Anlegen von Umlagerungsbestellanforderungen
Wenn die Kosten-Nutzen-Analyse im Rahmen des Bestandsausgleichs positiv ausgefallen ist, erstellt das System Umlagerungsbestellanforderungen. Bevor das System diese Umlagerungsbestellanforderungen verschickt, führt es eine Terminierung durch. Die terminierten Umlagerungsbestellanforderungen können Sie dann entweder manuell bestätigen, oder das System leitet sie direkt an einen Filter weiter. Dieser Filter prüft die Anzahl der ausgehenden Umlagerungsbestellanforderungen pro Tag und verschickt dann, als Ergebnis des Bestandsausgleichs, Umlagerungsbestellungen.
Das System terminiert Umlagerungsbestellanforderungen, um festzustellen,
wann die Ware an der Unterdeckungslokation ankommt. Damit das System Umlagerungsbestellanforderungen
terminieren kann, haben Sie im Customizing des Advanced Planning
and Optimization
unter das
Terminierungsszenario Deployment: Lokation zu Lokation (Pull)
ausgewählt.
Dieses Szenario beschreibt die Zeit, die Sie benötigen, um Ware von einer
Lokation zu einer anderen umzulagern. Das Szenario Deployment:
Lokation zu Lokation (Pull)
besteht aus folgenden Teilbeschaffungszeiten:
Warenausgangsbearbeitungszeit
Transportdauer
Wareneingangsbearbeitungszeit
Weitere Informationen zu den Beschaffungszeiten finden Sie unter Beschaffungszeiten in der Ersatzteilplanung.
Wenn Sie alle Umlagerungsbestellanforderungen manuell bestätigen
möchten, bevor das System sie als Umlagerungsbestellungen abschickt, können
Sie im Customizing des Advanced Planning and Optimization
unter
unter Umlagerungsbestellungen
das
Kennzeichen Umlagerungsbestellungen bestätigen
setzen.
Wenn Sie die Umlagerungsbestellanforderungen für bestimmte Produkte manuell
bestätigen möchten, können Sie im Customizing des Advanced
Planning and Optimization
unter ein zusätzliches Serviceprofil für den Bestandsausgleich
anlegen, in dem Sie angeben, dass Sie Umlagerungsbestellungen manuell freigeben
möchten. Dieses Serviceprofil können Sie dann zusammen mit der gewünschten
Produktselektion in einem Planungsprofil angeben und dieses Planungsprofil
im Planungsservice-Manager (PSM) einplanen.
Wenn Sie die manuelle Bestätigung der Umlagerungsbestellanforderungen
gewählt haben, können Sie sich jede Umlagerungsbestellanforderung ansehen,
sie prüfen und freigeben. Dies tun Sie vom Bild SAP Easy Access
aus unter
.
Nachdem das System Umlagerungsbestellanforderungen erzeugt hat,
gelangen diese entweder direkt oder nach der manuellen Bestätigung in einen
Filter. Hier prüft das System, dass Pull-Deployment und der Bestandsausgleichsservice
pro Tag nur eine bestimmte Anzahl von Umlagerungsbestellungen verschicken.
Da Lokationen, die Bestand abgeben, pro Tag nur eine begrenzte Anzahl von
Umlagerungsbestellungen abwickeln können, ist die erlaubte Anzahl pro Tag
begrenzt. Diese Anzahl geben Sie in den Lokationsstammdaten auf der Registerkarte SPP
unter Deployment
im Feld ULB/Tag
an. Wenn die Anzahl der Umlagerungsbestellungen
an einer Lokation diese Grenze an einem Tag übersteigt, verschickt das System
nur die Umlagerungsbestellungen mit der größten Ersparnis.
Hinweis
Das System führt diese Prüfung jedoch nur in der aktiven Version, nicht aber in Simulations- oder inaktiven Versionen durch.