
Einen parallelen Abschnitt verwenden Sie in einer Workflow-Definition, wenn die Fortführung des Geschäftsprozesses durch mehrere Benutzer gleichzeitig durchgeführt werden kann. Dabei können Sie den parallelen Abschnitt auch so konfigurieren, dass nicht alle Zweige durchlaufen werden müssen.
In der Workflow-Definition wird der Anfang eines parallelen Abschnitts durch das Symbol
und das Ende durch
dargestellt.
Neben dieser explizit ausmodellierten Parallelität gibt es noch die tabellengesteuerte, dynamische Parallelverarbeitung einzelner Aufgaben und den Arbeitsvorrat. Weitere Informationen finden Sie unter Realisierungsmöglichkeiten einer parallelen Verarbeitung.
Sie können beliebige Zweige in einem parallelen Abschnitt erzeugen. Alle Zweige des parallelen Abschnitts münden in einen
. Wenn ein Zweig eines
parallelen Abschnitts zur Laufzeit diesen
Vereinigungsoperator erreicht, findet eine Prüfung der Endbedingungen statt.
Dabei überprüft das System, ob die Anzahl der durchlaufenen Zweige der in der Definition festgelegten Anzahl der notwendigen Zweige entspricht. Anschließend wird überprüft, ob eine eingegebene Bedingung das Ergebnis wahr liefert.
Wenn eine der Endbedingungen erfüllt ist, werden eventuell noch existierende Workitems des parallelen Abschnitts in den Status logisch gelöscht gesetzt und der Workflow wird nach dem Vereinigungsoperator fortgesetzt.
Die einzelnen Zweige eines parallelen Abschnitts sollten funktional voneinander unabhängig sein.
Zur Definition eines parallelen Abschnitts geben Sie neben der Schrittbezeichnung die Anzahl der benötigten parallelen Zweige an. In die Workflow-Definition wird der parallele Abschnitt bestehend aus dem Startoperator, den Zweigen mit jeweils einem unbestimmten Schritt und dem Vereinigungsoperator eingefügt.
Wenn Sie das Kennzeichen Nicht im Workflow-Protokoll setzen, werden der parallele Abschnitt und alle darin enthaltenen Schritte nicht im Workflow-Protokoll angezeigt.
Um die Beendigung des parallelen Abschnitts zu definieren, geben Sie ggf. die Anzahl der notwendigen Zweige und die Bedingung ein. Weitere Informationen zur Definition der Bedingung finden Sie unter Bedingungseditor.
Wenn Sie für die Anzahl der notwendigen Zweige nichts eintragen, so übernimmt das System dort die Anzahl der Zweige.
Sie können einen bereits modellierten Block als neuen Zweig in einen parallelen Abschnitt übernehmen, indem Sie:
den Block kopieren oder ausschneiden
markieren und im Kontextmenü
Blockeinsetzen wählen