JARM-Einstellungen anzeigen und
ändern
Sie können in der VMC Systemadministration (SM53) alle JARM-Einstellungen überprüfen und manipulieren, um dann die gewünschten Messungen durchzuführen.
Wählen Sie im Einstiegsbild der VMC Systemadministration (SM53) in der Struktur auf der linken Seite Navigation → JARM → Einstellungen. Sie bekommen folgendes Bild.

Im oberen Bereich können Sie Einstellungen vornehmen, die sich auf die gesamte Konfiguration beziehen.
·
Auffrischen. Aktualisierung der gesamten Konfiguration.
Die aktuelle Konfiguration wird abgerufen und entsprechend angezeigt. Alle
nicht gespeicherten Änderungen gehen dabei verloren.
·
Speichern. Abspeichern der veränderten Konfiguration.
●
Alles zurücksetzen. JARM wird komplett
ausgeschaltet
●
Profil mit geringstem Overhead.
Standard-JARM-Konfiguration, die für viele Zwecke geeignet ist.
●
Alles setzen. JARM komplett eingeschaltet (alle Schalter
auf an und alle Levels auf Maximum).
In Folgenden werden die einzelnen Optionen beschrieben. Die möglichen Werte sehen Sie über die F4-Hilfe.
● jarm/switch: JARM kann an- bzw. ausgeschaltet werden. Im ausgeschalteten Zustand verursacht die JARM-Instrumentierung so gut wie keinen Overhead und beeinflusst damit nicht das Verhalten der Applikation. Erst im eingeschalteten Zustand werden JARM-Daten gesammelt und in Abhängigkeit von weiteren Konfigurationseinstellungen die Applikation beeinflusst.
● jarm/tracemode/switch: Unabhängig ob JARM aktiv ist oder nicht, kann der JARM-Trace ein- bzw. ausgeschaltet werden. Dabei werden allerdings nur die Trace-spezifischen Informationen von JARM verarbeitet und in die Trace-Dateien geschrieben (z. B SAT Single Activity Trace).
Die folgenden Einstellungen sind nur relevant, wenn JARM aktiv ist.
● jarm/instrumentation/check: Die Überprüfung der Instrumentierung kann mögliche (nicht alle) Instrumentierungsfehler aufdecken wie z. B nicht geschlossene Komponenten. Die Warnungen und Fehler der Instrumentierung werden in die Workprozess-Trace-Dateien geschrieben.
● jarm/comp/properties/set/switch: Die Instrumentierungs-API von JARM bietet dem Benutzer die Möglichkeit, benutzerdefinierte Eigenschaften der Komponente zu definieren. Der Benutzer bestimmt auch die Art der Verarbeitung dieser Eigenschaften, indem er ein Interface implementiert, das damit zur Laufzeit einige Ergebnisse liefert. Mit diesem Schalter können Sie die Verarbeitung solcher Eigenschaften ein- bzw. ausschalten.
● jarm/comp/properties/get/switch: Hier legen Sie fest, ob die Ergebnisse der benutzerdefinierten Einstellungen von der JARM- Anzeige-API angezeigt werden (und damit auch in der SM53 Messergebnisse anzeigen).
● jarm/jts/vmoverview: Diese Eigenschaft ist VMC-spezifisch und liefert eine Thread-Übersicht der JARM-instrumentierten Threads. Die Daten enthalten auch VM-Informationen, um die Threads eindeutig zu identifizieren.
● jarm/jts/condensing/overview: Diese VMC-spezifische Eigenschaft betrifft das Kondensierungsverhalten der gesammelten JARM-Daten in Bezug auf ihre Anzeige. Um den Speicherbedarf im Shared Memory so gering wie möglich zu halten, werden die gesammelten JARM-Daten kondensiert. Die Rohdaten werden dann verworfen. Diese Kondensierung wird normalerweise nur dann ausgelöst, wenn die definierte Marke (jarm/jts/condensing/memsize in Bytes) überschritten wird. Dies hat zur Folge, dass der Benutzer zum Zeitpunkt vor der Kondensierung nicht die aktuellen JARM-Ergebnisse über die Anzeige-API bekommt. Mit dem Setzen dieser Eigenschaft kann die Kondensierung bei jedem Abrufen der Ergebnisse erzwungen werden. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Abrufen der Ergebnisse dann länger dauert, da möglicherweise eine explizite Kondensierung zuvor stattfinden muss.
● jarm/comp/level: Die JARM-Komponenten besitzen eine Einordnung („Level“), die vom Entwickler festgelegt werden kann. In Abhängigkeit von dem konfigurierten Komponentenlevel werden nur diejenigen von JARM verarbeitet, deren Level gleich oder kleiner des konfigurierten ist.
● jarm/comp/trace/level: Bestimmt die Verarbeitung von Trace-Informationen des angegebenen Komponentenlevels.
● jarm/log/level: Detaillierungstiefe der JARM-Logs.
● jarm/maxreqcomplow und jarm/maxreqcomphigh: Die beiden Werte legen die Ober- und die Untergrenze für Komponenten pro Request fest (vgl. JARM im VM Container)
● jarm/jts/condensing/memsize: Maximale Speichergröße der JARM-Rohdaten im Shared Memory. Bei der Überschreitung dieser Größe wird die Kondensierung (s.o.) ausgelöst.