
In diesem Arbeitsschritt erfahren Sie, wie Sie eine Datenübernahmedatei anlegen, bearbeiten und anzeigen und sich dabei mit den erforderlichen SAP Strukturen vertraut machen können.
Zum Laden der Daten ins System (Aufgabentypen LOA) werden von SAP ein oder mehrere Programmtypen für jeden Objekttyp ausgeliefert:
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Aufgaben-typ |
Programm-typ |
Beschreibung |
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LOA |
BAPI |
Laden der Daten über BAPI |
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BINP |
Laden der Daten über Batch Input |
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DINP |
Laden der Daten über Direct Input |
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IDOC |
Laden der Daten über ALE-Eingangsfunktionsbaustein |
Die Programme, Funktionsbausteine oder BAPIs zu den Programmtypen des Aufgabentyps LOA können Sie über die Wertehilfe auswählen.
Die zugehörigen SAP Strukturen können Sie analysieren und bearbeiten.
Außerdem können Sie für die Anbindung externer Programme Importstrukturen generieren (Datendefinitionen für die Programmiersprachen C, Cobol, PL1 und RPG).
Wenn Sie eine Datenübernahmedatei mit den erforderlichen Anwendungsdaten anlegen, können Sie diese Datei zum Testen der Datenübernahme verwenden.
Sie haben die SAP Business-Objekttypen identifiziert, die den zu übernehmenden Daten entsprechen.
Wählen Sie in der Datenübernahme-Workbench den Pfad .
Sie gelangen auf das Bild Datenübernahme - Werkzeuge.
Datei anlegen
Benutzen Sie beim Anlegen der Übernahmedatei die Feld- und Eingabehilfe.
Wählen Sie über die Eingabehilfe Objekttyp, Programmtyp und Programm/Methode für das Laden der Daten aus.
Wählen Sie im Feld Dateityp einen physischen oder logischen Dateityp aus.
Geben Sie in das Feld Dateiname den Namen Ihrer Datenübernahmedatei ein.
Wählen Sie eine der folgenden Funktionen:
Datei initial mit Strukturinformation anlegen
Es wird eine Datenübernahmedatei im SAP Format ohne Daten angelegt. Diese Datei enthält alle benötigten Strukturinformationen. Anhand dieser Strukturinformationen können Sie die benötigten Datenstrukturen identifizieren.
Sie können diese Datei manuell mit Anwendungsdaten füllen.
Datei aus Testprogramm anlegen
Sofern die Anwendung ein Programm zum Erzeugen von Testdaten bereitstellt, können Sie eine Datei mit diesen Testdaten anlegen.
Beim Programmtyp BAPI sind zum Erstellen der Datei EDI-Customizing-Einstellungen erforderlich. Das Anwendungsprogramm erzeugt IDocs, die anhand dieser Einstellungen in eine Datei geschrieben werden.
Geben Sie dazu beim Anlegen der Datei ein logisches System an. Ein logisches System ist ein Anwendungssystem, innerhalb dessen die Anwendungen auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenarbeiten.
Die Einstellungen zu diesem logischen System können Sie dann generieren.
Die dazu erforderlichen Berechtigungen sind in der Rolle ALE-Administrator (SAP_BC_MID_ALE_ADMIN) enthalten.
Alternativ zur Generierung der Customizing-Einstellungen können Sie diese Schritte auch manuell durchführen. Dazu müssen Sie im SAP Einführungsleitfaden unter folgende Einstellungen vornehmen:
Logisches System definieren
Wenn Sie eine Datei mit Daten anlegen, müssen Sie weitere Einstellungen vornehmen:
Port des Typs "Datei" pflegen (Transaktionscode WE21)
Geben Sie einen Dateinamen mit einem physischen Verzeichnis an.
Ausgangs-Partnervereinbarungen pflegen (Transaktionscode WE20)
Die Partnervereinbarungen gilt für den Nachrichtentyp, der dem BAPI zugeordnet ist. Diese wird benötigt zum Füllen des IDoc-Kontrollsatzes.
Datei aus dem Konvertierungsassistenten anlegen
Sofern Sie einen Konvertierungsvorschlag für ein Datenübernahmeprogramm, BAPI oder Funktionsbausteins angelegt haben, können Sie aus dem Konvertierungsvorschlag eine Datei in der entsprechenden Zielstruktur für das Datenübernahmeprogramm, BAPI oder Funktionsbausteins erzeugen.
Sie erhalten eine Liste der angelegten Konvertierungsvorschläge für das ausgewählte Businessobjekt. Wählen Sie einen Konvertierungsvorschlag aus und legen die Datei mit der Drucktaste
(weiter) an.
Datei prüfen
Sie können die Syntax dieser Datei prüfen.
Falls die Datei im SAP Satzbettformat vorliegt, wird die Reihenfolge des Satzbettaufbaus geprüft.
Falls die Datei im IDoc-Format vorliegt, werden alle Prüfungen des EDI-Eingangs durchlaufen.
Um bei einer Übernahme über BAPI nicht verarbeitete Objekte als IDoc im System ablegen zu können, muss Ihre Input-Datei fehlerfrei sein.
Verfahren Sie wie folgt:
Wählen Sie dazu Datei prüfen. Sie erhalten ein Prüfprotokoll mit Meldungstexten mit Statusangaben und zugehörigen Langtexten.
Die Langtexte erhalten Sie durch Klicken auf das entsprechende Symbol.
Datei anzeigen
Vorhandene Dateien können Sie sich wie folgt anzeigen:
Wählen Sie über die Eingabehilfe Objekttyp, Programmtyp und Programm/Methode für das Laden der Daten aus.
Wählen Sie im Feld Dateityp einen physischen oder logischen Dateityp aus.
Geben Sie in das Feld Dateiname den Namen Ihrer Datenübernahmedatei ein.
Wählen Sie Datei anzeigen.
Sie erhalten eine zeilenweise Übersicht des Inhalts der Datei.
Die Feldwerte werden hierbei gemäß der benutzerspezifischen Einstellungen aufbereitet Beispielweise wird das Datumsformat 20000313 benutzerspezifisch dargestellt als 13.03.2000.
Machen Sie sich mit den Strukturen vertraut.
Datei kopieren
Die Datenübernahmedatei können Sie zwischen Applikations- und Präsentationsserver kopieren.
Diese Datei kann nur in der Struktur des ausgewählten Business-Objekts kopiert werden.
Beachten Sie, dass die Daten der Übernahmedatei dem SAP System in fester Länge übergeben werden müssen.
Verfahren Sie wie folgt:
Wählen Sie Datei kopieren.
Wählen Sie das Ziel (Applikationsserver oder Präsentationsserver).
Sie müssen entscheiden, wie Sie die Daten kopieren möchten:
Ohne Konvertierung
Die Datenübernahmedatei wird unverändert kopiert. Diese Option wählen Sie typischerweise beim Kopieren zwischen Applikationsservern.
Internes Format -> Externes Format
Diese Option ist nur möglich beim Kopieren einer Datei vom Applikationsserver auf den Präsentationsserver. Dabei werden die Daten in das Präsentationsformat umgewandelt und die einzelnen Felder durch einen Tabulator gegeneinander abgegrenzt. Typischerweise möchten Sie Ihre Daten in einem Tabellenkalkulationsprogramm auf dem Frontend nutzen.
Externes Format -> Internes Format
Diese Option ist nur möglich beim Kopieren einer Datei vom Präsentationsserver auf den Applikationsserver. Bei diesem Kopiervorgang werden die Daten in das SAP Format umgewandelt und auf die erforderliche feste Länge kopiert. Typischerweise möchten Sie Daten aus einem Tabellenkalkulationsprogramm auf einen Applikationsserver kopieren.
Beim Kopieren werden die Daten im Hauptspeicher zwischengespeichert. Bei umfangreichen Dateien kann es dabei zu einem Überlaufen des Rollbereichs kommen. Ein Abbruch des Kopiervorgang wäre die Folge. Nutzen Sie bei umfangreichen Dateien deshalb die Kopierfunktion des Betriebssystems.
Datei ändern
Sie können die Datei mit Anwendungsdaten füllen oder vorhandene Daten ändern und ergänzen.
Wählen Sie dazu Datei ändern.
Sie erhalten eine zeilenweise Übersicht des Inhalts der Datei in der internen SAP Darstellung.
Einzelne Zeilen können Sie ändern, indem Sie eine solche markieren und wählen oder einen Doppelklick darauf ausführen.
Sie gelangen dann in die Detailanzeige der einzelnen Felder der entsprechenden Struktur im aufbereiteten SAP Format. Einzelheiten zu bestimmten Feldern erhalten Sie nach einem weiteren Doppelklick.
Weitere Einzelheiten zum Ändern von Übernahmedateien finden Sie unter Übernahmedatei mit dem Editor bearbeiten.
Datei aufteilen
Sie können eine Übernahmedatei nach folgenden Kriterien selbst aufteilen:
Fest vorgegebene Zieldateien
Vorgebbare Anzahl von Zeilen pro Zieldatei
Vorgebbare Anzahl von Objekten pro Zieldatei
Datei zusammenführen
Sie können mehrere anzugebende Übernahmedateien zu einer einzigen Datei zusammenführen.
Importstrukturen für externe Programme erzeugen und anzeigen
Falls Sie externe Programme anbinden möchten, können Sie dafür Importstrukturen für die erforderlichen Zielstrukturen erzeugen und anzeigen.
Diese Strukturen können Sie auf Ihren PC herunterladen.
Wählen Sie dazu im Bild Datenübernahme - Werkzeuge den Pfad .
Weitere Einzelheiten finden Sie in der Hilfe zur Anwendung.