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Dokumentation zur VorgehensweiseGesamtes System einschließlich SAP-System zurückladen und wiederherstellen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Diese Vorgehensweise beschreibt, wie Sie das System zurückladen, nachdem Sie den System-ASP (Auxiliary Storage Pool) verloren haben. Der System-ASP enthält den lizenzierten internen Code, das Betriebssystem, Lizenzprogramme, Sicherheits- und Konfigurationsinformationen, und oft SAP-Systemdaten (es sei denn, das SAP-System wurde in einem Benutzer-ASP oder in einem unabhängigen ASP abgelegt).

Wenn Sie Daten aufgrund von Plattenfehlern verloren haben, die über den Einheitenparitätsschutz oder eine Spiegelung hinausgehen, müssen Sie eventuell das gesamte System zurückladen. Diese Vorgehensweise geht davon aus, dass sie die Journalempfänger in einem separaten Benutzer-ASP abgelegt haben und dass Sie diesen für eine Wiederherstellung der Daten bis zu dem Zeitpunkt des Fehlers behalten möchten. Weitere Informationen zu den Wiederherstellungsmethoden finden Sie in der IBM-Dokumentation zur Sicherung und Wiederherstellung.

Voraussetzungen

  • Alle defekten Platteneinheiten wurden von Ihrem IBM-Servicebeauftragten ausgetauscht.

  • Ein Konsolenbild ist verfügbar und mit Ihrem IBM-i-Server verbunden.

  • Sicherungsmedien mit SAVSYS-Informationen, IBM-Bibliotheken und Benutzerdaten aus der letzten Sicherung sind verfügbar.

  • Eine CD-ROM mit dem lizenzierten internen Code (LIC) ist verfügbar.

  • Sie wissen, welche ASPs vor dem Datenverlust konfiguriert waren.

Vorgehensweise

  1. Wenn Ihre Datenbank IBM DB2 for i nicht partitioniert ist oder wenn Sie die primäre Partition zurückladen, fahren Sie Ihr System herunter. Wenn Sie eine sekundäre Partition zurückladen, wählen Sie die Auswahl Work with system partitions in den Systemserviceprogrammen (SST) oder die dedizierten Serviceprogramme (DST) auf der primären Partition, um die Partition herunterzufahren, die Sie zurückladen möchten.

  2. Setzen Sie das System oder die Partition auf den manuellen Modus und wählen Sie die IPL-Quelle D (IPL vom Band oder von optischen Medien) über Funktion 02 auf dem Control Panel oder die Auswahl Work with system partitions in den SST oder DST.

  3. Laden Sie die SAVSYS-Medien auf die alternative IPL-Einheit (in der Regel eine Bandeinheit) und die CD mit dem lizenzierten internen Code in Ihr CD-Laufwerk.

  4. Starten Sie das System oder die Partition.

  5. Das Bild Install Licensed Internal Code (LIC) mit den folgenden Auswahlmöglichkeiten wird angezeigt:

    1. Restore Licensed Internal Code

    2. Install Licensed Internal Code and Initialize System

    3. Install Licensed Internal Code and Recover Configuration

    4. Install Licensed Internal Code and Restore Disk Unit Data

    5. Install Licensed Internal Code and Upgrade Load Source

    Wählen Sie Auswahl 3 (Install Licensed Internal Code and Recover Configuration).

  6. Wählen Sie vom Bild Install LIC and Initialize System - Confirmation aus F10.

  7. Wenn Sie den lizenzierten internen Code auf der primären Partition eines partitionierten Systems installieren, erhalten Sie nach dem Laden des lizenzierten internen Codes die folgende Fehlermeldung:

    Unit has incorrect logical partition configuration

  8. Um Ihre LPAR-Konfiguration wiederherzustellen, starten Sie die dedizierten Serviceprogramme (DST) und wählen Sie Auswahl 11 (Work with system partitions), danach Auswahl 4 (Recover partition data) und Auswahl 1 (Recover primary partition configuration data).

    Hinweis Hinweis

    Nach dem Laden des lizenzierten internen Codes erhalten Sie die folgende Fehlermeldung:

    Missing disk configuration

    Ende des Hinweises
  9. Um Ihre Plattenkonfiguration und die Journalempfänger in ihrem Benutzer-ASP wiederherzustellen, starten Sie die dedizierten Serviceprogramme (DST).

  10. Wählen Sie Auswahl 4 (Work with disk units), danach Auswahl 2 (Work with disk unit recovery) und Auswahl 5 (Recover disk configuration).

    Hinweis Hinweis

    Ein Bericht mit den folgenden Problemen wird angezeigt:

    Load source has been re-built

    ASPs will be cleared.

    Sie können diesen Bericht ignorieren.

    Um fortzufahren, wählen Sie F10. Prüfen Sie am Ende der Vorgehensweise Ihre Plattenkonfiguration.

    Ende des Hinweises
  11. Gehen Sie zum Menü IPL or Install the System zurück und wählen Sie Auswahl 2 (Install the operating system).

  12. Bestätigen Sie ggf. die Installation des Betriebssystems.

  13. Vervollständigen Sie während der Installation die erforderlichen Informationen, wie z.B. die Auswahl des Sprachcodes oder die Installationsauswahl.

  14. Wählen Sie Auswahl 1 (Take defaults).

  15. Wenn die Installation beendet ist, führt das System automatisch einen IPL durch und zeigt das Bild IPL Sing On an.

  16. Melden Sie sich als Benutzer QSECOFR an.

    Hinweis Hinweis

    Das System benötigt in diesem Moment kein Kennwort. Das System zeigt das Bild Change Password an. Das System setzt das Benutzerprofil QSECOFR auf *EXPIRED und das Kennwort auf QSECOFR.

    Wenn der IPL fertig ist, ist das QSECOFR-Kennwort das Kennwort für die verwendeten SAVSYS-Medien.

    Ende des Hinweises
  17. Wenn der IPL fertig ist, versetzen Sie das System in einen eingeschränkten Zustand, indem Sie alle Subsysteme beenden. Geben Sie hierfür den Befehl ENDSBS SBS(*ALL) OPTION(*IMMED) ein.

    Hinweis Hinweis

    Warten Sie, bis alle Subsysteme bis auf das steuernde Subsystem beendet sind.

    Ende des Hinweises
  18. Um alle Benutzerprofile von den SAVSYS-Medien zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RSTUSRPRF USRPRF(*ALL)

  19. Um alle Benutzerprofile von den SAVSYS-Medien zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RSTCFG OBJ(*ALL) OBJTYPE(*ALL)

  20. Laden Sie die Medien, die die Sicherung Ihrer Benutzerbibliotheken und Verzeichnisse enthalten, wenn es sich um andere Medien handelt als die Medien, die SAVSYS enthalten.

  21. Laden Sie die IBM- und die Benutzerbibliotheken zurück.

    Es ist wichtig, dass die Journalempfänger im Benutzer-ASP dabei nicht durch ältere Journalempfänger auf den Sicherungsmedien überschrieben werden. Dies können Sie am einfachsten sicherstellen, indem Sie für den RSTLIB-Befehl OPTION(*NEW) angeben. Hierbei wird angenommen, dass das System initialisiert wurde und somit alle Daten im System-ASP weg sind. Wenn sich alle IBM- und Benutzerbibliotheken auf einer Menge von Sicherungsmedien befinden, können Sie den Befehl RSTLIB SAVLIB(*NONSYS) OPTION(*NEW) verwenden, um alle Bibliotheken sofort zurückzuladen. Wenn Sie aktuellere Sicherungen Ihrer SAP-Daten auf einem anderen Sicherungsmedium haben, können Sie zuerst alle anderen Daten zurückladen und die SAP-Daten auslassen, indem Sie zu dem Befehl RSTLIB den Parameter OMITLIB(R3<SID>DATA SAP<SID>DB) hinzufügen und dann fortfahren, wie unter Alle SAP-Komponenten zurückladen beschrieben.

  22. Wenn Sie Dokumente und Ordner haben, die normalerweise in einer SAP-Umgebung nicht verwendet werden, laden Sie diese mit dem Befehl RSTDLO DLO(*ALL) SAVFLR(*ANY) zurück.

  23. Um alle Objekte in Verzeichnissen zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RST OBJ(('/*') ('/QSYS.LIB' *OMIT) ('/QDLS' *OMIT))

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie eine aktuellere Version der SAP-Unterverzeichnisse auf einem anderen Sicherungsmedium abgelegt haben, sollten Sie erst alle anderen Daten zurückladen, indem Sie zum RST-Befehl ('/usr/sap/<SID>/*' *OMIT) ('/sapmnt/<sid>/*' *OMIT) hinzufügen und dann fortfahren, wie unter Alle SAP-Komponenten zurückladen beschrieben.

    Ende des Hinweises
  24. Um alle privaten Objektberechtigungen zurückzuladen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    RSTAUT USRPRF(*ALL)

  25. Stellen Sie alle Änderungen seit der letzten Sicherung bis zum Auftreten des Fehlers wieder her, wie unter Änderungen am SAP-System seit der letzten Sicherung wiederherstellen beschrieben.

  26. Starten Sie das steuernde Subsystem mit dem Befehl STRSBS.