Parallelverarbeitung von Hintergrundjobs
Die Absatzplanung und andere Anwendungen enthalten Prozesse, die häufig als Hintergrundjobs gestartet werden. Dies kann durch die Größe der Jobs und die Dauer ihrer Verarbeitung oder den Routinecharakter der zu erledigenden Aufgabe bedingt sein. Zur Verbesserung der Performance derartiger Jobs ist es oft ratsam, sie in mehreren parallelen Prozessen zu starten.
Wenn Sie die Parallelverarbeitung nutzen, müssen Sie die Jobs nicht mehr in kleinere Einheiten aufteilen. Beispielsweise können Sie beim Laden von Daten aus einem InfoCube in einen Planungsbereich in einem einzigen Job Selektionen mit weitaus mehr Merkmalswertekombinationen verwenden oder sogar den gesamten InfoCube hochladen.
Achtung
Obwohl technisch möglich, ist es nicht ratsam, die Parallelverarbeitung im Dialog durchzuführen (Online-Ausführung). In diesem Fall ist der Hauptprozess, der die parallelen Arbeitsprozesse (Workprozesse) steuert, ein Dialogprozess. Aus verschiedenen technischen Gründen kann dies zu einer merklichen Verschlechterung der Performance führen.
Die Parallelverarbeitung ist eine Funktion, die in Verbindung mit dem SAP NetWeaver Application Server ausgeliefert wird. Weitere Informationen über den allgemeinen Prozess finden Sie unter Parallelverarbeitung von Jobs mit asynchronem RFC.
Für die Parallelverarbeitung benötigt das System einige Parameter aus der Anwendung, z.B.:
Blockgröße
Anzahl der Elemente, die in einem einzelnen Prozess verarbeitet werden. Die Datenobjekte, die diesen Elementen entsprechen, sind von Anwendung zu Anwendung unterschiedlich.
In der Absatzplanung sind diese Elemente gewöhnlich Merkmalswertekombinationen. Im Fall der Datenextraktion für SAP NetWeaver Business Intelligence sind diese Elemente Datensätze.
In der Heuristik von Supply Network Planning (SNP) sind die Elemente Lokationsprodukte, die im Planungslauf angelegt werden.
Im SNP-Optimierer stellen die Elemente entsprechende liveCache-Aufträge dar.
Maximale Anzahl paralleler Prozesse
Gibt die größte Anzahl von Prozessen an, die gleichzeitig in einem Hintergrundjob verwendet werden können. Dieser Wert richtet sich nach der maximalen Anzahl an Prozessen im System, die wiederum von der Anzahl der Anwendungsserver im System und deren Hardwareressourcen abhängt. Da ein Prozess für die Steuerung benötigt wird, lautet der niedrigste Perfomance-steigernde Eintrag in diesem Feld 3.
Mindestjobgröße für Parallelverarbeitung (in einigen Fällen)
Da diese Einstellungen für Anwendungen im Allgemeinen zwar ähnlich, jedoch nicht identisch sind, hat SAP die Pflege dieser Parallelverarbeitungseinstellungen über Profile vereinfacht. Diese anwendungsspezifischen Profile definieren Sie im Customizing und ordnen sie dann in der Anwendung entsprechend zu.
Wenn in einem Planungsbereich feste Aggregate verwendet werden, kann die Parallelverarbeitung in der Absatzplanung für die folgenden Prozesse nicht verwendet werden:
Berechnung von Anteilsfaktoren
Durchführen einer Prognose mit Massenverarbeitung
Makroausführung mit Massenverarbeitung
Erstellung von Zeitreihenobjekten
Laden von Daten aus InfoCubes
Kopieren von Planversionen
Wenn Sie Daten von einem InfoCube in einen Planungsbereich laden möchten, können Sie die Parallelverarbeitung nur verwenden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Sie laden Daten nur in liveCache-Kennzahlen.
Wenn eine oder mehrere Planungsbereichskennzahlen als InfoCube-Kennzahlen definiert sind, können Sie die Parallelverarbeitung nicht verwenden.
Sie verwenden im Planungsbereich keine Navigationsattribute auf aggregierter Ebene.
Der entsprechende Planungsbereich wird nicht für die Merkmalsvorplanung (MV) verwendet.
Sie verwenden die Funktion Merkmalszuordnung
für den Prozess.
Wenn Sie Planversionen kopieren möchten, können Sie die Parallelverarbeitung nur verwenden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Wenn Sie Daten zwischen zwei verschiedenen Planungsbereichen kopieren möchten, müssen diese mit ein und derselben Basis-Planungsobjektstruktur verknüpft sein.
Bei allen Quell- und Zielkennzahlen muss es sich um liveCache-Kennzahlen handeln.
Der entsprechende Planungsbereich wird nicht für die Merkmalsvorplanung (MV) verwendet.
Sie verwenden die Funktion Merkmalszuordnung
für den Prozess.
Parallelverarbeitungsprofile legen Sie im Customizing der Absatzplanung (Demand Planning) an unter . Außer einem Namen und einer Beschreibung für das Profil müssen Sie Folgendes eingeben:
Anwendung, die das Parallelverarbeitungsprofil nutzt
maximale Anzahl an Prozessen
Sie können dem Profil eine Servergruppe zuordnen, so dass das System nur bestimmte Server für die Parallelverabeitung nutzt. Andere Server können so für online arbeitende Benutzer „reserviert“ werden. Diese Servergruppen können Sie nicht selbst anlegen. Wenden Sie sich an Ihre Systemadministration, wenn Sie neue Gruppen benötigen.
Außerdem können Sie die Blockgröße definieren. Zu jeder Anwendung im System existieren ein Minimum- und ein Maximumwert. Wenn Sie nichts eingeben, nutzt das System einen Standardwert, der für jede Anwendung definiert ist.
In der Anwendung ordnen Sie das Parallelverarbeitungsprofil zu. Das Feld finden Sie an folgenden Stellen:
Anwendung |
Wo Sie das Feld für das Parallelverarbeitungsprofil finden |
|---|---|
DP-Hintergrundverarbeitung |
Hauptbild |
Kopier-/Versionsmanagement |
Wählen Sie die Drucktaste |
Daten aus InfoCube laden |
Wählen Sie die Drucktaste |
Daten für InfoCube extrahieren |
|
Zeitreihenobjekte anlegen |
auf dem Bild |
Anteilsfaktoren generieren |
auf der Registerkarte |
SNP-Heuristik |
auf dem Bild (Wählen Sie vom Bild |
SNP-Optimierer |
|