Was müssen Sie sichern? 
In diesem Abschnitt erfahren Sie, welche Objekte Sie sichern müssen, um Ihre Daten nach einem Systemausfall wieder in einen konsistenten Zustand bringen zu können.
In der folgenden Tabelle finden Sie die zu sichernden Objekte sowie Angaben dazu, wie häufig die Objekte gesichert werden müssen.
Zu sichernde Objekte |
Häufigkeit |
|---|---|
SAP-Datenbankbibliotheken R3<SID>DATA und SAP<SID>DB, IFS-Objekte |
Täglich. Führen Sie zusätzlich zu der normalen täglichen Sicherung vor dem Import von Transportaufträgen eine Sicherung durch. Sichern Sie die Datenbankbibliotheken und die IFS-Objekte immer zusammen. Ausnahme: Da das Aufzeichnen von IFS-Objekten derzeit nicht verfügbar ist, können Sie die IFS-Objekte u.U. zusätzlich nach der Hintergrundverarbeitung sichern. Weitere Informationen finden Sie unter "IFS-Objekte" weiter unten. |
SAP-Journalempfängerbibliotheken R3<SID>JRN and SAP<SID>JRN (nur Sicherungsstrategie 1) |
Wenn Sie die Sicherungsstrategie 1 verwenden, sollten Sie die Journalempfänger erst löschen, nachdem Sie sie gesichert haben. Sichern Sie Journalempfänger manuell, nachdem sie abgehängt wurden. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 82079. |
SAP-Programmdateibibliothek, z.B. SAP<SID>UC oder SAP<SID>NUC |
vor und nach jeder Änderung |
Bibliotheken für RFC-SDK und CPI-C-SDK (R3<REL>RFC, R3<SID>CPIC) |
vor und nach jeder Änderung |
gesamtes System (einschließlich SAP-System) |
Siehe IBM-Dokumentation. |
lizenzierter interner Code (LIC) und Betriebssystem IBM i |
Siehe IBM-Dokumentation. |
SQL-Pakete (optional) |
Eine Sicherung der SQL-Pakete ist nicht erforderlich, da diese sich relativ schnell wieder aufbauen. |
Arbeitsbibliothek für das SAP-System R3<SID>400 |
immer wenn Sie ein neues SAP-System anlegen |
Die folgenden Abschnitte zu den zu sichernden Objekten liefern Hintergrundinformationen dazu, warum die Objekte gesichert werden müssen, und in einigen Fällen, warum sie in bestimmten Abständen gesichert werden müssen.
Um sicherzustellen, dass alle Daten in der SAP-Datenbank wiederherstellbar sind, sichern Sie die SAP-Datenbankbibliotheken R3<SID>DATA und SAP<SID>DB täglich.
Hinweis
Wir empfehlen Ihnen, die Datenbankbibliotheken zusammen mit den Zugriffspfaden zu sichern, um das Zurückladen und die Wiederherstellung zu beschleunigen.
Für die verschiedenen Installationsarten gibt es die folgenden Bibliotheken:
Für SAP NetWeaver AS ABAP:
R3<SID>DATA:
Dies ist die Datenbibliothek für ABAP.
R3<SID>JRN:
Dies ist die Journalempfängerbibliothek, die zur Bibliothek R3<SID>DATA gehört.
Für SAP NetWeaver AS Java:
SAP<SID>DB:
Dies ist die Datenbibliothek für Java.
SAP<SID>JRN:
Dies ist die Journalempfängerbibliothek, die zur Bibliothek SAP<SID>DB gehört.
SAP-Anwendungskomponenten schreiben nicht nur Daten auf die Datenbank; sie können auch sequentielle Dateien im IFS (Integrated File System) erzeugen. Dies geschieht sowohl dann, wenn Sie direkt ins IFS schreiben als auch, wenn Sie Spool-Daten im IFS anstelle der Datenbank speichern.
Dabei gibt es folgende Szenarios:
Wenn eine sequentielle Datei verloren geht, kann diese neu generiert werden. Dies ist jedoch sehr zeitaufwändig.
Eine Anwendung setzt ein Kennzeichen in der Datenbank, das angibt, dass eine sequentielle Datei erzeugt wurde. Ist das Kennzeichen einmal gesetzt, können Sie die sequentielle Datei möglicherweise nicht neu generieren. Wenn Sie beispielsweise einen Transportauftrag exportieren, wird der Auftrag im SAP-System als exportiert gekennzeichnet. Wenn Daten im IFS verloren gehen, ist es nicht einfach, diese erneut zu exportieren.
Falls aus einem dieser Gründe sequentielle Dateien erzeugt werden, empfehlen wir Ihnen, diese zu sichern, wenn sie erzeugt werden.
Falls von ABAP-Programmen noch andere Verzeichnisse für IFS-Daten erzeugt werden, dürfen Sie nicht vergessen, auch die Objekte in diesen Verzeichnissen zu sichern.
Wir empfehlen Ihnen, diese Daten immer dann zu sichern, wenn Sie die SAP-Datenbankbibliotheken sichern – also täglich und nach dem Import von Transportaufträgen, besonders wenn Sie Ihre Spool-Daten außerhalb der SAP-Datenbankbibliotheken abgelegt haben.
Sichern Sie IFS-Objekte (Profile, Protokolle und Traces, Spool-Daten, Transportdaten) mit dem Menü Sichern, Auswahl 11 (Objekte in Verzeichnissen).
In der folgenden Tabelle sehen Sie, welche Pfadnamen Sie eingeben müssen, um bestimmte Daten zu sichern:
Art der Daten |
Pfadname |
|---|---|
systemspezifische Daten |
'/sapmnt/<SID>*' |
instanzspezifische Daten |
'/usr/sap/<SID>/<inst>*' |
Transportdateien |
'/sapmnt/trans*' |
Hinweis
Sie können Objekte nicht über symbolische Links sichern. Wenn Sie einen Pfad wie z.B. '/usr/sap/trans' sichern, der ein symbolischer Link zu einem anderen Verzeichnis ist, sichern Sie nur den Pfad zu diesem Verzeichnis. Um den Inhalt des Verzeichnisses oder der Verzeichnisse zu sichern, müssen Sie auch die physischen Objekte sichern.
Wenn Sie sich für die SAP-Sicherungsstrategie 1 entscheiden, müssen Sie die Bibliotheken R3<SID>JRN und SAP<SID>JRN sichern.
Damit Sie Daten sowohl wiederherstellen als auch zurückladen können, benötigen Sie eine ununterbrochene Kette von Journalempfängern bis zurück zur letzten Sicherung. Je nach Empfängergröße kann es sinnvoll sein, Empfänger auch zwischen Sicherungen der SAP-Datenbankbibliotheken zu sichern. Informationen darüber, wie Sie das Verfahren für die Sicherung und das Löschen Ihrer Journalempfänger automatisieren können, finden Sie im SAP-Hinweis 82079.
Sichern Sie die Programmdateibibliotheken, z.B. SAP<SID>UC, SAP<SID>NUC, R3<REL>RFC oder R3<REL>CPIC und die Arbeitsbibliothek R3<SID>400 vor und nach jeder Änderung. Dies ist wahrscheinlich nicht mehr notwendig, wenn Sie erst einmal eine Vollsicherung des SAP-Systems nach einer Installation oder einem Upgrade durchgeführt haben, es sei denn, Sie spielen Korrekturen von einem der SAP-Support-Server (z.B. sapserv3) ein.
Wir empfehlen Ihnen, nach großen Systemoperationen wie z.B. Aktualisieren des Betriebssystems oder der SAP-Software das gesamte System einschließlich SAP-Software zu sichern.
Wir empfehlen Ihnen, nach der Installation von PTFs oder dem Upgrade des Betriebssystems den lizenzierten internen Code (LIC) und das Betriebssystem IBM i zu sichern. Weitere Informationen finden Sie in der IBM-Dokumentation zur Sicherung und Wiederherstellung.
Sie müssen die SQL-Pakete nicht sichern, weil sie automatisch neu angelegt werden, wenn sie benötigt werden.
Außerdem müssen Sie alle anderen Objekte sichern, die Sie für die Wiederherstellung nach einer Problemsituation benötigen könnten.
Siehe auch: