Bestimmen des Bestandsauslauf-Warndatums Wenn das Planungsdatum des Nachfolgerprodukts erreicht ist, berechnet der Produktersetzungsservice das Bestandsauslauf-Warndatum für jede Eingangslokation und sichert dieses Datum für die jeweilige Eingangslokation in den Stammdaten für Produkt- und Lokationsaustauschbarkeit.
Wenn Sie in den Stammdaten für Produkt- und Lokationsaustauschbarkeit unter
Aufbrauchstrategie
angegeben haben, dass Sie mit Aufbrauchstrategie oder mit eingeschränkter Aufbrauchstrategie arbeiten möchten, ermittelt das System das Bestandsauslauf-Warndatum folgendermaßen: Vom Bestandsauslaufdatum führt es eine Rückwärtsterminierung um diejenigen der folgenden Zeiten durch, die Sie im Customizing NICHT gekennzeichnet haben:
die längste Lieferzeit des Nachfolgerprodukts vom Lieferanten zur Eingangslokation
die längste Lieferzeit des Nachfolgerprodukts innerhalb der Distributionsstruktur (BOD) von der Eingangslokation bis zur untergeordneten bestandsführenden Lokation
den Puffer, der sich aus dem Sicherheitsbestandsabbau bis zu einem von Ihnen definierten Wert ergibt
Diesen Wert können Sie im Customizing unter
Einstellungen für die Berechnung d. ProdErsetzungszeitpunkte
im Feld
Puffer (% vom Sicherheitsbestand)
angeben.
den Puffer in Tagen, den Sie im Customizing unter
Einstellungen für die Berechnung d. ProdErsetzungszeitpunkte
im Feld
Puffer (Tage)
angegeben haben.
Weitere Informationen zu diesen Zeiten finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des
Advanced Planning and Optimization
unter
Beispiel
Sie haben im Customizing folgende Kennzeichen NICHT gesetzt:
Beschaffungszeit des Lieferanten nicht berücksichtigen
Puffer nicht berücksichtigen
.
In diesem Fall führt das System vom Bestandsauslaufdatum eine Rückwärtsterminierung um diese beiden Zeiten durch und ermittelt so das Bestandsauslauf-Warndatum.
Die folgende Grafik stellt diesen Vorgang dar:

Das System verwendet das durch die Rückwärtsterminierung ermittelte Datum als Bestandsauslauf-Warndatum.
Wenn das System statt des berechneten Planungsdatums des Nachfolgerprodukts das aktuelle Datum als Planungsdatum des Nachfolgerprodukts verwendet, führt es bei der Bestimmung des Bestandsauslaufwarndatums folgenden weiteren Schritt durch:
Es terminiert das ermittelte Bestandsauslauf-Warndatum um die Zeitspanne nach vorne, um die es auch das Planungsdatum des Nachfolgerprodukts auf das aktuelle Datum nach vorne terminiert hat.
Beispiel
Das System hat am 07. September 2005 den 05. September 2005 als Planungsdatum des Nachfolgerprodukts berechnet. Da dieses berechnete Planungsdatum des Nachfolgerprodukts in der Vergangenheit lag, hat es das aktuelle Datum, den 07. September 2005, als Planungsdatum des Nachfolgerprodukts bestimmt. Das heißt, das System hat das berechnete Planungsdatum des Nachfolgerprodukts um zwei Tage nach vorne verlegt.
Nachdem das System vom Bestandsauslaufdatum aus eine Rückwärtsterminierung durchgeführt hat, um das Bestandsauslauf-Warndatum zu ermitteln, führt es nun zusätzlich eine Vorwärtsterminierung um zwei Tage durch, um das endgültige Bestandsauslauf-Warndatum zu ermitteln. Die folgende Grafik veranschaulicht diesen Vorgang:

Bei der Eins-zu-eins-Ersetzung mit partieller Ersetzung oder der Eins-zu-null-Ersetzung berechnet das System kein Bestandsauslauf-Warndatum.
Bei der Eins-zu-n-Ersetzung (UND) oder (ODER) übernimmt das System als Lieferzeit des Lieferanten und als BOD-interne Lieferzeit jeweils die Lieferzeit des Nachfolgerprodukts mit der insgesamt längsten Lieferzeit.
Bei der Eins-zu-n-Ersetzung (ODER) bestimmt das System das Bestandsauslauf-Warndatum für jede der n Ersetzungsketten.