
Das Werkzeug zum Generieren von Web-Services und RFC-fähigen Funktionsbausteinen unterstützt Anwendungsentwickler sowie Fremdarbeiter beim Verarbeiten von Regeln, die in BRFplus definiert wurden. Mit diesem Werkzeug können Sie Web-Services und Funktionsbausteine automatisch und mit minimaler Interaktion anlegen.
Sie haben eine BRFplus Funktion für eine regelbasierte Berechnung von Frachtkosten angelegt. Diese Funktion wird über Anwendung A aufgerufen. Möglicherweise ist die Kostenberechnungslogik so generisch, dass dieselben Regeln auch zur Frachtkostenberechnung in Anwendung B verwendet werden können. Bei B handelt es sich jedoch um eine Java-basierte Webanwendung, die die BRFplus Funktion nicht direkt im ABAP Backend System aufrufen kann. Um dieses Problem zu umgehen, müssen Sie für die fragliche BRFplus Funktion einen Web-Service generieren. Durch diese Vorgehensweise kann Webanwendung B die BRFplus Funktion über den generierten Web-Service aufrufen.
Web-Service generieren
Wählen Sie .
Wählen Sie auf der Seite Web-Service-Generierung Funktion auswählen.
Im Dialogfenster Objektabfrage geben Sie den Namen der Funktion und Anwendung ein und wählen Suchen.
Wählen Sie eine Funktion aus der Liste aus.
Die ausgewählte Funktion wird im Bereich Funktion angezeigt.
Für eine andere Funktion wählen Sie Andere Funktion auswählen.
Sie können das Werkzeug zum Generieren auch über das Kontextmenü einer Funktion im Navigationsbereich der BRFplus Workbench starten. Oder Sie verwenden die Taste Generieren im Arbeitsbereich einer Funktion, die Sie aktuell bearbeiten. Bei beiden Vorgehensweisen wird die zu generierende Funktion dann bereits vom System voreingestellt.
Konfigurieren Sie den Web-Service. Geben Sie im Abschnitt Web-Services folgende Daten ein:
Zum Anlegen einer neuen Funktionsgruppe aktivieren Sie das Kontrollkästchen Funktionsgruppe anlegen. Anderenfalls wird der Funktionsbaustein in der vorhandenen Funktionsgruppe generiert.
Um die vorhandene Funktionsgruppe zu verwenden, geben Sie den Namen der Funktionsgruppe im Feld Funktionsgruppe ein.
Geben Sie den Namen des Funktionsbausteins für den generierten Remote Function Call (RFC)-Funktionsbaustein im Feld Funktionsbaustein ein.
Geben Sie den Namen und Kurztext für den Web-Service in den Feldern Web-Service-Name und Web-Service-Kurztext ein.
Zum Festlegen der Sicherheitsebene öffnen Sie die Wertehilfe im Feld Web-Service-Sicherheitsprofil. Wählen Sie das gewünschte Sicherheitsprofil aus.
Nehmen Sie im Bereich Transport die gewünschten Eingaben vor.
Das Entwicklungspaket, in dem Sie den Web-Service generieren möchten.
Wenn der Web-Service nicht in andere Systeme transportiert werden soll, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Lokales Paket. Zu diesem Zweck können Sie auch $TMP im Feld Entwicklungspaket eingeben.
Wenn Sie den Web-Service in einem nicht lokalen Entwicklungspaket generieren und es transportiert werden kann, müssen Sie die Objekte transportieren.
Weitere Informationen finden Sie unter Transport von Objekten.
Geben Sie einen Workbench-Auftrag ein.
Wählen Sie Generieren.
Der Web-Service wird automatisch mit allen erforderlichen Objekten generiert.
Den generierten Web-Service aktivieren
Sobald alle oben genannten Schritte abgeschlossen sind, generiert das System die erforderlichen Objekte. Der neu generierte Web-Service kann jedoch nicht unmittelbar verwendet werden. Dies liegt an anwendbaren Sicherheitsstandards, die eine explizit Aktivierung durch einen autorisierten Benutzer vorschreiben. Aus diesem Grund müssen Sie folgende Schritte manuell ausführen:
Starten Sie im Backend-System die Transaktion SICF.
Geben Sie im Feld Service-Name den Namen des generierten Service ein und wählen Sie .
Das System erweitert den Service-Baum bis die gewünschten Services angezeigt werden.
Wählen Sie .
Das System zeigt Ihnen alle Einstellungen an, die für den generierten Service angelegt wurden.
Überprüfen Sie die Einstellungen und ändern Sie diese nach Bedarf.
Sichern Sie die Änderungen und verlassen Sie die Transaktion.
Starten Sie die Transaktion SOAMANAGER.
In einem neuen Browser-Fenster wird das Werkzeug SOA-Management gestartet.
Wählen Sie .
Geben Sie den Servicenamen (oder einen Teil des Namens) im Feld Suchmuster ein.
Wählen Sie in der Tabelle Suchergebnisse die Zeile des gewünschten Service aus und klicken Sie auf Auswahl übernehmen.
Klicken Sie auf der Registerkarte Konfigurationen auf Endpunkte anlegen. Überprüfen Sie die vom System vorgeschlagenen Standardeinstellungen für Servicename, Beschreibung, und Neuer Binding-Name.
Sobald der neu definierte Endpunkt generiert wurde, können Sie die Konfigurationsdetails pflegen (Provider-Sicherheit, Transporteinstellungen usw.).
Sobald Sie alle oben genannten Schritte abgeschlossen und die Einstellungen gesichert haben, können Sie den Web-Service verwenden.
Funktionsbaustein generieren
Das Generieren eines RFC-fähigen Funktionsbausteins für eine BRFplus Funktion ist ein Subset zum Generieren eines Web-Services. Aus diesem Grund sind die oben genannten Schritte für Funktionsgruppen und Funktionsbausteine auch zum Generieren eines Funktionsbausteins anwendbar.