Infinites Planen mit planerischen Mindestabständen Mit dieser Funktion können Sie beim infiniten Ein- oder Umplanen von Vorgängen eines Auftrags statt des prozessbedingten Mindestabstands einen größeren planerischen Mindestabstand zwischen den Vorgängen verwenden. Damit können Sie eine Planung erzeugen, die noch Spielräume für eine spätere finite Feinplanung enthält.
Damit das System für eine Anordnungsbeziehung den planerischen Mindestabstand verwendet, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
Sie haben der Bezugsquellefür Eigenfertigung für eine vorgangsübergreifende Anordnungsbeziehung einen planerischen Mindestabstand definiert.
Sie verwenden einen infiniten Planungsmodus oder einen infiniten Planungssubmodus.
Sie haben im Strategieprofil festgelegt, dass das System zeitliche Anordnungsbeziehungen zwischen Vorgängen eines Auftrages beachtet.
Sie haben im Strategieprofil das Kennzeichen
Infinites Planen mit planerischen Mindestabständen
gesetzt.
Das System verwendet in folgenden Fällen immer die prozessbedingten Mindestabstände:
wenn in der Bezugsquelle für eine Anordnungsbeziehung kein planerischer Mindestabstand definiert ist
Wenn für die Anordnungsbeziehung auch keine prozessbedingter Mindestabstand definiert ist, ist der Mindestabstand 0.
bei finiter Planung
zwischen den Aktivitäten eines Vorgangs
Für die Anpassung von aus geplanten Vorgängen verwendet das System als Mindestabstand immer den planerischen Mindestabstand.
Achtung
Sie sollten bei der interaktiven Planung in der DS-Plantafel
nicht
zwischen den Optionen, ob unter Beachtung von planerischen Mindestabständen oder prozessbedingten Mindestabständen geplant werden soll, wechseln. Dies gilt insbesondere, wenn Sie mit der Planungsfunktion
Neu planen
oder mit finiten Einfüge-Planungsmodi planen und dabei Anordnungsbeziehungen beachtet werden sollen.
In der Regel wählen Sie hier für die Planung viele Objekte aus oder es sind von einer Planänderung sehr viele abhängige Objekte betroffen, die das System umplanen oder anpassen muss. Ein Wechsel zwischen den Optionen bedeutet, dass das System abwechselnd auf der Basis des prozessbedingten Mindestabstands und des planerischen Mindestabstands umplant oder anpasst. Dies kann zum einen zu Performance-Problemen führen, zum anderen eine bestehende "gute" Planung wieder zerstören.