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Datentransferprozess für Hierarchien anlegenLocate this document in the navigation structure

Sie legen den Datentransferprozess ausgehend vom Ziel an, in das die Daten übertragen werden sollen. Sie können den Datentransferprozess über eine Prozesskette oder über das Kontextmenü der Hierarchie im InfoProvider-Baum der Data Warehousing Workbench anlegen.

Kontext

Im Folgenden wird beschrieben, wie der Datentransferprozess über den InfoProvider-Baum angelegt wird. Information darüber, wie Datentransferprozesse über Prozessketten angelegt werden sowie detaillierte Informationen zu grundsätzlich für Datentransferprozesse verfügbaren Einstellungen finden Sie unter Datentransferprozess anlegen.

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie Datentransferprozess anlegen im Kontextmenü Ihrere Hierarchie.
    Sie gelangen auf das Dialogfenster zum Anlegen eines Datentransferprozesses.
  2. Wählen Sie DataSource als Quelltyp aus.
  3. Wählen Sie die DataSource aus, aus der die Daten in die Hierarchie übertragen werden sollen.
    Zur Auswahl steht Ihnen über die Wertehilfe eine zum Zielobjekt vorhandene Auswahl der bereits im Datenfluss festgelegten Objekte zur Verfügung. Falls nur ein Objekt im Datenfluss vorhanden ist, ist dieses bereits ausgewählt. Über eine weitere Drucktaste Liste haben Sie die Möglichkeit, die DataSource aus der vollständigen Liste der DataSources auszuwählen. Falls für die DataSource noch keine Transformation zur Hierarchie definiert ist, schlägt das System die Generierung einer Default-Transformation vor.
  4. Um in die Pflege des Datentransferprozesses zu gelangen, wählen Sie Weiter (Weiter).
  5. Legen Sie die Parameter auf der Registerkarte Extraktion fest:
    1. Das Feld Paketgröße zeigt als Default-Einstellung 2.000.000.000 Sätze an.
      Dies liegt daran, dass beim Hierarchie-Update die Hierarchie auf Gesamtkonsistenz überprüft wird und daher die Hierarchie in genau einem Paket verarbeitet werden muss (wenn das Feld ObjektID nicht mit einer eindeutigen ID für jede Hierarchie gefüllt ist).
    2. Wählen Sie den Extraktionsmodus. Zur Auswahl stehen Ihnen Delta oder Full. In der Standardeinstellung ist der Extraktionsmodus Full ausgewählt.
      Beachten Sie hierbei die Abhängigkeiten zu weiteren Einstellungen:
      • In der Standardeinstellung ist mit dem Extraktionsmodus Full auch das Ankreuzfeld Alle neuen Daten requestweise abholen markiert. Wenn eine Quelle mehrere Hierarchien hat, beispielsweise Kostenstellen, die über mehrere InfoPackages in die Persistent Staging Area (PSA) geladen werden, ist damit sichergestellt, dass diese mit einem Datentransferprozess aus dem PSA gelesen und weiterverbucht werden können. Mit dieser Einstellung können also beliebig viele Hierarchien auf einmal über den Datentransferprozess verarbeitet werden. Der Datentransferprozess arbeitet bei dieser Einstellung eine Kette von Requests ab, von denen jeder genau einen Request aus der Quelle extrahiert, solange bis alle (grünen) Quell-Requests extrahiert und weiterverbucht sind. Die Kette startet mit dem ältesten verfügbaren Quell-Request - auch wenn Sie einen fehlerhaften DTP-Request zuvor gelöscht haben und den Datentransferprozess erneut starten.
      • Wenn Sie den Extraktionsmodus Delta wählen, können Sie ebenfalls das Ankreuzfeld Alle neuen Daten requestweise abholen markieren, um mehrere Hierarchien auf einmal aus dem PSA zu laden. Im Unterschied zum Full-Modus startet die Kette in diesem Fall mit dem ältesten Quell-Request, der noch nicht bereits von einem DTP-Request dieses Datentransferprozesses extrahiert worden ist. Wenn Sie nach dem Löschen eines fehlerhaften DTP-Requests den Delta-DTP erneut starten, setzt dieser die Bearbeitung dort fort, wo er abgebrochen wurde.
      • Wenn Sie im Full-Modus laden, alte Requests im PSA gespeichert werden, und der neue Request sofort mit dem Datentransferprozess weiterverbucht wird, markieren Sie das Ankreuzfeld Nur letzten Request laden, da sonst alle alten Requests geladen werden. Verwenden Sie diese Einstellungen beispielsweise, wenn Sie eine Hierarchie haben, die täglich neu geladen wird und deren Historie im PSA gespeichert werden soll. Diese Einstellung und die Einstellung zum requestweisen Abholen schließen sich gegenseitig aus.
      • Wenn immer ein Request aus der Quelle geladen und mit dem Datentransferprozess weiterverbucht wird, und der Request anschließend aus dem PSA gelöscht wird, können Sie den Full-Modus auch ohne das Ankreuzfeld Nur letzten Request laden verwenden.
      • Wenn Sie den Extraktionsmodus Delta wählen, können Sie das Ankreuzfeld DeltaInit ohne Daten markieren, um festzulegen, dass der erste Request des Delta-DTPs ohne Daten übertragen werden soll.
    3. Nehmen Sie ggf. weitere Einstellungen wie Filter oder semantische Gruppierung vor.
  6. Legen Sie die Parameter auf der Registerkarte Verbuchung fest:
    1. Legen Sie unter Fehlerbehanldung fest, ob die Fehlerbehandlung ausgeschaltet bleiben soll oder ob die Satzverfolgung für den ersten Fehlersatz durchgeführt werden soll.
    2. Legen Sie unter Fortschreibungsmodus fest, wie die Hierarchie nach dem Laden abgelegt werden soll.
    3. Markieren Sie das Ankreuzfeld Hierarchie aktivieren.
  7. Legen Sie die Parameter auf der Registerkarte Ausführen fest:
    Auf der Registerkarte wird in einer Baumstruktur der Programmablauf für den Datentransferprozess dargestellt.
    1. Geben Sie an, welchen technischen Status der Request bei Warnungen im Protokoll annehmen soll.
    2. Geben Sie an, wie der Gesamtstatus des Requests festgelegt wird.
    3. Geben Sie an, ob rote Requests in Prozessketten automatisch wiederholt werden sollen.
    4. Den Verarbeitungsmodus für die Hintergrundverarbeitung legt das System automatisch fest. Bestimmte Verarbeitungsmodi, beispielsweise die Verarbeitung im Debugging-Modus, können Sie auswählen.
  8. Prüfen, sichern und aktivieren Sie den Datentransferprozess.