Audit Trail (BC-SRV-ASF-AT)Locate this document in the navigation structure

Verwendung

Mit der Komponente Audit Trail (Protokollierung) können Sie geänderte Daten im System protokollieren und auswerten. Der Audit Trail ermöglicht eine detaillierte, durchgängige und nachvollziehbare Beschreibung Ihrer Produktionsprozesse.

Sie können Protokollierungseinstellungen einfach und technisch modifikationsfrei ändern sowie eine Federal Drug Administration-konforme Auswertung der geänderten Daten durchführen. Siehe auch: Hintergrundinformationen zum Audit Trail

Hinweis

Audit Trail ist eine SAP NetWeaver-Komponente, die Sie für die Protokollierung aller ERP-Anwendungen einsetzen können. Neben dem Audit Trail gibt es noch die Komponente Electronic Records in SAP_APPL, die ebenfalls Protokollierungsfunktionen anbietet, allerdings nur für Anwendungen in SAP_APPL.

Die Komponente Audit Trail bietet im Vergleich zu den Electronic Records erweiterte Funktionen und den großen Vorteil, dass sie für die Protokollierung von Daten der gesamten Business Suite (ab 7.0) eingesetzt werden kann. Sie können jedoch nur eine von beiden Komponenten nutzen. Eine parallele Nutzung ist nicht möglich. Wenn Sie bereits die Electronic Records einsetzen, dann können Sie auf die Audit Trail-Funktionen umsteigen. Siehe auch: Umstieg von Electronic Records auf Audit Trail

Die Komponente Audit Trail bietet folgende Funktionen:

  • Sie können die Protokollierung für die gewünschten Datenelemente, Tabelle und Langtexte gezielt und modifikationsfrei ein - und ausschalten.

  • Sie können bei Korrekturen oder einem System-Upgrade für jedes Objekt entscheiden, ob Sie die aktuell im System vorhandene Protokollierungseinstellung beibehalten oder die unter Umständen davon abweichende Protokollierungseinstellung der neu eingespielten Daten übernehmen wollen.

  • Sie können mit der Auswertefunktion (Transaktion S_AUT10) die geänderten Objekte nach bestimmten Kriterien suchen und anzeigen und somit eine GMP-konforme Auswertung der geänderten Daten durchführen.

Einführungshinweise
  • Sie können die neuen Audit Trail-Funktionen nur in Verbindung mit SAP NetWeaver 7.0 EHP2 und ERP 6.0 Erweiterungspaket 5 oder höher einsetzen. Oder Sie setzen SAP NetWeaver 7.0 EHP2 ohne die Software-Komponente SAP_APPL ein.

  • Die Customizing-Einstellungen für die Audit Trail-Funktionen finden Sie im Einführungsleitfaden SAP NetWeaver unter Anfang des Navigationspfads Application Server Nächster Navigationsschritt Basis-Services Nächster Navigationsschritt Audit Trail. Ende des Navigationspfads

  • Das Audit Trail-Menü finden Sie im SAP Easy Access Menü unter Anfang des Navigationspfads Anwendungsübergreifende Komponenten Nächster Navigationsschritt Änderungsdienst Nächster Navigationsschritt Audit Trail.(Protokollierung) Ende des Navigationspfads

Integration

Sie können die Audit Trail-Auswertungen folgendermaßen nutzen:

  • Audit Trail-Auswertung (ohne ILM)

    Sie können die Komponente Audit Trail ohne die Komponente Information Lifecycle Management einsetzen. In diesem Fall können Sie die Basis-Funktionen des Audit Trails in einem ERP-System aufrufen. Sie können dann die Tabelleneinträge, die das System auf die Datenbank geschrieben hat lesen. Zusätzlich können Sie Langtextprotokolle und Tabellenprotokolle archivieren und diese archivierten Daten später in der S_AUT10 auswerten.

  • Audit Trail-Auswertung (mit ILM)

    Wenn Sie die Komponente Audit Trail in Verbindung mit dem Information Lifecycle Management einsetzen, dann können Sie zusätzlich zu den archivierten Langtext- und Tabellenprotokollen auch die archivierten Änderungsbelege auswerten. Dabei ist es gleichgültig, ob die Änderungsbelege mit dem Archivierungsobjekt CHANGEDOCU archiviert wurden, oder gemeinsam mit dem übergeordneten Anwendungsbeleg. Die Auswertung der archivierten Daten können Sie im ILM mit der Transaktion IWP01 Handhabung von Prüfpaketen aufrufen, indem Sie die Transaktion ausführen und im Bild Handhabung von Prüfpaketen die Funktionstaste Audit Trail wählen. Mit der Funktionstaste ruft das System die Transaktion S_AUT10 auf.

    Weitere Informationen zu SAP Netweaver Information Lifecycle Management (ILM) finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Anfang des Navigationspfads SAP ERP Nächster Navigationsschritt SAP ERP Central Component Nächster Navigationsschritt SAP ERP Enhancement Package Nächster Navigationsschritt ERP Central Component Enhancemnet Package 5 Nächster Navigationsschritt Anwendungsübergreifende Funktionen in SAP ERP Nächster Navigationsschritt Anwendungsübergreifende Komponenten Nächster Navigationsschritt Information Lifecycle Management. Ende des Navigationspfads

Funktionsumfang
  • Protokollierung von Änderungsbelegen

    Die meisten ERP-Transaktionen verfügen über Änderungsbelege. Ein Änderungsbeleg umfasst Änderungen von Feldern innerhalb einer Transaktion und schreibt diese Information in einen einzelnen, eindeutigen Datensatz.

    Dieser Datensatz besitzt einen Datums- und Zeitstempel und enthält zu jedem Feld, das geändert wurde, die neuen und die alten Werte. Zusätzlich wird der Benutzername des Änderers festgehalten.

    Damit die Datenänderungen in Tabellenfeldern in Änderungsbelegen protokolliert werden, muss Folgendes erfüllt sein:

    • Die Transaktion, in der der Inhalt des Tabellenfelds geändert werden kann, muss an die Änderungsbelegschreibung angeschlossen sein.

      ·

    • Die Tabelle, in der das Tabellenfeld enthalten ist, muss im angeschlossenen Änderungsbelegobjekt vorhanden sein.

    • Die Protokollierung im entsprechenden Änderungsbeleg muss für das Datenelement aktiv sein.

      Hinweis

      Da nicht alle Daten für jede Anwendung relevant sind, ist es nicht sinnvoll, von vorneherein für alle Datenelemente die Protokollierung einzuschalten.

      Weitere Informationen über Änderungsbelege finden Sie in der SAP-Bibliothek unter Änderungsbelege: Konzept.

  • Tabellenprotokollierung

    Sie setzen die Tabellenprotokollierung immer dann ein, wenn die Transaktion, die das geänderte Datenelement verwendet, nicht an die Änderungsbelegbeschreibung angeschlossen ist. Das System kann dann die Änderung nicht in einem einzelnen Tabellenfeld (Datenelement) protokollieren, sondern nur die Tabelle als ganzes.

    Der Hauptunterschied zwischen dem Änderungsbeleg und der Tabellenprotokollierung besteht darin, dass der Änderungsbeleg alle Änderungen an allen Tabellen erfasst, d. h., alle Änderungen, die innerhalb einer Transaktion anfallen, werden aufgezeichnet. Der Datensatz der Tabellenprotokollierung erfasst stets nur die Änderungen an einer bestimmten Tabelle. Bei der Tabellenprotokollierung wird daher immer ein Datensatz mit allen tabellenfeldern geschrieben, auch dann, wenn Sie nur wenige Tabellenfelder geändert haben.

    Um die Tabellenprotokollierung einsetzen zu können, müssen Sie den Systemprofilparameter rec/client in jedem Mandanten aktiv setzen, in dem Sie die Tabellenprotokollierung durchführen wollen. Um die Protokollierung bei Transporten nutzen zu können, haben Sie den Eintrag r3transoptions = recclient="XXX" in das Profil der Transportsteuerung aufgenommen. Der Eintrag XXX kann dabei denselben Wert annehmen wie der Profilparameter rec/client. Weitere Informationen zur mandantenabhängigen Protokollierung finden Sie unter Mandantenabhängige Protokollierung.

    Hinweis

    Den Systemprofilparameter rec/client kann nur die Systemadministration aktiv oder inaktiv setzen.

    Im SAP-System sind viele Transaktionen an die Änderungsbelegschreibung angeschlossen, jedoch bei weitem nicht alle. Es ist auch aus Performance- und Speicherplatzgründen nicht sinnvoll, jede Datenänderung zu protokollieren, sondern nur diejenigen, die von einer eventuellen späteren Auswertung erfasst werden sollen. Die Protokollierung der Datenelemente bzw. Tabellen muss also gezielt änderbar sein.