
Die von SAP bereitgestellten Transportaufträge mit Inhalten für das SAP Knowledge Warehouse werden auf zwei Arten ausgeliefert:
Der Großteil der Transportaufträge wird auf verschiedenen DVDs geliefert, die entweder SAP-Dokumentation oder SAP-Schulungsunterlagen sowie die Vorlagen für ein Qualitätsmanagementhandbuch enthalten.
Die Trainings-DVDs werden nur an Kunden ausgeliefert, die im Besitz einer Lizenz für Trainingsinhalte sind. Für eine genaue Aufstellung der auf DVD ausgelieferten Inhalte lesen Sie den Begleitbrief, der Ihrem SAP Knowledge Warehouse-Installationspaket beiliegt.
Alle Kundenbriefe zu den bisher ausgelieferten Inhalt-Updates aus den Bereichen Dokumentation und Training finden Sie auch auf dem SAP Service Marketplace unter dem Alias kwcontent (http://service.sap.com/kwcontent).
Zu jedem der Inhalt-Updates gibt es einen separaten Hinweis mit den evtl. Besonderheiten / Problemen. Dieser Hinweis wird im Kundenbrief jeweils genannt und sollte vor dem Start des Imports für das jeweilige Inhalt-Update beachtet werden.
Außerdem gibt es Transportaufträge mit SAP-Inhalten (z. B. für die Inhaltsvorlagen), die nur als Anhänge zu Hinweisen zu finden sind.
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie die von SAP über unterschiedliche Verteilungswege bereit gestellten Transportaufträge in Ihr lokales SAP KW-System importieren.
Transportauftragstypen
Für die Auswahl der korrekten Vorgehensweise bei Transportaufträge wird zunächst auf die
verschiedenen Typen eingegangen:
|
Transportauftragstyp |
Beschreibung |
|
SAP Upgrade Stückliste |
Namenskonvention: Beginnt immer mit SAPK*; Beispiel: SAPK059LDE Bestandteile:
|
|
Standard SAP KW-Transport mit Inhaltsobjekten |
Namenskonvention: Beginnt nicht mit SAPK*, sondern mit der <SID> eines SAP KW-Systems, aus dem der Transport erzeugt wurde. Beispiel
IDTK000055 Bestandteile: Keine Unterschiede zum Transportauftrag vom Typ SAP Upgrade Stückliste (2 Datenfiles sind vorhanden: R- und I-File). Beispiel
Name des Cofiles: K000055.IDT Name der Datenfiles: R000055.IDT / I000055.IDT |
|
Standard SAP KW-Transport mit reinen Verwaltungsdaten (z. B. Erweiterungen für den SAP Namensraum) |
Namenskonvention: Beginnt NICHT mit SAPK*, sondern mit der <SID> eines SAP KW Systems, aus dem der Transport erzeugt wurde. Beispiel
KWEK000153 Bestandteile: Im Unterschied zum Transportauftrag vom Typ SAP Upgrade Stückliste bzw. dem standardmäßigen SAP KW-Transport mit Inhalten, gibt es hier kein I-File, das in den SAP Content Server importiert werden muss. Es gibt nur das normale Cofile und Datenfile (R-File). Beispiel
Name des Cofiles: K000153.KWE Name der Datenfiles: R000153.KWE |
Um von SAP bereitgestellte Transportaufträge (z. B. mit Trainingskursen/Dokumentation/Inhaltsvorlagen) in Ihr SAP KW importieren zu können, muss der SAP Content Server installiert und konfiguriert sein.
Ebenso muss das dem SAP KW zugrunde liegende SAP-System mit den entsprechenden Einstellungen wie z. B. Repositories versehen sein, siehe Konfiguration für die Ablage von Inhalten.
Der SAP Content Server verwendet die Max DB /SAP DB, um die Inhaltsdateien abzulegen. Da beim Import der von SAP bereit gestellten Transportaufträge große Datenmengen anfallen, sollte der Logmodus entsprechend vor dem Start überprüft bzw. geändert werden, siehe Logmodus überprüfen.
Beim Einspielen der Inhalte in Ihr SAP Knowledge Warehouse ist darauf zu achten, dass die Log-Modi der SAP-Datenbank und der Datenbank des SAP Content Server (Max DB/SAP DB) identisch sind. D.h. in beiden Datenbanken die Logs sichern oder ungesichert überschreiben.
Typischerweise liegt beim initialen Import der von SAP bereitgestellten Inhalte noch keine produktive Nutzung des SAP Knowledge Warehouse vor. Daher können die Logs der Datenbank des SAP-Systems und des SAP Content Servers ohne vorherige Sicherung verworfen werden (z. B. Oracle: No archive Mode, Max DB: auto overwrite, SAP DB: DEMO). Weitere Informationen zu den Logmodi finden Sie in der jeweiligen Datenbankdokumentation.
Ist dies nicht vorgesehen, muss die entsprechende Logsicherung in beiden Datenbanken eingeplant sein, um eine Verzögerung der Importe zu vermeiden.
Im Folgenden wird beschrieben, wie die Importe für die verschiedenen Transportauftragstypen vorzunehmen sind:
Import von Transporten vom Typ SAP Upgrade Stückliste
RFC-Destination zum Direktimport erstellen
Um die Inhalte in den Content Server zu importieren, müssen Sie bei getrennten Servern für das SAP NetWeaver ABAP-System und den Content Server eine RFC-Destination anlegen (z. B. SAPKPROTP_GW).
Befindet sich der Content Server auf dem gleichem Server wie das SAP NetWeaver ABAP-System, kann die automatisch angelegte RFC-Destination SAPKPROTP für die Importe verwendet werden.
Befindet sich auf dem Server mit dem SAP Content Server keine weitere SAP-Instanz mit einem Gateway, muss eine separate Gateway-Instanz installiert werden.
Transportaufträge in in das ABAP-System importieren
Für die zu importierenden Transportaufträge sind die dazugehörigen Cofiles und Datenfiles (R-Files) in die jeweiligen Transportunterverzeichnisse (cofiles / data) des SAP NetWeaver ABAP-Systems zu stellen und über STMS zu importieren.
Zugehörige Inhaltsdateien (I-Files) in den SAP Content Server importieren
Übertragung der I-Files zum Content Server. Nach erfolgreichem Abschluss der Importe in das SAP NetWeaver ABAP-System kann für bestimmte Transportaufträge der Import der Inhalte in den Content Server über den Report RSIRTRIM gestartet werden.
Import von Transporten vom Typ Standard SAP KW
Gegenüber den SAPK*-Importen vereinfacht sich die Vorgehensweise dahingehend, dass die gesonderte Nachprozessierung der I-Files via Report RSIRTRIM nicht notwendig ist. Es kann demnach bei solchen Transporten neben dem R-File auch das I-File im data-Verzeichnis des Transportsystems abgelegt werden. Beim Import eines solchen Auftrags via STMS wird der Import der Inhalte zum Content Server automatisch durchgeführt.
Beachten Sie für die restliche Vorgehensweise die Ausführungen unter Transportaufträge in das ABAP-System importieren.