ein Rest verbleibt, deckt das System mit dieser verbleibenden Menge Bedarfe per Normaltransport nach den Regeln der Fair-Share-Aufteilung.