Post Processing Framework (BC-SRV-GBT)
Einsatzmöglichkeiten
Das Post Processing Framework (PPF) bietet den SAP-Anwendungen eine einheitliche Schnittstelle zum bedingungsabhängigen Erzeugen von Aktionen (z.B. Drucken von Lieferscheinen, Faxen von Auftragsbestätigungen oder Auslösen von Genehmigungsverfahren). Die Aktionen werden erzeugt, wenn zu einem Anwendungsbeleg bestimmte Bedingungen eingetreten sind. Sie werden dann entweder direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt verarbeitet.

Einen Monat vor Ablauf eines Mengenvertrages erhält der zuständige Vertriebsmitarbeiter eine Aufforderung zu einem Telefonat in seinem Eingang. Zweck des Telefonats ist die Besprechung eines neuen Vertrags.
Die folgende Grafik veranschaulicht die Funktion des PPF:

Integration
Das PPF ist Teil des SAP Web Application Servers und kann von den Anwendungen verwendet werden. Es ist der Nachfolger der Ausgabesteuerung und bietet einen größeren Funktionsumfang, eine einfachere Anbindung an die Anwendungen und eine höhere Flexibilität.
Funktionsumfang
Das PPF stellt Werkzeuge für das Einplanen, Starten und Überwachen der Aktionen zur Verfügung. Die Findung, Erzeugung und Verarbeitung der Aktionen sind entweder automatisch oder durch Benutzerinteraktion möglich.
Das PPF stellt für die Findung der Aktionen eine Auswertung von veränderbaren Bedingungen zur Verfügung. Die Anwendung kann die Findungstechnik, mit der die Bedingungen ausgewertet werden, ihren Anforderungen anpassen oder auch ihre eigene Findungstechnik verwenden.
Das PPF stellt Verarbeitungstypen zur Verfügung, die die Ausführung verschiedener Aktionen übernehmen:
Die Verarbeitungstypen können von der Anwendung übernommen, an die Anforderungen der Anwendung angepasst oder auch durch eigene Verarbeitungstypen ersetzt werden.
Zusätzlich bietet das PPF Werkzeuge für die Verwaltung der Aktionen. Dazu stellt es eine Aktionsübersicht mit Statusanzeige, Findungs- und Verarbeitungsprotokollen zur Verfügung. Die Übersicht kann als Subscreen in die Anwendung eingebunden werden.