
Die Verbuchungsverwaltung kennt verschiedene Status, in denen sich ein Verbuchungsauftrag befinden kann; dieser wird in der Verbuchungsverwaltung (Transaktion SM13) in der Spalte Status angezeigt.
Der Status gibt an, in welcher Phase des Verbuchungsprozesses die Bearbeitung sich momentan befindet oder auch hängengeblieben ist. Das Statusfeld kann grün (noch nicht verarbeitet, wird gerade verarbeitet), gelb (noch nicht verarbeitet, vermutlich hängengeblieben) oder rot (mit Fehler abgebrochen) unterlegt sein. Weitere Information können Sie der Info-Spalte entnehmen.
Im Folgenden werden die wichtigsten Status beschrieben. Der Dialogworkprozess gibt nach Abschluss des Dialogteils den Verbuchungsauftrag an einen Verbuchungs-Workprozess. Dieser arbeitet dann die V1-Verbuchungsmodule ab. Das ABAP-Kommando COMMIT WORK bewirkt, dass die Daten in die Datenbank geschrieben werden und anschließend die V2-Verbuchung (falls V2-Module in dem Verbuchungsauftrag vorhanden sind) an einen V2-Workprozess abgegeben wird.
In dieser Phase sind folgende Status möglich:
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Status |
Phase |
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init |
Der Verbuchungsauftrag ist erzeugt, aber noch nicht fertig abgearbeitet. (Dieser Status gilt also von dem Moment an, in dem der Dialogworkprozess den Verbuchungsauftrag an den Verbuchungs-Workprozess übergibt bis zum COMMIT im Verbuchungs-Workprozess.) |
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Error |
In der init-Phase trat ein Fehler auf, die Verbuchung wird deswegen nicht durchgeführt. |
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Error (no retry) |
Der Verbuchungsauftrag ist abgebrochen und kann nicht nachverbucht werden. |
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Stopped (no retry) |
Der Verbuchungsauftrag wurde noch nicht ausgeführt (Status initial), als das System heruntergefahren wurde. Da er das Kennzeichen „nicht nachverbuchbar“ hat, wurde er beim Neustart des Systems in den Status Stopped (no retry) versetzt. Er kann nicht nachverbucht werden. |
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V1-verarbeitet |
Die init-Phase wurde korrekt abgeschlossen und die V2-Module wurden zur Verarbeitung weitergegeben. Gibt es keine V2-Module, erscheint dieser Verbuchungsauftrag nicht mehr in der Übersicht. |
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V2-verarbeitet |
Wenn auch die V2-Module korrekt verarbeitet sind, aber noch ein Sammellauf ( „V3“) zu verbuchen ist. Gibt es keinen Sammellauf, erscheint dieser Verbuchungsauftrag nicht mehr in der Übersicht. |
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verarbeitet |
Ist der Parameter rdisp/vb_delete_after_execution auf 2 gesetzt, also das automatische Löschen deaktiviert, so befindet sich eine korrekt abgeschlossene Verbuchung im Status verarbeitet. Bei aktiviertem Löschen (Default) erscheint dann der Verbuchungssatz nicht mehr in der Übersicht. |
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zu löschen |
Der Verbuchungsauftrag ist zum Löschen vorgemerkt. |
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Enqueues gelöscht |
Die zu diesem Verbuchungsauftrag gehörenden SAP-Sperren wurden manuell gelöscht ( SM12). |
Verwendung eines externen Transaktionsmonitors
Folgende Status sind möglich, wenn mit einem externen Transaktionsmonitor gearbeitet wird.
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Status |
Phase |
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prepared |
Der Verbuchungsauftrag ist bereit zur Verarbeitung, wartet aber auf einen externen Transaktionsmonitor, der die Verarbeitung freigibt. |
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abgebrochen |
Der externe Transaktionsmonitor hat die Verarbeitung abgebrochen. Dieser Zustand kann auf den Zustand prepared folgen. |
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Error (ext. Commit) |
Der externe Transaktionsmonitor hat die Verbuchung angestartet, doch der Verbuchungsauftrag wurde dann vom SAP-System abgebrochen. Dieser Zustand kann auf den Zustand prepared folgen. |
Status hängengebliebener Verbuchungssätze
Nun ist es auch möglich, dass ein Verbuchungssatz im Status init hängenbleibt, ohne in den Fehlerzustand Error zu kommen. Erscheint der Satz über längere Zeit im Status init, gibt es folgende Möglichkeiten, wie der Satz nachträglich verbucht werden kann; folgende Status werden dann aktiv (siehe auch die folgende Grafik)
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Status |
Phase |
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Auto(dia) |
Der Systemadministrator hat mit der Transaktion SM13 ( ) den Verbuchungssatz manuell verarbeitet. Der Dialogworkprozess (WP1) übergibt alle diese Verbuchungsaufträge einem Verbuchungs-Workprozess (WP2) - in dieser Zeitspanne befindet sich der Verbuchungssatz im Status Auto(dia). |
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angestartet |
Der Workprozess WP2 sammelt die Aufträge und gibt sie portionsweise an einen weiteren Verbuchungs-Workprozess (WP3), der dann die tatsächliche Verbuchung vornimmt. Bis zum COMMIT in WP3 befindet sich der Satz im Status angestartet. |
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Auto(sys) |
Bei jedem Neustart eines Verbuchungsservers schaut dieser nach, ob Verbuchungsaufträge sich im Status init befinden. In diesem Fall startet er eine automatische Bearbeitung der Aufträge durch Verbuchungs-Workprozesse. Diese geht genauso vonstatten wie nach einem manuellen Anstarten der Verbuchung, nur dass in diesem Fall ein Verbuchungs-Workprozess (WP4) das Ganze anstartet und kein Dialogworkprozess. Der Verbuchungssatz befindet sich dann im Status Auto(sys). |
Folgende Grafik zeigt diesen Sachverhalt.

In dem seltenen Fall, dass die Verbuchung nicht im ersten Anlauf erfolgreich verarbeitet wurde, entspricht beim Nachbuchen also der Zustand angestartet dem Zustand init. Bleibt im Zustand auto oder angestartet die Verbuchung hängen, muss der Status zurückgesetzt werden, da mit den beschriebenen Methoden nur Sätze im Status init erfasst werden.