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Langtext-EditorLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Langtexte sind Objekte, die aus Fließtext mit Formatierung bestehen. Dieser Abschnitt der Dokumentation behandelt die Übersetzung von Langtexten im XML-basierten Standard-Langtext-Editor. Wenn Sie Langtextobjekte zum Übersetzen aufrufen, werden diese in XML umgewandelt, bevor Sie sie übersetzen. Wenn Sie eine Aktivfassung Ihrer Übersetzung sichern, wird der Text wieder in sein ursprüngliches Format umgewandelt. Dieser Prozess findet beim Großteil der Langtext-Objekttypen Anwendung, wie z. B. Datenelementlangtexte (Objekttyp-ID DE), Nachrichtenlangtexte (Objekttyp-ID NA) und Dialogtexte (Objekttyp-ID DT). Manche Langtexte wie z. B. OTR-Langtextobjekte (Objekttyp-ID LOTR) und SAPscript-Formulare (Objekttyp-ID FORM) werden hingegen in eigenen, speziellen Editoren übersetzt.

Hinweis

Alle Formatierungsinformationen und technische Links werden in geschützten XML-Tags gespeichert. In den Einstellungen Ihres Langtext-Editors ist festgelegt, ob die Tags vollständig anzeigt oder in einer 5-stelligen Zahl in eckigen Klammern komprimiert werden. Der Tag </itf> kann z.B. im Langtext-Editor entweder vollständig oder in der komprimierten Form <00003> angezeigt werden.

Wenn der Quelltext XML-Tags enthält, müssen Sie diese XML-Tags in Ihre Übersetzung übernehmen. Wenn Sie als Übersetzung Text ohne XML-Tags eingeben und dann Aktiv speichern wählen, kann der Langtext-Editor die Daten nicht konvertieren und eine Fehlermeldung wird angezeigt.

Nachdem Sie ein Langtextobjekt zum Übersetzen geöffnet haben, empfehlen wir Ihnen, die Option Anfang des Navigationspfads Bearbeiten Nächster Navigationsschritt Quelltext kopieren Ende des Navigationspfads zu wählen. Diese Funktion kopiert den ganzen Quelltext (inklusive XML-Tags) ins Übersetzungsfenster, in dem Sie anschließend die Quellsprachentexte mit Ihrer Übersetzung überschreiben können.

Anders als der Kurztext-Editor hat der Langtext-Editor keinen Vorschlagspool. Stattdessen wird der Übersetzungsstatus von Langtextobjekten durch Fingerprints bestimmt. Das System betrachtet ein Langtextobjekt als neu, wenn zum Quelltext kein Zieltext vorhanden ist. Das System betrachtet ein Langtextobjekt als modifiziert, wenn der Quelltext-Fingerprint nicht mit dem Zieltext-Fingerprint übereinstimmt. Das System betrachtet ein Langtextobjekt als übersetzt, wenn der Quelltext-Fingerprint mit dem Zieltext-Fingerprint übereinstimmt.

Hinweis

Der Übersetzungsstatus von Langtextobjekten wurde ehemals durch die SE61-Versionsnummer bestimmt. Wenn Ihr Arbeitsvorrat eine hohe Anzahl modifizierter Langtextobjekte enthält, müssen Sie möglicherweise Fingerprints für in der Vergangenheit übersetzte Langtextobjekte generieren. Weitere Informationen finden Sie unter Fingerprints für übersetzte SE61-Langtexte anlegen und Fingerprints für übersetzte Formulare und Stile anlegen.

Der Langtext-Editor ist in zwei Abschnitte unterteilt. Der Quelltext wird im oberen Abschnitt angezeigt. Ihre Übersetzung erfassen Sie im unteren Abschnitt des Bildes. Sie können bestimmen, wie viel Platz Quelltext und Zieltext jeweils im Bild einnehmen, indem Sie die Voreinstellungen entsprechend anpassen oder das Größenverhältnis im Editor selbst ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen für den Langtext-Editor pflegen und Funktionen im Langtext-Editor.

Integration

Um zum Langtext-Editor zu gelangen und Langtexte zu übersetzen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Sequentielle Bearbeitung im Arbeitsvorrat

  • Doppelklick mit dem Cursor auf das jeweilige Objekt im Arbeitsvorrat. Weitere Informationen zu diesen beiden Möglichkeiten finden Sie unter Objekte über einen Arbeitsvorrat übersetzen.

  • Direktaufruf aus dem Einstiegsbild der Transaktion SE63

    Hierzu wählen Sie Anfang des Navigationspfads Übersetzung Nächster Navigationsschritt ABAP Objekte Nächster Navigationsschritt Langtexte (Dokumentation) Ende des Navigationspfads und wählen den gewünschten Objekttyp im Gruppenrahmen aus, der angezeigt wird. Im nun angezeigten Bild geben Sie den technischen Namen des Objekts in das Feld Objektname ein und überprüfen die Quell- sowie die Zielsprache. Wählen Sie anschließend Bearbeiten.

    Wenn Sie die Objekttyp-ID kennen, können Sie diese direkt in das Befehlsfeld eingeben und das Objekt so aufrufen. Weitere Informationen finden Sie unter Objekte direkt übersetzen.