Primärbedarfsinformationen vererben Mit dieser Funktion vererbt das System die Sortierkriterien, die Sie für die Primärbedarfe vorgegeben haben, an die Sekundärbedarfe der Zugangselemente, die mit den Primärbedarfen über fixierte Pegging-Beziehungen verbunden sind.
Das Vererben von Primärbedarfsinformationen an die Sekundärbedarfe ist in folgenden Fällen sinnvoll:
Beim Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen, wenn Sie ausgehend vom Bedarf eines Endproduktes
mehrstufig
fixierte Pegging-Bezeihungen anlegen wollen. Dies erreichen Sie, indem Sie die Heuristik in einen
MRP-Lauf
einbinden. Das System erstellt dann für das gewünschte Produkt eine vollständige Pegging-Struktur, ausgehend vom Primärbedarf bis auf die unterste Fertigungsstufe.
Beim Löschen von fixierten Pegging-Beziehungen, wenn die Pegging-Beziehungen von Pegging-Strukturen mehrstufig ausgehend von einem Primärbedarf gelöscht werden sollen.
Beim Anlegen der fixierten Pegging-Beziehung erfolgt die Vererbung der Sortierkriterien auf die untergeordneten Stücklistenstufen entsprechend dem Sortierprofil , das Sie bei den Einstellungen der Heuristik Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen vorgeben.
Beim Löschen der fixierten Pegging-Beziehungen wird das Sondersortierprofil für die Sortierung der Kategorien, das Sie angelegt haben und ins Sortierprofil eingetragen haben, für die Vererbung der Primärbedarfsinformationen herangezogen.
Wenn Sie beim Löschen zusätzlich das Kennzeichen
Nur unbestätigte Bedarfe
gesetzt haben, dann wird die
Bestätigung eines Kundenauftrages
an die untergeordneten Stücklistenstufen weitervererbt. In diesem Fall dürfen die Pegging-Beziehungen zwischen Bedarfs- und Zugangselementen auch auf untergeordneten Stücklistenstufen nicht gelöscht werden.
Sie haben bei den Heuristik-Einstellungen das Kennzeichen
Primärbedarfsinformationen
vererben
gesetzt.
Wenn Sie das Kennzeichen gesetzt haben, dann werden die vom System ermittelten Sortierkriterien an die Sekundärbedarfe weitervererbt. Im
Sortierprofil
ist z.B. festgelegt, dass die Kundenaufträge eine höhrere Priorität besitzen als Planprimärbedarfe. Ein Sekundärbedarf, der von einem Planauftrag verursacht wird, der über fixiertes Pegging einem Kundenauftrag zugeordnet ist, erbt dementsprechend die
ATP-Kategorie
BM (für Kundenauftrag). Dieser Sekundärbedarf besitzt daher eine höhrere Priorität als ein Sekundärbedarf mit der
Kategorie
FA (für Planprimärbedarf), der seine Kategorie von einem Planprimärbedarf geerbt hat, der mit dem verursachenden Planauftrag mit fixiertem Pegging verbunden ist. Der Sekundärbedarf mit der höheren Priorität wird zuerst einem Zugangselement zugeordnet.
Wenn Sie mit Hilfe der Heuristik
Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen
mehrstufige Pegging-Strukturen für alle Kundenaufträge eines Endproduktes angelegt haben und nun nur die Pegging-Strukturen der bestätigten Kundenaufträge behalten wollen, dann können Sie mit Hilfe dieses Kennzeichens in Verbindung mit dem Kennzeichen
Nur unbestätigte Bedarfe
festlegen, dass das System mehrstufig alle fixierten Pegging-Beziehung von unbestätigten Kundenaufträgen löscht.