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Erweiterungsspeicher mit Shared-Memory-Segmenten im Teraspace (IBM i)Locate this document in the navigation structure

Der Erweiterungsspeicher ist das Kernstück des Memory-Management-Systems. Jeder SAP-Workprozess hat in seinem virtuellen Adressraum einen Teil für den Erweiterungsspeicher reserviert. Sie können die Größe mit dem Profilparameter em/initial_size_MB einstellen.

Verwendung

Sie können den Erweiterungsspeicher von der gemeinsamen Ressource (Shared-Memory-Segment) auf einen beliebigen Workprozess (siehe Grafik) auf die gleiche Adresse im virtuellen Adressraum abbilden. Dies ist wichtig, wenn Sie im ABAP-Programm mit Zeigern arbeiten.

Struktur

Die folgende Abbildung zeigt zwei Workprozesse, die auf eine gemeinsame Ressource zugreifen:

Die gemeinsame Ressource (Shared-Memory-Segmente im Teraspace) enthält alle Benutzerkontexte und wird immer komplett im Teraspace-Adressraum von jedem Workprozess abgebildet.

Die Abbildung stellt einen Kontextwechsel oder -transfer dar:

  • Der Kontext von Benutzer x, Modus y wird im Erweiterungsspeicher von Workprozess 1 verfügbar gemacht. Der Workprozess bearbeitet eine Anfrage dieses Kontexts.

  • Analog wird der Kontext von Benutzer n, Modus m in Workprozess 2 verfügbar gemacht.

  • Nach der Bearbeitung "legen" beide Workprozesse den (veränderten) Kontext in die gemeinsame Ressource zurück, indem sie ihn wieder freigeben.

  • Workprozess 1 kann anschließend den Kontext von Benutzer n, Modus m und Workprozess 2 den Kontext von Benutzer x, Modus y bearbeiten.

Die Startadresse für den Erweiterungsspeicher im Teraspace ist für alle Workprozesse gleich.

Integration

Für die Seitenverwaltung des Erweiterungsspeichers bildet das SAP-System einen zusätzlichen Aufsatz auf die Betriebssystemfunktionen. Der Erweiterungsspeicher ist als Teraspace-Shared-Memory implementiert, d.h., der Adressraum nutzt als Hintergrundspeicher den ungeschützten Speicher des Betriebssystems. Weitere Informationen finden Sie in der Teraspace-Dokumentation für das Betriebssystem IBM i.