
In der Pflege des Datentransferprozesses (DTP) können Sie festlegen, dass die Daten nicht aus der Persistent Staging Area (PSA) der DataSource extrahiert werden, sondern zur Laufzeit des DTPs direkt von der Datenquelle angefordert werden und in den InfoProvider übertragen werden. Die Funktion ist massendaten- und deltafähig.
Das Kennzeichen Nicht aus PSA extrahieren, sondern direkter Zugriff auf Datenquelle wird angezeigt, wenn die Quelle des DTPs eine DataSource ist und das Quellsystem ein Operational-Data-Provisioning-(ODP-)Quellsystem ist. Die Verwendung der ODP-Datenreplikationsschnittstelle ermöglicht mit dieser Funktion die Extraktion von Massendaten. Wenn die Quelle Deltas liefern kann wie dies beispielsweise bei den ODP-Kontexten BW und SAPI der Fall ist, ist auch die Extraktion im Deltamodus unterstützt.
Die Verwendung von InfoPackages zum Laden der Daten in die Persistent Staging Area (PSA) ist mit dieser Funktion nicht mehr nötig, es sei denn Sie benötigen beim Laden eine semantische Gruppierung der Daten. Hierfür muss die Quelle des DTPs eine Persistenz im BW haben.
Für die ODP-Kontexte SAP HANA und SAP Business ByDesign ist das direkte Laden nur im Full-Modus unterstützt. Diese Kontexte bieten in der Quelle kein Delta an.
Beachten Sie, dass Sie bei Fehlern in der Verarbeitung im BW die Daten erneut extrahieren müssen, da das PSA als Puffer nicht zur Verfügung steht.
Für Delta-DTPs: In der Delta-Queue des Quellsystems werden die Daten nach einer bestimmten Aufbewahrungsfrist bei der Delta-Queue-Reorganisation gelöscht, nachdem Sie im BW erfolgreich verbucht worden sind. Beachten Sie daher beim Löschen von Requests im InfoProvider, dass die Daten eines Requests im Quellsystem evtl. nicht mehr abgeholt werden können. Wenn die Daten gelöschter Delta-Requests in der Delta-Queue nicht mehr abgeholt werden können, müssen Sie alle Delta-Requests desselben DTPs aus dem InfoProvider löschen und einen neuen Delta-Request ausführen, um die Delta-Initialisierung durchzuführen.