Blockplanung Bei der Blockplanung führen Sie eine Vorplanung oder Vorbelegung von Ressourcenkapazitäten für bestimmte Produkte bzw. Produkte mit bestimmten Eigenschaften zur rationelleren Auslastung der Kapazitäten durch. Die Eigenschaften werden über die Merkmale des SAP-Systems beschrieben. Für die Blockplanung definieren Sie auf einer Ressource Blöcke mit einer bestimmten Dauer und bestimmten Eigenschaften, z.B. Blöcke zu je 2 Tage, auf denen Sie Produkte in unterschiedlichen Farben produzieren.
In verschiedenen Industriezweigen, wie z.B. in der Metall- und Papierindustrie (stückorientierte Fertigung), werden auf verschiedenen Anlagen/Ressourcen/Arbeitsplätzen Aufträge bzw. Vorgänge für verschiedene Werke und Ressourcen nicht nur aufgrund ihrer terminlichen Reihenfolge, ihrer Priorität und der freien Kapazität eingeplant. Vielmehr wird für diese Anlagen in einer vorgelagerten Planung definiert, welche Produktarten bzw. Produkte mit welchen Eigenschaften zusammengefasst über die Anlage gefahren werden. Hauptursache hierfür ist meist, daß die Bearbeitung dieser zusammengefassten Produkte einen gleichen Rüstzustand der Anlage erfordern bzw. der Wechsel einen hohen Umrüstaufwand bedingt. Auch festgelegte Abfolgen von Produkten oder in festen Intervallen notwendige Wartungsarbeiten spielen eine Rolle - insbesondere bei der Dauer eines Blockes. Je nach Industrie kann diese Sichtweise variieren:
In der Prozessindustrie werden in der Regel mehrere Aufträge zusammen als sogenannte Kampagne durchgesetzt. Da ein einmal begonnener Prozeß normalerweise nicht unterbrochen wird, kann hier die Betrachtung auf Auftragsebene erfolgen, ohne zwischen den einzelnen Anlagen, auf denen die Aufträge bearbeitet werden, zu unterscheiden. Eine Kampagne wird hier also eher über die Materialeigenschaften des Endproduktes definiert.
In der stückorientierten Fertigung liegt die Betrachtung hingegen eher auf der Ressource, auf der ein einzelner Produktionsschritt durchgeführt wird. Ein Auftrag kann durchaus über mehrere Ressourcen laufen, auf denen die jeweiligen Vorgänge unter anderen Gesichtspunkten zusammengefasst werden sollen. Insofern werden hier Vorgänge (oder Aktivitäten in SAP APO) und Ressourcen abgeglichen, wobei die zu betrachtenden Eigenschaften nicht nur von dem zu erzeugenden (Zwischen-) Produkt, sondern auch von den verwendeten Komponenten bestimmt werden können.
Hinweis
Eine definierte Reihenfolgebildung durch Rüstschlüssel bleibt von der Blockplanung unberührt. Sie läuft innerhalb der Blöcke.
Die Blockplanung können Sie nur in SAP APO durchführen.
Die Klassen und Merkmale sollten Sie aus dem ERP-System integrieren, um zu gewährleisten, dass sie im ERP-System und in SAP-APO einheitlich sind (siehe Integration von Klassen und Merkmalen ).
Als Bezugsquelle für die Eigenfertigung können Sie Produktionsdatenstrukturen (PDS) oder Produktionsprozessmodell-Pläne (PPM) verwenden. Über diese Strukturen bilden Sie in SAP APO die Stücklisten und Arbeitspläne des ERP-Systems ab. Sie legen im Integrationsmodell fest, welche der beiden Strukturen Sie verwenden möchten (siehe Produktionsprozessmodell-Pläne für CDP und Blockplanung und Produktionsdatenstrukturen (PDS) für CDP und Blockplanung ).
Wird beim Übertragen blockgeplanter Aufträge aus dem ERP-System, z.B. bei einer Initialversorgung, kein passender Block gefunden, so wird die Blockplanung in SAP APO nicht berücksichtigt.