Dynpro pflegen
In der Detailsicht zur Dynproablauflogik (sowohl für die Funktion TCD als auch für den Funktionsbausteintest) wird das betreffende Dynpro in einem Simulationsmodus angezeigt. Dieser Modus ersetzt die bis Release 40B gültige Listenanzeige des Dynpros. Er bietet zusätzlich folgende Funktionen:
· Eingabehilfe (F4) und Feldhilfe (F1) stehen Ihnen wie auf dem Orginaldynpro zur Verfügung.
· Die Pflege von TabStrips, Tablecontrols und geschachtelten Subscreens ist möglich.
· Eingaben in Eingabefelder werden sofort auf richtiges Format geprüft.
· Alle Auswahlknöpfe einer Auswahlknopfgruppe werden auf einmal parametrisiert. Beachten Sie dabei, daß aber immer nur ein Auswahlknopf angekreuzt werden darf!
· Auch bei der Detailpflege von Auswahlknöpfen wird immer die gesamte Auswahlknopfgruppe angeboten.
· Sofern Drucktasten oder ein Reiter eines TabStrips gedrückt werden, wird dadurch sofern dies gewünscht wird der OK-Code der Drucktaste / des Reiters als neuer OK-Code gesetzt.
In der Dynprosimulation sind alle Felder, die im Menu Painter eingabebereit gesetzt sind, eingabebereit, auch wenn Sie in der Transaktion dynamisch nicht eingabebereit gesetzt wurden.

Um sicherzugehen, daß Sie nur Werte in die Eingabefelder eingeben, sollten Sie bei der Aufzeichnung der Transaktion / des Funktionsbausteins alle relevanten Felder mit Werten versorgen.
...
1. Geben Sie in die benötigten Felder Werte ein. Sie können einen Wert entweder direkt eingeben oder die Einzelfeldbearbeitung aufrufen.

Leerzeichen (zum Löschen von Vorgabewerten auf einem Feld) können durch die Angabe von zwei Hochkommata (‘ ‘ oder ‘’, d.h. mit oder ohne Leerzeichen zwischen den Hochkommata) übergeben werden.
2. Geben Sie mit der Funktion OK-Code den ggf. benötigten OK-Code, z. B. ( /11), ein.
3. Kehren Sie anschließend auf den Funktions-Pflegebildschirm zurück, und sichern Sie Ihre Eingaben.
Durch Markierung eines Bildschirmbild-Feldes und dem Ausführen der Funktion Feldinhalt erhalten Sie ein Dialogfenster zur Einzelfeldbearbeitung. Sie erhalten Informationen über eine evtl. Parametrisierung des Feldes und den aktuellen Feldinhalt.
Durch Markierung eines Bildschirmbild-Feldes und dem Ausführen der entsprechenden Funktion Importparameter einfügen
Bei der Pflege des Testfalls wird in der Detailpflege zu dem relevanten Dynpro auf dem Feld, das ausgelesen werden soll, ein Parameter definiert. Dazu steht dem Benutzer die Funktion Feldwert lesen zur Verfügung. Durch diese Funktion wird ein Exportparameter angelegt, in den der Feldwert gestellt wird.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
1. Positionieren Sie den Cursor auf das Feld, aus dem ein Wert gelesen werden soll.
2.
Wählen Sie
.
3. Geben Sie einen Parameternamen an. In diesen Parameter wird der Inhalt des Feldes übergeben. Sofern der Parameter noch nicht definiert wurde, legt das System diesen automatisch als Exportparameter an.

Der Parameter wird erst am Ende der Transaktion mit dem Wert versorgt. Sie können den Parameter also nicht in der gleichen Transaktion als Eingabewert in einem nachfolgenden Dynpro verwenden.
Bei der Prüffunktion wird nach Abschluß der Transaktion überprüft, ob der zur Laufzeit gültige Wert eines Feldes mit einem erwarteten Wert übereinstimmt.
Der Prüfwert kann ein Festwert oder ein Parameter sein. Erfolgt die Prüfung gegen einen Parameter, muß der Testfallersteller darauf achten, daß zur Laufzeit der Parameter mit dem richtigen Prüfwert versorgt wird. Wird ein noch nicht vorhandener Parameternamen angegeben, legt das System automatisch einen Importparameter an.
Zur Definition einer Prüfung steht dem Benutzer auf der Detailpflege des relevanten Dynpros die Funktion Feld prüfen zur Verfügung. Die Definition erfolgt in folgenden Schritten:
1. Stellen Sie den Cursor auf das Feld, das geprüft werden soll.
2.
Wählen Sie
.
3. In dem nachfolgenden Dialogfenster wird die Prüfung definiert:
¡ Indem Sie in das Feld Feldinhalt ein Wert eingetragen, wird eine Prüfung gegen diesen Festwert definiert.
¡ Durch Vergabe eines Parameternamens im Feld Parametername legen Sie eine Prüfung gegen einen Parameter an. Falls dieser Parameter nicht existiert, wird er automatisch als Importparameter angelegt.
Auf dieselbe Art können Sie eine Prüfung der letzten Systemnachricht definieren: Siehe Erweiterte Systemnachrichtenprüfungen.
In der CATT-Funktion TCD werden
Prüfungen auf Dynprofeldern definiert. Die Prüfung kann sowohl gegen einen
Festwert als auch gegen den aktuellen Inhalt eines Parameters erfolgen.
Die Prüfung wurde zu 4.6C so gestaltet, daß auch generische Prüfungen möglich
sind. Enthält der Prüfwert oder der aktuelle Prüfparameter einen '*' am Ende des Strings, so liefert
auch ein längerer Feldinhalt ein positives Prüfergebnis.

Grundsätzlich findet die Prüfung nach den Regeln der ABAP-Bedingung CP (Contains Pattern) statt. Das bedeutet, daß die Prüfung unabhängig von Groß-/ Kleinschreibung (also nicht case-sensitiv) ist.
Es können alle Maskenzeichen, z.B.
'*', '+', '#' in der gleichen Bedeutung verwendet
werden wie in ABAP-Bedingungen mit dem Vergleichsoperator CP zwischen Strings.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema erhalten Sie im Abschnitt
Vergleiche
zwischen Zeichenketten unter CP
(Contains Pattern).
Zur Definition einer Prüfung mit ‚Contains Pattern‘ gehen Sie wie bei Definition der Feldprüfung vor. Sie erfolgt in folgenden Schritten:
...
1. Stellen Sie den Cursor auf das Feld, das geprüft werden soll.
2.
Wählen Sie
.
3. In dem nachfolgenden Dialogfenster wird die Prüfung definiert:
¡ Indem Sie in das Feld Feldinhalt einen Wert teilweise eintragen und mit Maskenzeichen ergänzen, wird eine Prüfung gegen diesen Festwert definiert.
¡ Durch Vergabe eines unvollständigen Parameternamens ergänzt mit Maskenzeichen im Feld Parametername legen Sie eine Prüfung gegen einen Parameter an. Falls dieser Parameter nicht existiert, wird er automatisch als Importparameter angelegt.

Sie prüfen gegen das Feld Nachrichtentext des Nachrichtendynpros SAPMSCEM 0001: Der Eintrag USER*in Transaktion FD01 “Benutzer anlegen“ hat ein positives Prüfergebnis für beide Nachrichten “Benutzer angelegt“ und “Benutzer existiert bereits“.
Über die Funktion Cursorposition können Sie die Cursorposition bei Ausführung des Testlaufs verändern. In dem Dialogfenster geben Sie den Namen des Felds ein, auf das im Testlauf der Cursor positioniert werden soll. Das System schlägt die jeweils aktuelle Cursor-Position (Feldname oder Zeile/Spalte) vor.
Als Funktionscodes verwenden Sie standardmäßig die Funktionstastenbelegung bzw. die im Menu Painter definierten Funktionscodes der Transaktion. In Systemdaten ermitteln wird beschrieben, wie Sie diese ermitteln.
Subscreens werden bei der Aufzeichnung einer Transaktion / eines Funktionsbausteins mit aufgezeichnet. Wenn Sie wegen einer Nachbearbeitung Subscreenbereiche neu angeben müssen gehen Sie wie folgt vor:
...
1. Lassen Sie sich in der Dynprosimulation das entsprechende Dynpro anzeigen.
2. Führen Sie die Funktion Subscreens aus.
Die verschiedenen Subscreenbereiche werden durch Rahmen angezeigt.
3. Positionieren Sie auf der oberen linken Ecke des Subscreens den Cursor (auf dem Punkt).
4. Führen Sie die Funktion Detail aus.
5. Geben Sie auf dem folgenden Dialogbild den Modulpoolnamen und die Screennummer des Subscreens ein. Bestätigen Sie Ihre Angaben.
Die Eingabefelder sind nun in dem entsprechenden Subscreenbereich sichtbar.
6. Kehren Sie in die Dynprosimulation zurück und pflegen Sie evtl. die Felder des Subscreens.

Den Namen und die Bildschirmbildnummer des Subscreens erhalten Sie, indem Sie die Transaktion ausführen und den Cursor auf ein Feld des Subscreens positionieren und System →Status wählen.
Alternativ zur Eingabe auf dem Bildschirmbild können Sie Ihre Eingaben über die Feldliste pflegen. Diese enthält eine Auflistung der Felder des ausgewählten Bildschirmbildes mit der Option zur Eingabe eines neuen Feldinhalts. Auch hier können Sie Variablen oder Parameter verwenden.
In Ausnahmefällen können Sie auch interne Variablen als Feldnamen verwenden (siehe auch: Dynamische Bildschirmbilder und Feldnamen verarbeiten).

Bevor Sie die Felder eines Subscreens in der Feldliste bearbeiten können, müssen Sie den Subscreen auf dem entsprechenden Dynpro definieren. Dazu gehen Sie wie in Subscreen (weiter oben) beschrieben vor.

Die Zuordnung der Feldnamen zu den Bildschirmbild-Feldern erhalten Sie, indem Sie beim Ausführen der Transaktion auf dem Bildschirmbild den Cursor auf das entsprechende Feld positionieren und die Hilfe-Taste drücken. Sie erhalten ein Fenster mit der Hilfe zu dem betreffenden Feld. Mit der Funktion Technische Info können Sie neben dem Programmnamen und der Bildschirmbildnummer den Namen der Tabelle und den Feldnamen anzeigen.